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    Atme dich frei!
    Übung – Diese Geh-Meditation von Luisa Hanke rückt deinen Fokus wieder richtig

    Luisa Hanke ist Gründerin vom Vereinbarkeits-LAB, alleinerziehende Mama und systemischer Personal und Business Coach. In den vergangenen sechs Jahren hat sie im Studium und Beruf erfahren, dass Vereinbarkeit auf erfüllende Art und Weise möglich ist: Wenn wir uns klare Ziele stecken, unsere Ressourcen aktivieren und uns selbstbewusst für unsere eigenen Werte und Bedürfnisse stark machen. Ein familienfreundliches Umfeld, vor allem aber ein familienfreundlicher Arbeitgeber sind dafür eine wichtige Voraussetzung. Deswegen unterstütze ich mit der Plattform Vereinbarkeits-LAB berufstätige Eltern und Unternehmen mit Coachings, Trainings und Beratungen darin, Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz individuell zu leben. Für SOCIAL MOMS hat sie diese Übung zusammengestellt, die uns gerade in einer sehr trubeligen Zeit, den Weg weist.

    Familie und Beruf: Wir wollen alles, aber zu welchem Preis?

    In unserem Leben – in der Unbewusstheit und Schnelligkeit des Alltags – verlieren wir uns häufig selbst. Irgendwann ist er da, der Tag, an dem wir das Gefühl haben, nichts und niemandem mehr gerecht zu werden: nicht unserer Familie, nicht unserem Job und schon gar nicht uns selbst. Vor allem Mütter leiden besonders häufig unter der Doppelbelastung von Familie und Beruf. Wir tragen besonders viel von der emotionalen, mentalen und alltäglichen Arbeitslast. Wir meinen häufig alleinig an alles denken, es organisieren, erledigen oder delegieren zu müssen und sorgen uns dabei um das Wohlergehen aller – häufig jedoch nicht um unser eigenes. Wir versuchen in unserem Alltag, so viele To Dos wie möglich abzuhaken, so viel wie möglich immer selbst zu erledigen und sind permanent dabei, noch weiter Dinge zu tun, auch wenn wir schon total erschöpft sind. 

    „Wenn wir immer im Außen analysieren, was andere brauchen, können wir nicht nach innen schauen. So kommt es häufig dazu, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse übersehen und uns irgendwann leer und ausgebrannt fühlen."

    Wie also bringen wir mehr Ausgleich, mehr Gelassenheit, mehr Raum für uns selbst in unseren Alltag?

    Es braucht einen neuen Fokus, nach dem wir unser Leben ausrichten: mehr Bewusstsein für uns selbst. Erlauben wir uns also mehr im Moment zu sein, auf uns selbst, unsere Bedürfnissen und Gefühle zu achten. Je mehr Bewusstsein wir über uns selbst, über unsere alltäglichen Energiefresser und Energiequellen entwickeln, desto fürsorglicher können wir mit uns selbst umgehen und umso mehr Balance können wir in unser Leben bringen.

    Ich möchte dich darin unterstützen, mehr Ausgleich, mehr Ich-Sein zu finden und teile meine liebsten alltäglichen Praktiken, die mir helfen, einen achtsameren, selbstbestimmteren und erfüllenderen Alltag zu leben. Übe dich darin, immer wieder ganz bewusst im Moment anzukommen.

    MACH DICH AUF DEN WEG

    Die Geh-Meditation

    Unser Bewusstsein begleitet uns überallhin. Wir können jederzeit und überall die Entscheidung treffen, uns selbst und unser Umfeld achtsam wahrzunehmen. Warum wir das tun sollten? Weil es entspannt, unser Nervensystem entlastet und uns von emotionaler und mentaler Last befreit, in der wir manchmal festzustecken scheinen. Wir können unser Bewusstsein mit verschiedenen Ritualen trainieren: Immer ist es aber unser Atem, der uns im Hier und Jetzt verankert, der uns Entspannung und gleichzeitig neue Energie schenkt.

    Ich habe eine aktive Geh-Meditation in meinen Alltag – in alle meine Wege – eingebaut, um zu entspannen, meine Gedanken zu beruhigen und neue Kraft zu tanken. Laufen ist eine ideale Aktivität, um angesammelten Stress loszulassen, Wohlfühlhormone zu aktivieren und uns von einem Lebensbereich, zum Beispiel dem Familienleben am Morgen, auf einen anderen Lebensbereich, beispielsweise unsere Arbeit, einzustimmen. Unsere alltäglichen Wege bieten uns die ideale Möglichkeit, ganz bei uns selbst anzukommen und einen bestärkenden Ich-Moment zu genießen. 

    • Wir können uns einen leichten Einstieg in die aktive Geh-Meditation bereiten, indem wir anfangs, jedes Mal wenn wir draußen unterwegs sind, einfach ganz bewusst drei tiefe Atemzüge nehmen. Diesen Moment können wir immer weiter ausdehnen, indem wir immer länger bewusst und tief in unseren Bauchraum ein- und ausatmen. Indem wir unser Bewusstsein auf unseren Atem lenken, wie er sanft durch unsere Nase ein- und ausströmt und unseren Bauchraum füllt, kommen wir immer mehr ganz bei uns selbst, im Hier und Jetzt an. Auch in größten Stresssituationen helfen mir bereits zehn Minuten, in denen ich um den Block laufe und entspanne, mit neuem Fokus und mehr Gelassenheit meinen Alltag zu meistern.
    • Vor allem wenn wir emotionale oder mentale Last mit uns herumtragen, hilft es, wenn wir uns beim Gehen auf das fokussieren, was um uns herum ist, und unsere Sinne aktivieren: Was können wir sehen, hören, riechen, schmecken und was spüren wir? Wir können mit allen Sinnen genießen, ganz bewusst wahrnehmen und unseren Gedanken eine Auszeit gönnen.

    Fang heute damit an!

    Eine Geh-Meditation muss nicht komplett sein. Manchmal achten wir nur auf einen unserer Sinne. Manchmal nehmen wir nur ein paar tiefe Atemzüge. 

    Indem wir loslaufen, in Bewegung sind, können sich Blockaden leichter lösen und indem wir uns für einen kurzen Moment von unseren Gedanken entkoppeln, verlieren sie ihre emotionale Wirkkraft über uns: Wo gerade noch Ärger, Stress und Frust waren, können wieder Ruhe und Fokus einkehren.

    Achtsame Momente sind sehr kraftvoll und heilsam: Indem wir einfach nur wahrnehmen, was ist, hören wir auf, alles und jeden zu bewerten – inklusive uns selbst. Wir verlassen unser Gedankenkarussell für eine kurze Weile und bieten unserem gesamten System eine wohltuende Auszeit.

    Photo by Tim Goedhart on Unsplash

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