Melde dich für unseren Newsletter an.

Erhalte alle infos, Aktionen und Inhalte als Erste in dein Postfach!

    TOP

    Schwanger im Job
    Alles Wichtige rund um die Planung von Mutterschutz und Elterngeld

    Vielleicht bist du bereits schwanger oder steckst noch in deinen Überlegungen. Aber eines weißt du schon sicher: Als berufstätige Frau wirft der Gedanke an alle Formalitäten, Mutterschutz und Elterngeld immer noch viele Fragezeichen auf und macht dich nervös. Je mehr Informationen du darüber hast und je eher du weißt, wie du deine Elternzeit am besten planst, desto schneller kannst du dich wieder auf die schönen Dinge des Kinderkriegens konzentrieren.

     

    Wenn du mitten im Berufsleben stehst, solltest du dich bei der Planung deiner Schwangerschaft auch gleichzeitig über die gesetzlichen Regelungen zur Mutterschutzfrist und dem damit verbundenen Mutterschaftsgeld informieren. Dies gilt auch für das Thema Elterngeld, das Frauen und Männern nach der Geburt des Kindes zusteht. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie Familien ihre finanzielle Situation nach einer Entbindung planen.

    Was bedeutet Mutterschutzfrist?

    Für schwangere Frauen gibt es vor und nach der Entbindung Zeiten, die als Mutterschutz bezeichnet werden. Wenn du als Schwangere in einem Arbeitsverhältnis stehst, so schützt dich diese Frist vor Verlust deines Arbeitsplatzes und vor finanziellen Einbußen während der Schwangerschaft. Diese Zeiten bewahren die Schwangere und ihr Kind weiterhin vor Gefährdungen und Überforderungen am Arbeitsplatz. Wichtig für die Einhaltung dieser Schutzfristen ist, dass dem Arbeitgeber die Schwangerschaft und der voraussichtliche Entbindungstermin möglichst frühzeitig (meist jedoch erst nach dem Ende der ersten 3 Schwangerschaftsmonate) mitgeteilt wird. Die Mutterschutzfrist beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Termin und endet 8 Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit hast du Anspruch auf Mutterschaftsgeld und/oder einen Arbeitgeberzuschuss, damit du während dieser gesetzlich vorgeschriebenen Fristen auch finanziell abgesichert bist.

     

    Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein: 

    • Du befindest dich als Schwangere in einem Angestelltenverhältnis
    • Du bist freiwillig oder pflichtversichert in einer gesetzlichen Krankenkasse und hast somit Anspruch auf Krankengeld

     

    Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so zahlen die gesetzlichen Krankenkassen ein Mutterschaftsgeld von 13,- Euro am Tag. Verdient die Frau mehr als 13,- Euro netto am Tag, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Differenz zum Nettolohn aufzustocken. So entsteht während der Schutzfristen der Frau kein finanzieller Nachteil.

     

    Bei selbstständigen Müttern verhält es sich anders. Das Mutterschutzgesetz und die damit verbundenen Mutterschutzfristen gelten hier nicht. Natürlich solltest du dich trotzdem in dieser Zeit schonen. Mutterschaftsgeld können Selbstständige auch beziehen, wenn sie im Rahmen ihrer privaten Krankenversicherung eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Die Höhe ist dann individuell abhängig vom jeweilig gewählten Tarif. Wenn du selbstständig bist, erkundige dich am besten direkt, wenn du mit deiner Familienplanung startest, bei deiner privaten oder freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung, was dein Tarif abdeckt und wie du ihn am besten anpasst.

    Was ist das Elterngeld und wie berechnet es sich?

    Das Elterngeld ist eine finanzielle Leistung des Staates, um Familien zu unterstützen, die ihr Kind in den ersten Jahren nach der Geburt selber betreuen. Es sichert somit die wirtschaftliche Existenz von Familien und gleicht das fehlende Einkommen während der Betreuungszeit des Kindes aus. Familien können zwischen zwei Varianten wählen: dem Basiselterngeld oder dem Elterngeld Plus. Beides kann auch miteinander kombiniert werden. Wichtig: Wird für die Zeit nach der Entbindung Mutterschaftsgeld gezahlt, so wird dies mit der Höhe des zustehenden Elterngeldes verrechnet. Auch als Selbstständige hast du einen Anspruch auf Elterngeld. Du musst die Höhe deines Einkommens im letzten Kalenderjahr jedoch belegen können.

    • Variante 1: Das Basiselterngeld

      Den beiden Elternteilen stehen zusammen insgesamt 14 Monate zu, wenn sie sich beide an der Betreuung des Kindes beteiligen und somit Einkommen wegfällt. Hierbei können die Monate frei untereinander aufgeteilt werden, wobei ein Elternteil mindestens zwei und höchstens 12 Monate für sich in Anspruch nehmen kann. Bist du alleinerziehend, so kannst du die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Nettoeinkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt bezogen hat. Eltern mit höheren Einkommen erhalten 65 Prozent des Nettolohnes an Elterngeld, mit niedrigerem Einkommen werden bis zu 100 Prozent des Voreinkommens gezahlt. In Zahlen gesprochen: Das Elterngeld beträgt immer mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro. Über genaue Voraussetzungen und individuelle Lösungen informieren und beraten die jeweiligen Elterngeldstellen deines Jugendamtes.

    • Variante 2: Das Elterngeld Plus

      Beim Elterngeld Plus verlängert sich die Bezugszeit des Elterngeldes, wodurch sich die Höhe der Zahlungen maximal halbiert. Diese Variante wählen Eltern, die während der Bezugszeit gerne wieder in Teilzeit arbeiten möchten. Somit kann das Elterngeldbudget besser ausgeschöpft werden. Solltet ihr euch als Eltern für eine partnerschaftliche Betreuung eures Kindes entscheiden, so winkt der sogenannte Partnerschaftsbonus: Vier zusätzliche Elterngeld Plus Monate werden gezahlt, wenn Eltern in dieser Zeit gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Alleinerziehenden steht der gesamte Partnerschaftsbonus zu.

     

    Du merkst jetzt bestimmt, dass es gar nicht so einfach ist, bei den vielen Informationen zu Mutterschutz und Elterngeld durchzublicken. Natürlich sind diese Anträge aber auch kein Hexenwerk und du solltest sie nicht aus Angst, Respekt und Unsicherheit zu lange vor dir herschieben. Wichtig ist eine genaue Information und Beratung, die eure persönliche Situation und auch die individuellen Wünsche und Bedürfnisse einbezieht. Am besten wendet ihr euch an eure zuständige Elterngeldstelle oder auch freie Beratungsstellen und besprecht eure Pläne für die Betreuungszeit des Kindes nach der Geburt. So findet sich für dich und deinen Partner oder vielleicht auch für dich als Alleinerziehende eine geeignete Lösung, die dich oder euch finanziell und organisatorisch am besten stützt.

    Click here to bookmark this

    Unser Redaktionsteam schreibt über alle Themen, die dich als Mama, Schwangere, Partnerin, Ehefrau, Freundin, Alleinerziehende oder einfach nur als Frau interessieren. Wenn dir ein Inhalt fehlt oder du selbst über etwas schreiben willst, deine Geschichte erzählen möchtest oder uns einfach eine andere Perspektive geben will, schreib uns an redaktion@mother-now.de.de

    Are you sure want to unlock this post?
    Unlock left : 0
    Are you sure want to cancel subscription?