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    Sag mal, wie geht’s eigentlich DIR?
    Eine Übung nur für dich. Für dein seelisches Gleichgewicht und dein Wohlbefinden

    Ein Tunnel voller Unsicherheiten und Ängste. Für unsere Kinder und unsere Eltern wollen wir jetzt stark sein. Aber vergiss dabei eines nicht: Dein eigenes Wohlbefinden und seelische Gleichgewicht. Nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du dich auch um andere kümmern. SOCIAL MOMS Achtsamkeitscoach Josephine Belke schenkt dir eine Übung für deine Emotionale Selbststeuerung, damit die Kapitänin auch wirklich bis zuletzt auf dem Schiff bleiben kann. 

     

    Das, was wir gerade erleben, gab es so noch nicht. Und wie in vielen anderen, herausfordernden Situationen im Leben, ist es wichtig, dass du auch gut für dich selbst sorgst. Überall gibt es Tipps zu lesen, wie wir unseren Kindern ruhig und bedacht erklären sollen, worum es gerade geht. Dann gibt es arbeitsrechtliche Tipps zum Thema Homeoffice und Schulschließung, Expertenpodcasts und so ziemlich überall live Newsticker

     

    Wenn an dich als Mütter nun gerade verschiedenste Appelle kommen, wie Ruhe bewahren, für die Kinder da sein, für die Großeltern da sein, ist es enorm wichtig, dass du in erster Linie auch für dich selbst da bist. Genauso wie es im Flugzeug immer heißt: „Nehmen Sie sich zuerst die Sauerstoffmaske, bevor Sie anderen helfen“. Das sollte in den kommenden Wochen, deine Leitplanke sein.

    Die 4-Minuten-Therapie

    • Nimm dir einen ungestörten Moment (die muss es auch in den nächsten Wochen geben, gerade in den nächsten Wochen!) Und ich meine wirklich ungestört. Sorge dafür, dass du allein bist, das Handy aus ist und niemand kommt und fragt, ob du einen Kakao machen kannst, wo der Lieblingsdino abgeblieben ist oder wie du die Kinderbetreuung in den nächsten Wochen regeln willst. Das alles kannst du später beantworten.
    •  Stelle einen Wecker oder dein Handy (das im Flugmodus sein sollte!) auf 4 Minuten. Setze oder lege dich hin. Bequem und gleichzeitig so, dass dein Atem mühelos fließen kann. Nun lege deine Hände auf dein Herz und atme ruhig und gleichmäßig in dein Herz. Wenn es dir angenehm ist, schließe dabei die Augen. Fokussiere dich auf den Atem und auf den Herzschlag. Nimm beides bewusst wahr. Du brauchst nichts zu verändern. 

    Es gibt nichts zu tun, nur wahrnehmen. 
    Und dann wiederhole innerlich die Worte: ICH BIN 

    Einatmen 
    „ICH BIN" 

    Ausatmen

    Einatmen 

    „ICH BIN“ 

    Ausatmen

    Wenn die Zeit um ist, finde eine kleine Geste, um dich bei dir selbst zu bedanken.

    • Diese Übung mag klein wirken, wenn du sie dir hier durchliest, aber sie hat eine sehr kraftvolle Wirkung. Sie verbindet dich tief mit dir selbst, zentriert dich und bringt dir Fokus und Ruhe. Ich möchte sie dir besonders jetzt als tägliche Routine für morgens und abends ans Herz legen. Du kannst sie zusätzlich auch zwischendurch am Tag, auch nur für eine Minute machen, wenn du merkst, dass dich die neuen Nachrichten zum Corona-Virus beunruhigen.

     

    Wie wir vermutlich alle, verfolge ich diese Entwicklungen als arbeitende Mutter auch ganz genau. Ich wohne in einem recht gelassenen Stadtteil Berlins, bevor man sich hier aus der Ruhe bringen lässt, muss schon ganz schön was los sein. Bislang blieben die ganz großen Hamsterkäufe aus. Am letzten Samstag war es dann aber soweit: Bei den Drogeriemärkten sind die Toilettenpapier- und Nudelregale leer. Ich war vorher mit einer Freundin verabredet und wir schauten minütlich auf die Handys, um zu sehen, wie die Entscheidung zum Thema Schulschließung in Berlin ausfallen würde. Der Leiter der Kampf- und Bewegungskunst, zu der ich gehe, fragte zunächst per Mail in die Runde, was unsere Meinung sei. Weitermachen oder pausieren? Er entschied dann am Abend, dass wir pausieren werden. Ein Nachbarskind hatte eine Geburtstagsfeier in einem Zirkus geplant, zunächst sagten die Veranstalter ab, dann sagte die Mutter den ganzen Kindergeburtstag ab. „Es sind gerade zu viele Unsicherheiten.“ Ja, das trifft es sehr genau.  

    Hey, wie geht es mir eigentlich gerade? 

    Abends checkte ich noch mehrmals mein Handy und dann dachte ich plötzlich: „Hey, wie geht’s eigentlich mir?“ Ich merkte, wie ich mich tagsüber – zum ersten Mal in den letzten Wochen – von der Angst habe anstecken lassen. 

    Und was ich euch gern ans Herz legen möchte: 

    Achtsamkeit bedeutet nicht als schwebende Buddha-Figur durchs Leben zu fliegen mit einem Dauergrinsen im Gesicht und alle Gefühle zu ignorieren. Achtsamkeit bedeutet Gefühle wahrzunehmen, zuzulassen und sie an ihren Platz zu bringen (du bist meine Angst, ich sehe dich, aber ich lasse mich nicht von dir überwältigen und davontragen). Um das zu üben, hilft dir die obige Anregung. Der Geist braucht Übung. So wie ein Muskel, den wir beim Sport trainieren, so ist es wichtig, unseren Geist zu trainieren. In der Psychologie nennt man das Emotionale Selbststeuerung. Ich bin mir meiner Gefühle bewusst und kann sie steuern. 

     

    Frage dich mehrmals am Tag, wie geht es mir eigentlich gerade? Und wenn du mit jemandem redest, dann gib deine Verunsicherung oder deine Angst zu. Sage mal zu jemandem den Satz: „Ich bin unsicher“. Wann trauen wir uns schon, das mal laut auszusprechen? Für die Seele ist es wichtig in so aufwühlenden Zeiten das Signal zu bekommen: ich stehe zu dem, was ich fühle und dadurch werde ich vielleicht mehr zur Superheldin als ständig den Eindruck zu vermitteln ich habe alles im Griff und habe auch noch für alle die richtigen Worte. Ich bin ja Mutter, das muss ich ja alles wissen. Nein, du musst nur eins: dir selbst treu bleiben und zu deinen Gefühlen stehen. Das hält dich mental gesund. Das verbindet dich mit dir und mit anderen und so bist du gleichzeitig das beste Vorbild für deine Kinder, das man sich vorstellen kann. Pass gut auf dich auf! Josephine

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