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    Finde dein persönliches Glück
    Tipps und Tricks für deinen eigenen Weg, glücklich zu sein von den Glücksautorinnen Anja und Charly

    Glück ist nicht käuflich, aber: Jeder ist seines eigen Glückes Schmied. Dies verspricht uns eine Redewendung an der, wie so oft, viel Wahres dran ist. Denn ja, wir haben unser Glück selbst in der Hand. Es ist nicht abhängig von Materiellem, Status oder Wohlstand, sondern schlicht und einfach Einstellungssache. Anja Saskia Beyer und Charly von Feyerabend haben gerade das Buch „Frau im Glück“ veröffentlicht  und fassen für uns ein paar Gedanken daraus zusammen. Sie erzählen uns, wie das so ist mit dem Weg zum Glück und wie auch du ihn einschlagen kannst. 

    Was ist das überhaupt, dieses Glück, das wir uns alle wünschen? 

    Es gibt nicht die eine Glückspraktik, die auf alle Menschen anzuwenden ist und sie mit einem Honigkuchenpferdgrinsen bestückt. So verschieden wie wir Menschen sind, so verschieden sind die Wege, die wir einschlagen können. Auf der Suche nach dem eigenen Glück ist einer davon, sich direkt mit der Glücksforschung auseinanderzusetzen. 

    Die Glücksforschung, die sich aus Wissenschaften der Bereiche (Positive) Psychologie, Philosophie, Medizin, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und anderer Disziplinen zusammensetzt, lässt das Zufallsglück außen vor und konzentriert sich auf das Lebensglück. 

    Was ist Glück?

    Der Soziologe Gerhard Schulze definiert Glück 1 als ein Freisein von Leid und Mangel und sagt, dass darauf das eigentliche Glück 2, definiert als ein schönes Leben, aufbaut. Dass wir ausreichend Geld haben sollten, um unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen, ist eine der Voraussetzungen für Glück. Daneben bilden Freundschaft, Beziehung, Kinder, ein zum gewissen Teil erfüllender Beruf und Gesundheit weitere Pfeiler.

    Es hat nicht nur etwas mit Genen zu tun, ob man glücklich sein kann oder nicht, jeder Mensch kann tatsächlich etwas an seinem Glücksempfinden ändern und das bis ins hohe Alter.

    Es ist kein Automatismus, dass man dann glücklich wird, wenn alle negativen Faktoren um einen herum ausgeschaltet werden. Man kann auch glücklich sein, wenn das Leben nicht zu 100 Prozent in Balance ist. Denn es ist quasi deine Sicht der Dinge, wie du Ereignisse und Umstände bewertest, was glücklich oder unglücklich macht. Man kann glücklich als Müllmann sein oder als Chef einer Firma. Mit goldenem Löffel im Mund oder einem Gemeinschaftsplumpsklo. Mit Kindern oder auch ohne. Die Glücksforschung bezeichnet das als »subjektives Wohlbefinden«, nur du selbst kannst beurteilen, was dich glücklich macht.*

    Studien zeigen, dass vor allem unsere Freundschaften und familiären Bindungen maßgeblich daran beteiligt sind, wie glücklich wir uns fühlen. 

    „Reich und einsam verliert gegen arm und geborgen."

    Sind die Erkenntnisse jetzt so neu? Eigentlich nicht, oder? Wir alle wissen eigentlich, dass man mit Geld nicht reden kann (lassen wir Dagobert Duck mal außen vor) und wir soziale Wesen sind, die in sich eine Ladung voller Emotionen, Wünsche und Talente tragen. Nur machen wir uns das auch so bewusst? Halten wir mal inne und denken darüber nach, wie unser Weg gerade so verläuft? Oft nicht!

    Phasenweise geht es nicht anders, da muss man einfach nur funktionieren, vor allem wenn man Beruf, Familie, Freizeit und Freunde unter einen Hut bringen will. Da ist Frau manchmal mehr Roboter denn Mensch. Aber es muss möglich sein, sich in dem ach so stressigen Alltag auch Zeit-Inseln freizubuddeln, die man dann zum Nachdenken und Träumen nutzen kann. Auch die Gedanken brauchen Zeit, sich zu entfalten und Auslauf zum Spielen. 

    Ein Kind als Glücksgarant für dein Leben? Ob das mal nicht in die Hose geht.

    »Na klar macht ein Kind glücklich«, sagt eine frischgebackene Mutter. »Wenn sie lächeln, sind sie so süß, und es geht einem das Herz auf, also dieses Gefühl, das dich da überflutet, ist unbeschreiblich.« Ihre Stimme bekommt einen ganz warmen Ton. »Es macht mir auch nichts aus, dass er jede Stunde nachts wach wird und trinken will, ehrlich, das ist ja nur eine begrenzte Zeit.«

    Also haltet euch das öfter vor Augen, wenn ihr Mütter seid. Wie schnell die Kleinen aus den Windeln wachsen, wie schnell sie dann den Führerschein machen wollen und schwups, wie schnell sie uns nur noch zu Ostern und Weihnachten besuchen (wenn es schlecht läuft). 

     

    »Um Gottes willen«, sagt eine Dreifachmutter gestresst. Im Hintergrund kreischt es. »Das Gekreische soll glücklich machen? Ich hab seit vier Jahren nicht mehr durchgeschlafen, meine Falten sind so tief wie der Grand Canyon und mein Bauch ist so ausgeleiert wie meine alte Hängematte. Weil wir uns keinen Babysitter leisten können, waren wir, lass mal überlegen, seit meine Mutter vor einem Jahr da war, nicht mehr zusammen aus. Und sie macht das nie wieder, hat sie gesagt, ist ihr zu stressig. Ihr wolltet doch Kinder, meinte sie. Und dann dieser Kampf ums Gedaddel den ganzen Tag und das Genöle von diesem Pubertier, das frisst uns die Haare vom Kopf … und Sex? Was ist das?«

    Ich unterbreche vorsichtig. »Äh, aber warum wolltest du denn dann gleich drei Kinder?«

    Sie hält inne, Stille am Ende der Leitung. Dann lacht sie. »Du hast recht. Das ist wie mit den Hunden.«

    »Mit den Hunden?«

    Sie hat vor zwei Jahren einen Straßenköter-Mischling aus Portugal mitgebracht, der nur drei Beine hat.

    »Na ja, Gassi gehen im Schüttregen nervt, und von außen betrachtet ist es ja wirklich eklig, jeden Tag dreimal Kacke aufzuheben. Dann nie wieder fliegen können, angebunden sein … Aber sie geben dir einfach doch so viel. Und Kinder eben noch viel mehr.«

     

    Beruhigt bestätige ich das. Geht mir ja genauso. Und ich mag es, wenn Mütter auch zugeben, wenn es mal nervt. Die Erkenntnis, dass alles so schnell vorbei sei und man die Zeit viel mehr genießen müsse ist hilfreich. 

    Aber mal ehrlich, es gibt viele Mütter, die insgeheim am Ende sind, gerade in der anstrengenden Anfangszeit oder in der Trotzphase oder der Pubertät, aber nach außen so tun, als sei ihr Kind das Traumkind aus Bullerbü, das durchschläft, nett lächelt, schon mit zwei Jahren lesen kann oder hochintelligent ist und eigentlich schon übermorgen das Abi machen könnte. Manche sind das vielleicht auch, aber zu deiner Beruhigung, falls du Mutter bist – das sind die wenigsten. 

    »Entweder du hast Glück oder Pech«, hat mal jemand zu einer Freundin gesagt, die ein Schreibaby hatte. Manche Dinge muss man einfach akzeptieren, sich durchaus Hilfe holen, aber nicht immer die Fehler bei sich suchen. Das tun wir Frauen ja gerne, aber damit ist jetzt Schluss. Und wenn wir uns das bewusst machen (zur Not auf Zettel schreiben und die überall hinpinnen), dann wäre das schon mal ein großer Punkt, um als Mutter glücklicher zu sein.


    Eins ist also sicher: Das gewünschteste Wunschkind treibt dich ebenfalls in den Wahnsinn. Aber das darf es auch. Schließlich ist es ein kleiner Mensch, ein eigener Charakter, und das ist ja gerade so spannend. 

    Die Dreifachmutter bestätigt, dass jedes ihrer Kinder von Tag eins an so ganz anders war und ist, und am liebsten würde sie noch fünf dazu bekommen, um zu sehen, was da alles aus ihr herauskommt. Diese wunderbaren Mischungen sind doch einfach faszinierend.

     

    Die Vorteile, kinderlos zu sein und wie man sein eigenes, das sogenannte Innere Kind pflegen kann hat ebenso Vorteile. Auch hier gilt: Es gibt keinen ultimativen Rat, der auf alle Frauen zutrifft, aber es gibt Ideen und Gedankengänge, die aus eingefahrenen Bahnen heraushelfen können oder den Blick weiten!

    Lagom – Lasst uns bei den Skandinaviern ein bisschen abschauen

    In Schweden sprießen zum Begriff “Lagom” die Ratgeberbücher aus den Bücherregalen wie Unkraut. „Lagom“ – bedeutet „genau richtig“ und kann sich auf alles beziehen, ob Wetter, das Essen oder die Freizeitbeschäftigung oder eben auch die Familie. Das läuft bei den Skandinaviern ziemlich lagom, da diese eine bewundernswerte Lebenseinstellung haben: Sie gehen arbeiten, um Freizeit zu haben und definieren sich nicht über den Beruf. Familie und Freizeit sind wichtige Werte, die von allen respektiert werden. 

    Hier kann auch der Normalangestellte sagen, dass er mittags nicht zum Meeting kann, da der Sohn ein wichtiges Fußballspiel hat und bekommt nicht die Kündigung, sondern den Wunsch „viel Erfolg“. Hier schaut Deutschland etwas traurig aus der Wäsche oder anders gesagt, hier ist noch viel Luft nach oben. Anfangen kann aber jeder Einzelne, indem er seinen Berufsalltag danach abklopft, ob er auf Überflüssiges verzichten kann oder ein paar Stunden weniger arbeitet – es ist wichtig, Freiräume zu schaffen. Für sich selbst, für die Familie und für die Kinder. Andere Länder schaffen das auch! 

    Ein paar Glückstipps aus dem ganz persönlichen Leben der Autorinnen – wenn auch nicht alle auf jede/n übertragbar sind:

    Charly hat festgestellt, dass sie wirklich Bewegung braucht. Durch eine Challenge angestoßen konnte sie sich nicht länger hinter ihren drei Kindern ducken und weiterhin „keine Zeit, keine Zeit“ meckern, sondern schaffte es dank Youtube-Videos eine 30-Tage-Yoga-Challenge anzufangen. Seitdem versucht sie tatsächlich regelmäßig Bewegung an der frischen Luft einzuplanen. Und wie sie durch das Buch gelernt hat, ist Bewegung ein wesentlicher Bestandteil für das persönliche Glücksgefühl! Keine super Neuigkeit? Nein, ist es nicht, aber im Buch wird festgehalten, was der Grund ist und es gibt Tipps, wie man seinen inneren Schweinehund überlisten kann. 

    Besonders interessant fand sie die Beschäftigung mit dem Thema Glücksforschung und dem „Nein-Sagen“. Ob sie jetzt glücklicher durch das Leben streicht? Ja! Ihr Bewusstsein hat sich definitiv geändert!

    Anja hat nach der Rumpel-Challenge endlich ihren Kleiderschrank aufgeräumt und sich prompt leichter und zufrieden mit sich selbst gefühlt. Außerdem fand sie es toll, dass sich durch das Ausfüllen eines Glücks-Tagebuches wirklich langfristig mehr Zufriedenheit einstellen kann. Und das, in dem man abends einfach drei Fragen bei einer Tasse Tee beantwortet. Positive Gedanken werden verstärkt und sie hat am eigenen Leib erfahren, wie sehr man Herrin über seine Gedanken sein kann. 

    Das Serotonin des Lebens

    Abschließend wollen wir Platz machen für ein Gen, dass das Hormon Serotonin in die Zellen leitet. Es heißt SLC6A4 und existiert in einer Kurzform und in einer Langform. Diejenigen Menschen, die die Langform haben, bekommen mehr Serotonin ab und sind dadurch glücklicher. Aber das beeinflusst nur zu 50 % unser Glücklichsein, 10 % sollen die Lebensumstände ausmachen, und es sind tatsächlich 40 %, die wir selbst lenken können.«**

    Das heißt: Jeder ist tatsächlich seines Glückes Schmied. Und wenn man sein Glück trainieren will, empfehlen wir aus eigener praktischen Anwendung ein Glückstagebuch. Es ist zumindest ein möglicher Weg. Be happy!

    Quellen:

    * https://www.evidero.de/was-ist-glueck 

    ** https://www.glueck-lebenskunst.de/was-ist-glueck/articles/sonja-lyubomirsky.html 

    Foto: Heike Albrecht

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    Die Diplom-Kauffrau mit jahrelanger Agentur- und Redaktions-Erfahrung ist Mama von 3 Söhnen und ein absoluter Sonnenschein. Ohne ihr blaues Fahrrad ist Saskia nie unterwegs und wahrscheinlich hat sie deshalb so gute Laune, weil sie die einzige von uns ist, die sich bei Wind und Wetter an der frischen Luft bewegt. Egal wie stressig und voll die Tage sind, Saskia schafft es nicht nur immer top auszusehen, sondern nebenbei auch noch uns allen Komplimente zu machen. Sie bereichert mit ihrem Spirit das Unternehmen und ist für unsere Redaktion zuständig und wer Aufmunterung braucht, der ist bei ihr genau an der richtigen Adresse.

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