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    Mari Kondo im Badezimmer
    So schaffst du dir mehr Zeit und Platz für eine kleine tägliche Beauty-Routine

    Im Beauty-Alltag von uns Mamas, sofern er überhaupt existiert, kommt es vor allem auf eines an: Zeit. Zeit, die wir entweder nicht haben oder die wir im Badezimmer sparen wollen. Deshalb muss eine Beauty-Routine her, die perfekt in unser Leben passt. In unser Leben während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder in den ersten Jahren mit kleinen Kindern. SOCIAL MOMS BEAUTY-Expertin Daniela Mellis ist Mama von vier Söhnen und hat diese Phasen alle durchgemacht, mehrmals. Deshalb weiß sie genau, was sie Müttern empfehlen kann. 

    Als ich mir das erste Mal zu meinen Beauty-Themen hier bei SOCIAL MOMS Gedanken gemacht habe, war meine erste Überlegung: „Was hat mir damals geholfen?" Und sind Beauty-Tipps in einer aufregenden Zeit wie Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Kind überhaupt nützlich? Oder ist das alles völlig oberflächlich und total unwichtig für frischgebackene Mamas?“

    Mir fiel direkt ein Interview mit Make-up-Queen Bobbi Brown aus einem ihrer Bücher ein, das mich damals – in meiner allerersten Schwangerschaft – so beeindruckt hat, dass es immer noch in meinem Kopf ist. Der Inhalt ist heute, im Zeitalter von Less is more und Mari Kondo, relevanter als je zuvor. Damals, das ist bei mir nun schon 20 Jahre her (meine vier Jungs sind 20, 18, 8 und 6 Jahre alt) und das Bobbi-Brown-Make-up-Buch ist natürlich inzwischen – Mari Kondo sei Dank – längst aussortiert. Insofern kann ich es hier nicht wörtlich, sondern nur inhaltlich wiedergeben. Auf die Frage, was sie, Bobbi Brown, damals frischgebackene Mutter ihres dritten Sohnes, allen Frauen in Sachen Make-up und Schwangerschaft mit auf den Weg geben möchte, sagte sie: „Konzentriere dich auf ein Feature in deinem Gesicht!“ 

    Habe nicht den Anspruch, das perfekte Make-up zu kreieren, was angesichts von Tagen mit Baby und der Tatsache, dass manchmal schon Duschen und Haarewaschen eine logistische Meisterleistung sind, kaum möglich ist. Sondern nur Teint ODER Augenbrauen ODER Lippen aufhübschen. Das hat für mich damals total Sinn gemacht und ist so praktikabel wie sinnvoll. Wer hat schon Zeit für Foundation und Puder und Blush und Wimperntusche und Brauenstift und Lipgloss, wenn es fürs eigene Wohlfühlen reicht, „nur“ einen Hauch Lippenstift aufzutragen!

    Das Konzentrieren aufs Wesentliche hört aber bei Lippenstift & Co nicht auf. Nichts entspannt so sehr wie im Badezimmer oder im Kosmetik-Täschchen nur die wichtigsten Utensilien zu haben. Warum sich durch zehn Lippenstifte wühlen, wenn man eh nur die eine Farbe trägt? Warum diverse Cremetiegel im Bad von rechts nach links schieben, wenn man sich ohnehin nur mit einer eincremt? Also, kurz einmal einen Mari Kondo-Gang einschalten, NICHT an das bereits ausgegebene Geld denken (die Fehlkäufe werden durch das Horten und Sammeln nicht besser und das Geld ist eh schon weg) und AUSMISTEN!

    WARUM? 

    Das Parfum, das du nicht trägst und riechen kannst, aber leider das Geschenk der besten Freundin war, wirst du auch in einem Jahr nicht benutzen. Sorry, ist so.

    Der Lippenstift, der in der Parfümerie so toll aussah, aber bei Tageslicht betrachtet doch nicht zu deinem Teint passt, ändert über Nacht nicht die Farbe, sprich, du wirst ihn ungefähr 120 Mal auftragen, wieder abwischen und dich auch 120 Mal über diesen Kauf ärgern.

    Die Creme-Mitbringsel aus dem letzten Urlaub, die du jetzt für den Notfall aufbewahrst, werden, wenn der Notfall eintritt und deine Lieblingspflege überraschenderweise an einem Sonntagmorgen leer ist, nicht zum Retter in der Not, sondern auch an jenem Sonntag für spannende Haut sorgen, weil sie nicht zum Hauttyp passen. Also, bitte, weg damit.

    Falls du meine bislang vorgetragenen Argumente mit „Ach, die ist aber verschwenderisch“ abtust, hier ein paar knallharte Fakten:

    Hygiene

    Alles, was wir so in unserem Kosmetiktäschchen aufbewahren, schmieren wir uns ins Gesicht. Besonders bei Augen und Lippen geht die Hygiene vor. Lidschatten, Mascara, Kajal – bei allen Augen-Make-up-Produkten ist Vorsicht geboten, denn mit den kleinsten Verschmutzungen im Produkt schminkst du dir leicht schmerzhafte Entzündungen ins Auge.

    Lebensdauer

    Ja, auch die Haltbarkeit von Kosmetik kann ablaufen. Deswegen gibt es ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Oder ein kleiner geöffneter Cremetiegel, dessen Zahl im Symbol zeigt, wie lange du die Kosmetik nach dem Öffnen verwenden kannst. Zum Beispiel bedeutet ein 12 M, dass die Produkte 12 Monate (nach Öffnen durch dich) bedenkenlos okay sind.  Wenn also der Lipgloss bereits seit Jahren ein Eigenleben in deiner Handtasche führt und du das Haltbarkeitsdatum nur noch erahnen kannst: entsorgen!

    Freude Teil 1

    Wie sagt Mari Kondo so schön: Alles, was keine Freude bereitet, muss weg. Und gerade Beauty-Produkte sollten Spaß machen. Also bitte, du hast hier die offizielle Erlaubnis, dich von allem zu trennen, was dir keine innerlichen Jubelschreie entlockt: der pinkfarbene Lippenstift, der grüne Nagellack, der klebrige Lippenbalsam, der nach Pfirsich duftende Badeschaum usw usw. Mit einer großen Mülltüte kannst du dich in 20 Minuten von allem trennen, was nicht mehr hygienisch einwandfrei ist, dessen Haltbarkeit fraglich ist oder was dir einfach keine Freude bereitet, und du deshalb bestimmt auch nicht mehr benutzt.

    Freude Teil 2

    Nach dieser kleinen (oder länger andauernden) Aufräumaktion wirst du dich von erleichtert bis euphorisch begeistert fühlen, vor allem, wenn du eine schön übersichtliche Anzahl an Tiegeln und Flaschen im Badezimmerschrank, der Dusche, am Badewannenrand und Waschbecken vorfindest und wenn das morgendliche Schminken mit deinem Lieblingslippenstift, der Mascara mit der perfekten Bürste und der Foundation mit dem richtigen Farbton so schnell geht, dass auf einmal noch Zeit für einen zweiten Kaffee bleibt. 

    Oder aber das ausgiebige Duschen, denn davor hatte ich, also eigentlich vor dem Nicht-Duschen mit neugeborenem Sohn, einen ordentlichen Respekt.

    Danke also an Bobbi Brown, die damals schon ein bisschen Marie Kondo in mein Mama-Leben gehaucht hat. Ihr Tipp, sich nur auf Lippen, Teint oder Augen zu konzentrieren, habe ich in der Tat befolgt. Damals wie heute.

    Photo by Diana Kadreva on Unsplash

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