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    So trainierst du deine mentale Stärke
    5 Übungen von Coach und Gedächtnistrainerin Lena Wittneben

    Wie oft hast du dich in den vergangenen Wochen und Monaten schwach gefühlt? – Sofern du jetzt “gar nicht” antwortest, herzlichen Glückwunsch! Wir leben in einer weltweiten Pandemie und die meisten von uns sind derzeit großen Einschränkungen, Sorgen und Belastungen ausgesetzt. Sich ab und an schwach zu fühlen, ist also völlig berechtigt und menschlich. Und trotzdem kann das Gefühl so stark werden, dass es uns sehr beeinträchtigt und wir auch nicht länger damit umgehen wollen. Aber es gibt gute Nachrichten: Wir können etwas dagegen tun, uns helfen und vor allem mental stärken.


    „Wenn wir uns unserer eigentlichen Motivation bewusst sind, können wir unsere Willenskraft wie einen Muskel trainieren.“ Autorin, systemischer Coach und Gedächtnistrainerin Lena Wittneben gibt 5 wichtige Tipps, wie wir unsere mentale Stärke trainieren können, um unser Wirken und Handeln in eine positive Richtung zu lenken. Was sind die wichtigsten Motivationsstrategien und warum sollten wir uns viel öfter nach dem WARUM und WOZU fragen?!  

    Wir freuen uns, dass wir Lena Wittneben als Speakerin für unser 4. FÜR SIE College powered by SOCIAL MOMS zum Thema MeNTAL CARE am 28. Januar 2021 gewonnen haben – sichere dir gleich dein kostenloses Ticket! On top kannst du 4 Wochen die Onlinekurse von YogaEasy testen!

    Was ist mentale Stärke?

    Als mental stark würde ich jemanden bezeichnen, der sich seiner Selbstwirksamkeit bewusst ist und seine Gedanken, Vorstellungskraft und daraus resultierenden Handlungen positiv zum eigenen Wohl einzusetzen und zu lenken vermag. Kurz gesagt: Nutze und vertraue der Kraft deiner Gedanken und Vorstellung.

    Was möchte ich erreichen? – Voraussetzung ist, sich über seine Motivation im Klaren zu sein

    Was etwas 'im Leben erreichen' bedeutet, definiert jeder für sich selbst – und das ist auch gut so. Wichtig ist, sich vorab ganz ehrlich im stillen Kämmerlein und in innerer Klausur zu fragen, WOZU ich denn z.B. 10 Kilo abnehmen möchte oder die nächst höhere Position in meiner Firma erreichen will. 

    Solange wir nicht die wirkliche Motivation hinter unseren Vorsätzen hinterfragen, bleibt jedes Ziel ein Fähnlein im Wind. Ist es ein tiefer Wunsch nach einer neuen Partnerschaft, der mit der Vorstellung verbunden ist, nur als fitter und schlanker Mensch auf dem Single-Markt attraktiv zu scheinen? Dann wäre der Gang ins Fitnessstudio mit Personal-Training und Gewichtsreduktion vermutlich wenig zielführend.

    „Wenn wir uns unserer eigentlichen Motivation bewusst sind, können wir unsere Willenskraft wie einen Muskel trainieren."

    Dabei hilft es uns, die eigenen Auslösereize zu erkennen und die sogenannte Komfortzone zu verlassen. Strategien für schwache Momente zu entwerfen, Etappensiege zu belohnen und unsere Ziele 'smart' zu planen, also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und zeitlich terminiert. 

    Wie können wir lernen, uns besser zu fokussieren oder Willenskraft zu entwickeln?

    Unsere Willenskraft können wir ALLE mit einem starken 'WOZU' wie einen Muskel trainieren. Wichtig ist meines Erachtens, einen festen Plan zu haben, der greift, wenn wir zwischendurch die Kraft, Lust und den Mut verlieren. 

    Was können wir bewusst tun, wenn die Verlockungen zu groß werden und garstige Schweinehunde im Rudel auftauchen?

    Erfolgversprechend ist die Wenn-Dann-Strategie

    Anstelle von Ausreden legen wir uns von Anfang an schriftlich einen Plan B zurecht und fixieren diesen gut lesbar an einem prominenten Ort in der Wohnung oder im Büro. Wenn nach Feierabend das Sofa eine geradezu magnetische Ausstrahlung auf uns hat, lesen wir uns laut unsere Motivationsstrategie vor: „Wenn ich zu lustlos bin, um zum Sport zu gehen, drehe ich meinen Lieblingssong auf volle Lautstärke und gehe aus dem Haus zum Training". Oder: „Sobald ich Heißhunger auf Chips und Schokolade bekomme, schaue ich mir meine alten Fotos mit meiner Wunschfigur an, stelle mir alle Vorteile von meinem gesunden und schlanken Körper vor und trinke ein großes Glas Wasser." 

    Vorbilder und Verbündete suchen

    Ein weiterer Erfolgsgarant und Beschützer der guten Vorsätze: Vorbilder und Verbündete suchen. Wer sich am Vorabend verbindlich zur Laufrunde am Samstagvormittag verabredet, ist dazu angehalten, zu seinem Wort zu stehen. 

    Und der vermeintlich banalste Tipp: Sofort loslegen

    Der Anreiz der kurzen Dauer wirkt und sobald wir im Tun sind, hören wir erfahrungsgemäß ohnehin nicht auf .

    Kann es auch ein Zuviel an Willenskraft geben?

    Persönlich glaube ich an Erfolg und Balance OHNE SelbstoptimierungsWAHN – das ist mein persönliches Credo auch in meinen Coachings, Workshops und Vorträgen. 

    „Bigger, better, faster, more“-Attitüden gilt es nicht zu bewerten: Disziplin, Verbesserungen, Vereinfachen, Zeitersparnis und hochgesteckte Ziele sind bewundernswert und bringen uns in die Aktivität. Nur häufig reichen im Alltag bereits kleine Kurskorrekturen, um fernab des Wahns zur Selbstoptimierung mehr Ausgeglichenheit und persönlichen Erfolg zu genießen. Die vermeintlich banalen Impulse beinhalten oft das größte Potenzial für mehr Wohlbefinden. Ich glaube nicht, dass wir alles tracken müssen…

    Lenas 5 ultimative Tipps, für mehr mentale Stärke

    1. Einplanen von regelmäßigen Ruhezeiten, Pausen und 'Dingen', die mir gut tun, Freude bereiten und Kraft schenken. 
    2. Gut für mich sorgen: ausreichend schlafen, Wasser trinken und mich gut ernähren, bewegen, an der frischen Luft sein, Neues lernen, Routinen durchbrechen, Monofokus. 
    3. Täglich beispielsweise drei Dinge notieren, die mir gut gelungen sind – das muss nicht zwingend eine Meisterleistung im Job oder ein Mammutprojekt sein. Haben wir zum Beispiel voller Stolz unser erstes eigenes Brot gebacken ist das ein voller Erfolg!
    4. Mich mit positiven Menschen umgeben, anstatt mir von Jammerlappen und Opferlämmern die Energie rauben zu lassen.
    5. Dankbarkeit für das eigene Leben und das wir hier in Frieden, Freiheit und viele von uns in 'Fülle' leben können. Ein Luxus, der nur wenigen Menschen auf unserem Planeten gegeben ist.

    Foto: Mike Schäfer

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