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    Was kann ich für den Klimaschutz tun?
    6 Ideen, wie du im Alltag mit deiner Familie einfach und aktiv etwas für den Klimaschutz tun kannst

    Es sollte eigentlich keinen weiteren Artikel brauchen über die Folgen der Klimakrise und warum wir sie so dringend stoppen müssen. Eigentlich. Aber solange wir eben nicht genug tun, um sie aufzuhalten, geht kein Weg vorbei an dem wiederholten Aufrütteln und am Aufzeigen von Lösungen. Denn die gibt es – und das massig! Vielleicht sind dir manche Vorschläge und Wege, die du gerade in den Medien aufschnappst, ein bisschen zu abstrakt und weit entfernt. Svenja Roth leitet beim WWF Deutschland die Kampagnenarbeit für den Klimaschutz und hat für dich ein paar ganz konkrete Vorschläge zusammengestellt, wie du Klimaschutz ganz einfach in deinen Alltag mit Kindern integrieren kannst. 

     

    Die Menschheit hat mit der Nutzung fossiler Energieträger eine Entwicklung in Gang gebracht, die sich nun mit immenser Zerstörungskraft auch gegen uns selbst richtet. Denn mit dem Verbrennen von Kohle, Öl und Gas sammeln sich mehr und mehr Treibhausgase in der Atmosphäre und erhitzen die Erde. Was folgt sind Meeresspiegelanstieg, Artensterben, Wüstenbildung, Zunahme von Extremwetterereignissen wie Überschwemmungen und Starkregen – auch bei uns in Deutschland. Das nur als kleine Auswahl des Schreckens.

    Die Wissenschaft ist hier so klar wie die Politik verhalten.

    Kein Wunder also, dass vor allem Kinder und Jugendliche Freitag für Freitag auf die Straße gingen – immerhin ist es vor allem ihre Zukunft, die gerade verspielt wird. Als Eltern, Tanten, Onkel, Oma und Opa tragen wir daher eine immense Verantwortung: Wir dürfen den nächsten Generationen keinen Scherbenhaufen hinterlassen.

     

    Aus diesem Grund haben wir eine (sicher nicht vollständige) Liste zusammengestellt, auf welchen Wegen wir dieser Verantwortung gerecht werden können:

    Politisch aktiv sein oder werden

    Ja, wir alle sind gefragt, etwas zu tun. Aber die großen und dringend nötigen Schritte kann nur die Politik gehen. Sie muss Klimaschutzmaßnahmen endlich im großen Maßstab umsetzen. Besonders die Regierung bei uns in Deutschland tut längst noch nicht genug. Die Parteien haben zwar Klimapakete vorgeschlagen, aber was darin steht, ist nicht geeignet, die Erderhitzung zu stoppen. Wir müssen daher den Druck erhöhen und deutlich zeigen: Von unseren politischen Vertretern erwarten wir mehr! Das geht über die Beteiligung an Demonstrationen, über die Unterschrift an Petitionen, über direkte Gespräche auch mit den Lokalpolitikern, über unser Wahlverhalten. Die Verantwortung tragen wir zwar alle, aber eben nicht wir allein.

    Bewusster ernähren

    Unsere Ernährunghat einen immensen Effekt auf das Klima. Besonders unser Fleischkonsum. Denn für Schwein, Kuh und Huhn braucht es Weideflächen und Sojaplantagen. Dafür muss u.a. Regenwald weichen – ein wichtiger Speicher für CO2 und wertvoller Hotspot der biologischen Vielfalt. Die Landwirtschaft verursacht derzeit bis zu 80 Prozent des weltweiten Waldverlusts. So entstehen für unsere Lebensmittelproduktion, insbesondere für tierische Produkte, Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen. Würden wir alle unseren Fleischkonsum herunterfahren, wäre das gesünder für uns und die Umwelt. Verstärkt saisonale und regionale Produkte zu kaufen, spart noch einmal Emissionen, die sonst etwa über den Transport entstehen. Politischer Hebel: Wir müssen uns für einen EU-weiten Importstopp für Waren und Agrarrohstoffe einsetzen, für deren Herstellung Wald vernichtet wurde. Gegen Handelsabkommen, die solche Aspekte nicht berücksichtigen, sollten wir uns wehren.

    Bewusster entsorgen

    Kann man das noch essen? In den meisten Fällen wäre die klare Antwort: Ja! Trotzdem landen in Deutschland pro Jahr mehr als 18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Müll– der Großteil davon, nämlich 10 Millionen Tonnen, wäre vermeidbar. Würden wir diese Lebensmittel essen, statt sie wegzuschmeißen, könnten wir Treibhausgasemissionen in Höhe von 48 Millionen Tonnen einsparen – so viel wie manches Braunkohlekraftwerk im Jahr ausstößt. Politischer Hebel: Unsere Regierung hat das Ziel, Lebensmittelverluste bis 2030 zu halbieren. Wir müssen beobachten und Druck ausüben: Tut sie auch genug, um dieses Ziel zu erreichen?

    Energie sparen

    Der Klassiker unter den Do-it-yourself-Klimatipps hat seine Berechtigung – manchmal lässt er sich aber einfacher umsetzen als andere Male. Beim Kochen den Deckel nicht vergessen, Stand-by-Funktionen abschalten, Geräte mit sehr gutem Energieverbrauch kaufen. Das ist relativ einfach und spart Geld und Energie gleichermaßen. Anderes erfordert größeren Einsatz: eine neue Dämmung für das Haus zum Beispiel. Hier könnte und sollte auch die Politik helfen. Politischer Hebel: Die Regierung muss dafür sorgen, dass energetische Gebäudesanierungen steuerlich besser gefördert werden.

    Nachhaltiger von A nach B

    Das fängt beim Weg zur Kita und Arbeit an: Geht das nicht zu Fuß, mit dem Rad oder mit Öffentlichen statt mit dem Auto? Und für die Stadtbewohner: Braucht es überhaupt noch ein eigenes Auto oder lassen sich die wenigen nötigen Fahrten etwa zum Großeinkauf auch mit dem Carsharing-Angebot erledigen? Auf dem Land ist das natürlich schwieriger. Hier wäre dann die Frage: Braucht es einen sprit- und umweltverschmutzenden SUV (nein!) oder fährt es sich nicht besser mit einem sparsamen Elektroauto? Bei der Urlaubsplanunggeht es dann weiter: Statt in die Ferne zu fliegen, kann ein Urlaub in Europa mit Anreise per Bahn genauso entspannend sein.Politischer Hebel: Der Umschwung hin zu klimafreundlicher Mobilität muss sich auch finanziell widerspiegeln, d.h. das Auslaufen des Verbrennungsmotors sollte über einen wirksamen CO2-Preis beschleunigt werden. Außerdem braucht es mehr Mittel für den öffentlichen Nahverkehr und bessere Infrastruktur für die Elektromobilität.

    Umweltfreundlich anlegen

    Es ist sehr sinnvoll und wichtig, auchbei den eigenen Finanzenden Umwelt- und Klimaschutz nicht aus den Augen zu verlieren. Denn zum einen lösen Veränderungen im Finanzsystem auch Veränderungen in der Wirtschaft aus. Heißt: Wenn etwa nur noch in klimafreundliche Produkte investiert wird, werden auch verstärkt klimafreundliche Produkte angeboten – klimaschädliche immer weniger. Und zum anderen ist es ein Sicherheitsaspekt für Anleger, auf Klimakriterien in ihrem Finanzprodukt zu achten. Denn nehmen wir an, die Welt macht endlich ernst mit dem Klimaschutz – meine Bank aber legt weiter in Kohlekraftwerke an, dann sind Wertverluste vorprogrammiert. Deshalb beim nächsten Bankbesuch einmal nachfragen, nach welchen Kriterien das eigene Geld eigentlich angelegt ist! Politischer Hebel: Das Finanzsystem nachhaltig aufzustellen, ist auch Aufgabe der Politik. Sie muss unter anderem dafür sorgen, dass transparent wird, wohin und nach welchen Maßstäben Gelder fließen. Und natürlich muss sie die Investitionen der öffentlichen Hand an den Klimazielen ausrichten.

     

    Wie du siehst, müssen du und deine Familie sich gar nicht allzu sehr im Alltag einschränken, um aktiv etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Vielleicht hast du ja auch gerade beim Lesen gemerkt, dass ihr eigentlich schon ganz gut dabei seid. Du kannst in allem, was du tust, deinen Kindern ein Vorbild sein und sie nachhaltig und positiv beeinflussen – genauso wie die Welt, in der sie leben. 

     

    Weitere WWF Klimatipps für den Alltag gibt es auch HIER

     

    Photo by Markus Spiske on Unsplash

    Vorschau-Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

     

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