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    Deshalb ist sexuelle Aufklärung so wichtig
    Mit spielerisch vermitteltem Wissen kannst du das Selbstbewusstsein deines Kindes stärken

    Hand auf’s Herz, wie wurdest du aufgeklärt? War der Sexualkundeunterricht in der Schule eine Erleuchtung für dich oder eher eine mit Scham behaftete Biologiestunde? Vielleicht hast du dich auch schon zuvor selbst aufgeklärt oder deine Eltern oder eine andere Vertrauensperson? Und noch genauer gefragt: Und, hast du deine Kinder schon aufgeklärt? 

     

    Wir erleben die Themen Periode, Zyklus und weiblicher Körper leider immer noch mit viel zu wenig Selbstverständlichkeit. Das kann dazu führen, dass wir unseren Körper nicht als das wahrnehmen, was er ist, etwas Wundervolles und ganz Natürliches. Es kann eine große Unsicherheit durch dieses Un- oder Halbwissen besonders in der Pubertät entstehen. Was hilft ist eine richtig vermittelte Wissens-Aufklärung. Die kann aber auch ganz locker und entspannt stattfinden. Zwei junge Gründerinnen wollen genau das jetzt angehen. Mit einem Spiel: „Oh Woman“

    Sexuelle Aufklärung: 21. Jahrhundert wo bist du?

    Vulva und Vagina sind dasselbe!… Ähm nope. Auch nicht gewusst? Na dann, willkommen im Club. Diese Erkenntnis kam uns, Tania und Steffi, mit 24 und 28 Jahren. Jetzt sind wir bereits ein stolzes Jahr älter. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir zwei – vermeintlich – ausgewachsene junge Frauen sind. “Vermeintlich” deshalb, weil wir uns seit 25 bzw. 29 Jahren in diesem Körper befinden und immer wieder über neue Erkenntnisse staunen. Wir fragen uns: Wieso bitte ist das so?

    Sexualkundeunterricht muss überholt werden.

    Wenn wir jetzt anfangen darüber nachzudenken, wo das Problem liegen könnte, fällt uns beiden sofort der Sexualkundeunterricht während unserer Schulzeit ein. Der lief ungefähr so ab (Steffi’s Erfahrungsbericht):

     

    Nach Notenschluss, kurz vor Beginn der Sommerferien, gibt es in der 5. Klasse ganze 2 Schulstunden nur für die sexuelle Aufklärung. Vor uns, einer gemischten Klasse, steht unser Biologielehrer, der stark schwitzend uns erklärt, wie der Penis in die Vagina eingeführt werden muss, damit ein Kind gezeugt wird. Mit fachlich korrekten und super “trockenen” (haha ;)) Begriffen selbstverständlich. Als die Klasse kichert und immer unruhiger wird, ist unser Biologielehrer “mutig” genug statt Beischlaf das Wort SEX auszusprechen – die Klasse lacht laut stark. Am Ende der beiden Schulstunden sagt unser Biologielehrer: “Ich stelle euch hier Päckchen hin. Jede/r darf sich eines nehmen, der/die möchte.” Was er uns dabei nicht gesagt hat, dass es sich dabei um Päckchen mit Periodenprodukten handelt. Dies hatte zur Folge, dass alle Jungs schnell vorgerannt sind, sich ein Päckchen geschnappt haben und Tampons mit Wasser vollgesogen im Klassenzimmer herumwarfen. 

     

    Scham und Schweigen verstärken Selbstzweifel

    Als wir beide diese Erinnerungen hervorholten, war uns klar: Wenn das die erste Erfahrung mit Fakten über und rund um unseren Körper und vor allem der Periode ist, dann ist es kein Wunder, dass wir uns nicht weiter und tiefer damit beschäftigen. Wir speichern das Thema als etwas Unangenehmes ab. Ein Thema über das man nicht spricht – denn sonst ist das Gelächter groß.

    „Obwohl jeder Mensch einen Körper besitzt und die Hälfte aller Menschen weltweit menstruieren – Periode ist also etwas sehr Natürliches – sprechen wir nur mit einer gewissen Scham darüber … oder halt eben gar nicht.“

    Diese Scham führt zu Schweigen, und Schweigen führt zu einer Unwissenheit, die Selbstzweifel nur noch stärker werden lässt.

    Frühzeitige Aufklärung ist der Schlüssel – ein Spiel die Lösung

    Gerade in der Jugend, wo sich alles verändert und wir uns stark von unserem Umfeld und deren Meinung beeinflussen lassen, sind wir, Tania und Steffi, überzeugt, dass es essentiell ist den Teenagern das Wissen über ihren Körper zu vermitteln. Denn je früher Wissen und Ahnung über den eigenen Körper vorhanden ist, desto selbstbewusster wachsen Teenager heran und desto offener werden sie auch darüber im Erwachsenenalter sprechen. Folglich wird das Tabu mit jeder Generation, die kommt, Stück für Stück auf der Bildfläche kleiner und im besten Fall verschwindet es komplett davon. Genau deshalb haben wir OH WOMAN® ins Leben gerufen: ein Spiel zur Aufklärung über den weiblichen Körper und Periode.

     

    Wieso das Medium Spiel? Im Allgemeinen dient ein Spiel dazu, dass wir gemeinsam mit unseren Mitmenschen, sei es Freund/innen, Familie und Kolleg/innen Spaß haben, uns entspannen. Es kreiert eine lockere Atmosphäre und somit den perfekten „Safe Space“, um gerade über für viele eher unangenehme Themen zu sprechen. Hinzu kommt, dass OH WOMAN® ein analoges Spiel für zwei Personen ist. Jede/r kommt also zu Wort, keine/r wird durch Gruppendynamiken “unterdrückt”. Wir lernen also nicht nur, sondern es öffnet auch Türen für weitere Konversationen. Das Schweigen und somit das Tabu werden gebrochen.

    Wissen als Motor für eine selbstbewusste Generation

    Unser größter Wunsch ist, dass die nachkommenden Generationen kein Schamgefühl für ihren Körper mehr empfinden – und alles was damit verbunden ist. Sondern, dass sie sich so akzeptieren wie sie sind und stolz darauf sind. Wir sind überzeugt, dass Wissen diese (Selbst-)Sicherheit gibt – und somit ganz nebenbei Mythen auflöst und Periode und (weibliche) Sexualität enttabuisiert! In diesem Sinne: Let the period begin.

    Das Spiel OH WOMAN online bestellen

    Vom 24.8 bis 18.10.2020 lief zu OH WOMAN® eine Crowdfunding Kampagne auf startnext.de, die erfolgreich abgeschlossen ist. Ab dem 1.2.2021 ist das Spiel OH WOMAN® offiziell erwerbbar unter www.ohwoman.de. Mit jedem verkauften Spiel unterstützen sie den gemeinnützigen Verein Periodensystem, um Frauen und Menstruierende in Not mit Periodenprodukten zu versorgen.

     

    Bilder: Oh Woman

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    Die Diplom-Kauffrau mit jahrelanger Agentur- und Redaktions-Erfahrung ist Mama von 3 Söhnen und ein absoluter Sonnenschein. Ohne ihr blaues Fahrrad ist Saskia nie unterwegs und wahrscheinlich hat sie deshalb so gute Laune, weil sie die einzige von uns ist, die sich bei Wind und Wetter an der frischen Luft bewegt. Egal wie stressig und voll die Tage sind, Saskia schafft es nicht nur immer top auszusehen, sondern nebenbei auch noch uns allen Komplimente zu machen. Sie bereichert mit ihrem Spirit das Unternehmen und ist für unsere Redaktion zuständig und wer Aufmunterung braucht, der ist bei ihr genau an der richtigen Adresse.

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