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    5 Tricks gegen Corona-Mental-Load
    Mental Load durch Corona? Was hilft, wenn die zweite Welle kommt, hat Gastautorin Nadine von Mama Business aufgeschrieben

    Wahrscheinlich ist jedem klar, dass eine zweite Corona Welle und Schließung von Schulen gekoppelt mit Homeoffice nicht ausgeschlossen sind. Und wahrscheinlich haben viele von uns ein schlechtes Gefühl bei dem Gedanken. Das ist völlig ok und verständlich. Aber wir müssen uns der damit verbundenen Erschöpfung trotzdem nicht einfach hingeben, sondern können etwas tun. Nadine Quosdorf ist Business Strategin, mit ihrer eigenen Agentur und Beratungsplattform Mama Business. Sie  hat uns 5 Tipps aufgeschrieben, wie wir gegen den Corona-Mental-Load ankämpfen können. Und wer zu müde zum Kämpfen ist, versucht einfach nur den einen Trick, der ihm gerade gut passt. Lasst es uns ausprobieren, es hilft ja nix! Oder doch?

    Ist dir der Begriff Mental Load in letzter Zeit auch häufiger über den Weg gelaufen und du fragst dich, was eigentlich genau dahinter steckt? Ein Mental Load ist nichts anderes als das Gefühl, mit all den vielen (Alltags)Aufgaben überfordert zu sein.

     

    Alle zwei Minuten ruft jemand "Mama", dein/e PartnerIn freut sich über warmes Essen am Mittag und eigentlich wäre heute ein regulärer Arbeitstag mit Aufgaben, die sich nicht noch weiter aufschieben lassen? Und irgendwann hattest du doch auch einmal ein eigenes Leben. Hobbys und so. Erinnerst du dich noch? Lang, lang ist´s her.

     

    Dann will ich gar nicht weiter um den heißen Brei reden, sondern wir sind uns ganz sicher einig: Eine Lösung muss her!

     

    Kleiner Hinweis am Rande: Corona wirst du sicher nicht heilen (außer du bist in der Forschung tätig und dein Impfstoff ist bald auf dem Markt – wovon ich statistisch gesehen aber mal nicht ausgehe). Das bedeutet für dich, die Gegebenheiten sind nun einmal wie sie sind und wir müssen lernen, damit klar zu kommen. 

     

    Vielleicht kennst du folgenden schlauen Spruch:

     

     

     

    Naja, ich gebe zu, das Wort “Gott” (mit dem dieses Zitat beginnt) weggelassen zu haben, da wir ein wenig auf Kriegsfuß stehen, doch behält der Spruch auch ohne ihn (oder sie) seine Wahrheit.

    Und genau das ist Tipp Nummer 1 – Dinge anzunehmen

    Auch wenn uns die Situation nicht in den Kram passt. Im worst case war der Lockdown im Frühjahr nur der Anfang und wir werden in die zweite Runde der Schulschließungen und Homeoffice-Zeiten verbannt.

     

    Was genau glaubst du, bringt es uns, sich hierüber tagein und tagaus aufzuregen?

     

    Nun gut, ich gebe zu, dass es dir zumindest einmal ein wenig Ärger nehmen wird, deiner Wut Luft zu machen. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber danach heißt es eben, Ärmel hoch und nachdenken, wie sich dein persönlicher Alltag trotz der nervigen Gegebenheiten planen lässt.

    Und natürlich will ich den Teufel nicht an die Wand malen, aber sind nicht genau wir Mütter meist diejenigen, deren Gedanken sich stets um das "was wäre wenn" drehen? Also warum diese Eigenschaft nicht sinnvoll für uns und die Familie nutzen?

    „Wir atmen nun dreimal tief durch und machen uns bewusst, dass genau wir die richtigen Fähigkeiten besitzen, um solch einer Situation Herr zu werden (äh, Frau. Sorry)."

    Tipp Nummer 2 – Thinking out of the box

    Logische Schlussfolgerung aus Tipp Nr. 1 ist genau die, dass wir eben nicht weitermachen können wie bisher. Seit Corona Part 1 haben zumindest einige Unternehmen gelernt, dass auf Homeoffice nicht automatisch die Insolvenz folgt und manch eine Mitarbeiterin plötzlich produktiver arbeiten kann als jemals zuvor. Das gilt aber natürlich nicht für jede Mama und gerade beim Thema Kinder im Homeoffice stellen sich mir persönlich alle Haare zu Berge.

    In Zeiten von Mittagsschlaf und Power-Naps der Kleinen ist arbeiten durchaus denkbar. Doch lassen sich sicherlich keine 4-8 Stunden-Tage prall gefüllt mit Video-Calls und voller Konzentration mit dem Nachwuchs im Schlepptau erledigen. Niemals im Leben könnte ich diesen Gastbeitrag an einem Stück (und vor allem im Flow) fertigstellen, wenn mein Sohn um mich herum schleichen würde.

    Was tun wir nun also?

    Kopf in den Sand stecken ist kein Weg. Das haben wir bereits gelernt. 

    Gegebenheit annehmen. Check.

    Lösungen suchen. Ok.

     

    Kind acht Stunden vor die Glotze setzen? Nee. Das kann die Lösung auch nicht sein. Aber da eine Ganztagsbetreuung sicherlich ebenfalls in weiter Ferne ist, sind vielleicht tatsächlich neue Familiengesetze in Sachen Mediennutzung notwendig. Wie wäre es z.B. mit festen Hörspiel- und Fernsehzeiten am Tag? Sodass absolut klar ist, zu welchen Zeiten Mama auch mal telefonieren kann.

    Zugegeben, das wird sicher auch erst mit Kids ab drei oder vier Jahren klappen aber die eierlegende-Wollmilchsau-Lösung habe ich eben auch nicht in der Tasche. Arbeiten wir uns also einfach mal ein wenig an das Thema heran.

     

    Kurze Erinnerung: Wir wollen nicht im gewohnten Schema F denken.

    Das bedeutet, die gewohnten Betreuungsmöglichkeiten Kita, Kindergarten und Schule fallen weg. Was nun?

     

    Denk´doch einmal darüber nach, wo du dich privat gerne aufhältst.

    Genau hier – in sozialen Communitys. Wir holen uns dort Inspirationen, Ratschläge und Ideen. Warum stülpen wir das nicht unserem echten Leben über?

    Warum nicht eine Online-Kita gründen, in der sich die Eltern mit Vorlesen (Video Calls können wir doch nun langsam alle), Kasperle-Theater oder anderem Unterhaltungs-Kinderquatsch abwechseln? Auch gibt es bereits viele schöne Bücher, die ihr euch online vorlesen lassen könnt (das nutze ich mal eben für ein wenig Eigenwerbung unseres Buches: https://www.astronaut-anton.de/vorlesebuch). 

    So lassen sich (mit Unterbrechung und in Elternteams) doch sicherlich 1-3 Stündchen pro Tag gewinnen.

    Voraussetzung ist hier allerdings Verbindlichkeit. Feste Uhrzeiten und kein Hin-und Hergeschiebe der Zeiten, bis am Ende niemand mehr Lust hat, mitzumachen.

    Natürlich sind Kinder nicht "planbar" – doch dann können sie eben nicht jeden Tag teilnehmen, wenn sie einen schlechten Tag haben. So etwas ist in meinen Augen Erziehung.

     

    Oder anstatt des Online-Kindergartens können sich mutige Eltern in kleinen festen Gruppen auch weiterhin zusammenfinden und abwechselnd die Betreuung übernehmen. Vielleicht gibt es sogar eine Chance die gewohnten Räumlichkeiten (unter den gelernten Hygienebedingungen und auf eigene Gefahr) weiterhin nutzen zu dürfen. Fragen kostet doch nichts, oder? Und die Frau Bürgermeisterin/der Herr Bürgermeister werden sich grundsätzlich sicher über proaktive Ideen freuen, die sie sich nicht selbst ausdenken müssen.

     

    Der gleiche Ansatz gilt in Sachen Schule.

    Ich brauche in den Kommentaren keine 100 Gründe, weshalb etwas nicht funktionieren kann, sondern mutige Eltern, die es einfach mal versuchen wollen;-)

    Tipp Nummer 3 – **la familia**

    Nicht jeder hat wie wir das große Glück, seine Familie in die Betreuung mit einbinden zu können. Das ist mir bewusst. Mein Mann und ich haben hierfür unser geliebtes Großstadtleben an den Nagel gehängt und sind nun natürlich happy um den großen Mehrwert in Sachen Betreuung.

     

    So hat jede Mama eben ihr Päckchen zu tragen – doch hier gilt genau das gleiche wie unter Punkt 1&2:

    Jammern ist niemals eine Lösung!

    Sollte die Familie einfach zu weit weg wohnen (und ich rede hier keinesfalls nur von Großeltern, sondern auch von Geschwistern, Cousins oder Neffen), muss eine Ersatzfamilie her.

    Gibt es nicht diese netten Eltern aus der Spielgruppe oder dem Kinderturnen? Warum sprecht ihr nicht miteinander, ob ein kleines Tauschgeschäft spannend für beide Familien sein könnte? Montag Vormittag bei Familie 1 und Dienstag bei Familie 2.

    Das ließe sich sicher (je nach Alter und Charakter der Kids) noch für weitere Wochentage spinnen, aber fangen wir erst einmal klein und mit einigen Stunden an. Ausbauen können wir bei Erfolg noch immer, oder? Oder wie wäre es, enkellose Ersatz-Omas und -Opas zu suchen? Das könnte doch am Ende eine Win-Win-Story werden…

     

    Und noch ein kleiner Tipp am Rande:

    In Corona-Runde-1 hat der Patenonkel unseres Sohnes jeden Abend die Vorlesegeschichte für seine zwei Kinder auf dem Handy aufgenommen. Sodass auch unser Kind einen Tag später "versorgt" war. Das Ganze funktioniert bei gleichen Bettgehzeiten natürlich auch live.

    Zur Erinnerung:  Zoom, Google Meet und Teams können wir ja nun alle. Warum also das Gelernte nicht auf unser Privatleben übertragen?

    Tipp Nummer 4 – DIY lässt grüßen

    Ich bin leider so gar keine Bastel-Mama, doch ist mir die Fülle des Internets durchaus bekannt. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, mich in Runde 2 auch diesem Thema gegenüber zu öffnen. Beschäftigungen für Kinder während Corona/Covid oder welch nerviger Pandemie auch immer.

    Ich gehe davon aus, dass es bereits zahlreiche Plattformen gibt und sich für Bastelfreunde, Maler oder Knet-Künstler sicherlich top Vorlagen finden lassen, die sich darauf freuen, nachgemacht zu werden.

    Und wenn es doch noch keine Anti-Corona-Langeweile-Website geben sollte, gründet sie eben eine von euch;-)

    Tipp Nummer 5 – DU

    Nun heißt die Headline dieses Blog Beitrags …Mental Load…

    Also ist es meine Pflicht, dir einen Vorschlag zu bieten, der ganz alleine dir helfen sollte. Nicht nur dem Nachwuchs.

    Me-Time, Selfcare, Gleichgewicht oder Balance. All das, was ohnehin mit Kind schon viel zu kurz kommt und in Quarantäne kaum denkbar sein wird.

    KAUM denkbar. Aber eben auch nicht unmöglich.

    Dass du tagsüber entspannt Zeit für dich finden wirst, ist leider eher unwahrscheinlich. Also auch hier bitte mantraartig wieder feststellen: …Kraft Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst…blalala.

     

    Du musst für deine ganz persönlichen Gegebenheiten Wege finden. Und dieser Weg heißt sehr wahrscheinlich: vor dem Kind aufstehen oder die abendliche Schlafenszeit sinnvoll(er) nutzen. Vielleicht ist dies auch deine Chance auf eine bereits lang geplante neue Routine, wie das abendliche Einschlafen im eigenen Bett oder vor 21.00 Uhr. So kannst du deine persönliche Me-Time gewinnen und Dinge tun, die dir einfach nur Freude bereiten (evtl. ist das nicht bei jeder das Thema Sport, was auch völlig OK ist – denn hier geht es um Ausgeglichenheit – nicht um Schönheit). Schnapp dir eine Klatsch-Zeitschrift, leg´dich in die Wanne oder starre einfach aus dem Fenster (tatsächlich ein Tipp, den ich in meinem Podcast mit Andrea Reiner erhalten habe).

     

    Denn egal was kommen wird, WIR werden das schaffen. Und mehr Freude macht es am Ende doch immer gemeinsam, oder?

     

    Mehr Mut Mamas!

    Photo by Sydney Sims on Unsplash

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    Die Diplom-Kauffrau mit jahrelanger Agentur- und Redaktions-Erfahrung ist Mama von 3 Söhnen und ein absoluter Sonnenschein. Ohne ihr blaues Fahrrad ist Saskia nie unterwegs und wahrscheinlich hat sie deshalb so gute Laune, weil sie die einzige von uns ist, die sich bei Wind und Wetter an der frischen Luft bewegt. Egal wie stressig und voll die Tage sind, Saskia schafft es nicht nur immer top auszusehen, sondern nebenbei auch noch uns allen Komplimente zu machen. Sie bereichert mit ihrem Spirit das Unternehmen und ist für unsere Redaktion zuständig und wer Aufmunterung braucht, der ist bei ihr genau an der richtigen Adresse.

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