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    Fang jetzt damit an!
    Nina Strassner aka Juramama verrät ihre TOP 3, um Finanzen, Karriere und Care Arbeit in der Schwangerschaft zu planen

    Wer ein Kind erwartet, sollte an mehr denken als den neuesten Kinderwagen, die schickste Kinderzimmereinrichtung oder die vollständige Erstausstattung. Es gibt viele Dinge, die darüber hinaus dazu gehören. Denn wenn dein Kind erst einmal da ist, ist es meist auch schon in den Brunnen gefallen. Besprich mit deinem Mann klar und deutlich, was euch höchstwahrscheinlich bald erwarten wird, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist: Finanzen, Care Arbeit, Trennung. Du weißt jetzt gar nicht so genau, was gemeint ist? Das macht nichts, denn wir haben uns einen Profi geholt: Nina Strassner ist Rechtsanwältin, Mutter und herrlich schlagfertig, wenn es um Elternthemen geht. Voilà!

    Wenn man Mutter wird, dann sollte man daran denken, einen Kinderwagen und Windeln bereitzuhalten. Außerdem sollte man regelmäßig zur Schwangerenvorsorge gehen, massenweise Folsäure essen, Dammmassageöl kaufen und Stilleinlagenrecherche machen. Wer vergisst, sein Kind im 3. Monat in der Kita anzumelden, kann es in vielen Städten in Deutschland sowieso vergessen, vor dem Schuleintritt irgendwas mit seinem Beruf anzufangen. Soweit ein bisschen Sarkasmus zu Beginn. Aber auf jeden Fall mit ein paar Körnchen Wahrheit, denn die Liste lässt sich beliebig erweitern. 

    Aber irgendwie geht neben all diesem Klimbim ein wichtiger Aspekt, zumindest wenn man das erste Mal Mutter wird, ganz schnell an einem vorbei: Die konkrete Planung, wie das eigentlich mit dem Beruf und dem Geldverdienen laufen soll. “Jaja”, sagst du jetzt. “Mein Partner und ich haben natürlich darüber gesprochen. Wir wollen uns das gleichberechtigt aufteilen.“ Wenn dieses Gespräch schon eine Weile her ist, dein erstes Kind jetzt vier ist und ein zweites vielleicht schon da, dann fragt ihn mal nach der Schuhgröße eures Kindes. Das ist mein persönlicher „Wir teilen uns das mit den Kindern gleichberechtigt auf”-Lieblingstest und 98 Prozent fallen mit Sicherheit durch. Nicht weil sie plötzlich ignorante Versprechensbrecher geworden sind, sondern weil sich „das mit den Kids und der Aufteilung“ irgendwie komisch und meistens unausgewogen einschleicht. Da wieder rauszukommen ist nicht leicht, denn manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. 

    Care Arbeit ist Elternsache!

    Fakt ist: Care Arbeit ist nicht bezahlt. Alles andere aber, was mit Kinderbetreuung, Organisation und Bespaßung zu tun hat, wird bezahlt. Es dürfen eben nur nicht die eigenen Kinder sein! Dazu kommt: Kinder sind ein echter Hemmschuh für den Beruf. Das heißt, vor lauter unbezahlter Kinderaufzucht kommt man nicht zur bezahlten Erwerbstätigkeit. 

    Deswegen möchte ich dir hier meine persönlichen TOP 3-Ratschläge mitteilen, von denen ich wünschte, ich hätte sie so ernst genommen wie Himbeerblätterdampfbad zum Schleimpfropflösen:

    • Die Liste

      Mache eine Liste über die finanziellen Folgen der Reduzierung deiner Berufstätigkeit. Nicht nur Kinderwagen kosten, auch „Nicht-oder-weniger-erwerbstätig-Sein“ muss man sich leisten können. Wenn man das schwarz auf weiß sieht, ist die Motivation höher, sich auf Regeln zu einigen, wie das eigentlich bezahlt werden soll. Denke daran: Es ist nicht nur deine Aufgabe und es sollte nicht nur dein Risiko sein. Du möchtest erstmal ganz aussteigen? Drei Jahre? Völlig ok – dann regle, dass dir 50 Prozent des Verdienstes deines Partners zustehen. Daraus finanzierst du den Alltag zur Hälfte und auch deine Altersvorsorge.

    • Der Vertrag

      Mache mit deinem Partner einen Vertrag. Ja, wirklich. Redet darüber, wie es laufen soll, wenn ihr nicht mehr zusammen sein möchtet. Wenn du acht Jahre in Teilzeit gearbeitet hast, wird es für dich ungleich schwerer wieder aufzustocken UND die Kinder zu betreuen. Einen Unterhaltsanspruch hast du als Unverheiratete gar nicht und als Verheiratete seit 2008 eigentlich auch nicht mehr. Geschweige denn einen finanziellen Puffer. Wie soll dieser Nachteil aufgefangen werden? Wer bleibt mit den Kindern in der Immobilie? Was ist mit Autos oder Mietverträgen? Es sind blöde Gespräche, ich weiß. Aber seien wir ehrlich: Es ist noch blöder, sie nicht zu führen. Nimm eine Erstberatung bei Anwält*innen in Anspruch. Das kostet nicht mehr als 200,- € und dann weißt du Bescheid.

    • Der Job

      Sprich. Mit. Deinem. Arbeitgeber. Bleib in gutem Kontakt während der Elternzeit und informiere dich sehr gut darüber, wie ein Elternzeit und ein Elternteilzeitantrag gestellt werden muss und wie DEIN Fahrplan aussieht. Halte dich an diesen Fahrplan. Rüttele nicht zu viel daran herum und denke nicht, dass es nur deine Aufgabe ist, dass er eingehalten werden kann. Nimm den Vater deiner Kinder in die Verantwortung.

    Wenn das alles läuft, ist es auch nicht so schlimm, wenn du die einzige bist, die die Schuhgrößen der Kinder kennt. Dafür kennt der Vater dann vielleicht die Nummer der Haftplichtversicherung auswendig und so schließe ich mit  Zusatztipp 4: Habt eine gute Haftplicht, die auch die Schandtaten eurer Kinder abdeckt, wenn sie unter sieben Jahre alt sind. 

    Ich muss jetzt nämlich los zu den Nachbarn und diese Sache mit dem Ball und dem Cabriodach regeln.

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