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    So kannst du Kinderpate werden
    Anzeige: Hilfe zur Selbsthilfe: Wie du Familien und ihr Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit unterstützen kannst

    Etwas Gutes tun – dieser Wunsch verstärkt sich bei vielen Menschen, wenn sie Kinder bekommen und plötzlich eine ganz neue Verantwortung tragen, im Laufe des Lebens oder er ist einfach da. Doch wie kann man helfen und sieht auch was die eigene Hilfe wirklich bewirkt? Wir haben mit dem Kinderhilfswerk World Vision Deutschland und unserer SOCIAL MOMS Gründerin und World Vision Patin Tanya gesprochen und wollen dir ein besonders schönes Projekt vorstellen.

    Hilfe zur Selbsthilfe durch eine Kinderpatenschaft

    Schlüssel aller Entwicklungszusammenarbeit ist es, den Empfängern Eigenständigkeit zu verschaffen durch Hilfe zur Selbsthilfe. So funktioniert auch das Konzept von World Vision, einer christlichen Hilfsorganisation mit über 70 Jahren Erfahrung. World Vision Deutschland ist Teil des weltweiten World Vision-Netzwerks, das in fast hundert Ländern in Asien, Lateinamerika und Afrika aktiv ist und auf Partnerschaftlichkeit und Professionalität setzt. Besonderer Fokus in der Arbeit von World Vision ist die Kinderpatenschaft. Mit ihr kann einem Kind Zugang zu sauberem Trinkwasser, gesunder Ernährung, medizinischer Versorgung und Bildung verschafft werden. Eine Patenschaft ist nachhaltig, weil neben dem Kind auch dessen Familie und sein nahe liegendes Umfeld unterstützt werden. Der persönliche Kontakt mit dem Patenkind steht bei World Vision im Vordergrund. Somit kann der Pate miterleben, wo und wie seine Hilfe ankommt und was sie bewirkt.

    Die Patenschaft von Mohamed in Sri Lanka

    SOCIAL MOMS Gründerin Tanya Neufeldt ist schon seit mittlerweile 5 Jahren Pate von Mohamad in Sri Lanka. Sie hatte auf eine Kampagne reagiert, die vorschlug, die Patenschaft für ein Kind zu übernehmen, das am selben Tag Geburtstag hat wie das eigene Kind. Die Familie war zuvor in Sri Lanka und das Bedürfnis, dem Sohn (auch wenn er noch sehr klein war) einen Bezug zu diesem Land zu geben, war ausschlaggebend für die Wahl der Hilfsorganisation.

     

    „Jetzt sind beide Kinder 10 Jahre alt und Noah und ich unterhalten uns oft über den Unterschied in den Ländern. Die Karten und Up Dates über das Leben von Mohamad sind großartig, weil sie Noah immer wieder vermitteln, wie es aussehen würde, wenn das Schicksal anders Lotterie gespielt hätte und er in diesem Teil der Welt geboren worden wäre. Dieses "am selben Tag" Geburtstag haben, vermittelt eine andere Nähe.”

    Wie empfindest du die Patenschaft? Wie sehr kannst du dem Kind wirklich helfen?

    „Wie sehr ich dem Kind wirklich helfen kann, ist schwer einzuschätzen. Ich weiß, dass wir seine Bildung sichern und ihm damit hoffentlich eine Tür aufmachen. Und das ist nun mal das Wichtigste, was man tun kann. Meine Hoffnung ist, dass mein Patenkind das Gefühl vermittelt bekommt, da ist jemand auf der anderen Seite der Welt, der interessiert sich für mich, obwohl man sich vermutlich nie treffen wird. Ich hoffe, dass ihn das stärkt und Mut macht, wenn die Hürden manchmal groß sind. Und für meinen Sohn hoffe ich, dass er sich bewusst wird, was für ein Glück es ist in einem Land geboren worden zu sein und den "richtigen" Pass zu besitzen. Denn das ist einfach nur Glück. Und Schicksal. Sonst nichts.”

    Und wie empfindet dein Sohn die Patenschaft mit Mohamed?

    „Zum Geburtstag von Mohamad hat Noah im letzten Jahr von seinem Taschengeld ein Huhn für die Community gekauft. Das hat er selbst entschieden und er meinte nur: „Dann haben alle was davon und sie müssen nicht immer auf Geld warten." Mal abgesehen davon, dass man in diesen Momenten als Mutter denkt: „Puh, doch nicht alles falsch gemacht", hat es mir gezeigt, wie sinnvoll es ist, Kinder früh mit einzubeziehen.”

    Doch wie läuft so eine Patenschaft eigentlich genau ab?

    Nach Abschluss einer Kinderpatenschaft erhält der Pate ein Willkommenspaket mit Infos zum Patenkind, dem Projektgebiet in dem es lebt sowie einem Bild. Nach ein paar Monaten erhält man den ersten Brief – den Vorstellungsbrief des Patenkindes. In diesem schreiben die meisten Kinder über ihre Hobbies, Lieblingsfarben oder ihre Lieblingsfächer in der Schule. Die Kleineren malen meistens ein Bild oder unsere Mitarbeiter vor Ort helfen ihnen beim Schreiben. 

    Einmal im Jahr erhalten die Paten ein aktuelles Bild sowie einen Bericht über die Entwicklung des Kindes und den Entwicklungen im Projekt. Im persönlichen Patenportal “Mein World Vision” werden regelmäßig Bilder und Videos von den Patenkindern und den Projekten ausgespielt. So bleiben die Paten immer auf dem Laufenden. Viele Patinnen und Paten halten mit ihren Patenkindern einen regen Briefkontakt und tauschen sich so noch weiter aus – dies geht auch digital über Mein World Vision. Einige Paten nutzen auch die Gelegenheit, ihr Patenkind bei einer von World Vision organisierten Patengruppenreise zu besuchen. Eine tolle Chance, um die Projektarbeit mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben und natürlich das Highlight, sie treffen ihr Patenkind und dessen Familie. 

    Eine Kinderpatenschaft kann dem Paten und dem Kind so vieles mehr geben, als einfach nur eine Spende.

    „Durch die Kraft der Paten fühlen sich die Kinder bestärkt und wissen, dass jemand an sie glaubt."

     Und die Paten wissen, dass es wirklich ankommt und nachhaltig hilft.

    Wo setzt die Hilfe einer Patenschaft ganz konkret an?

    Eine Kinderpatenschaft wirkt dreifach: Eine Kinderpatenschaft ermöglicht nicht nur dem Kind zahlreiche aufregende neue Erlebnisse, sondern auch dessen Familie und der Dorfgemeinschaft. Alle 10 Sekunden ermöglicht World Vision zum Beispiel einem Menschen irgendwo auf der Welt den Zugang zu frischem, sauberen Wasser.

    Im Fokus einer Patenschaft stehen vor allem die Grundbedürfnisse:

    • WASSER
    • ERNÄHRUNG 
    • BILDUNG

    Das Patenkind und die Region erleben durch die Patenschaft folgendes zum ersten Mal:

    WASSER – Brunnen im Dorf

    • Durch einen Brunnen muss kein Wasser von weit hergeschleppt werden, so hat das Patenkind mehr Zeit, um z.B. in die Schule zu gehen oder auch einfach nur Kind zu sein.
    • Durch die Wasserversorgung haben das Patenkind und die Dorfgemeinschaft sauberes Trinkwasser, wodurch die Ausbreitung von Krankheiten verhindert werden kann. Außerdem können so Abwassersysteme gebaut werden.
    • Auch verbessert der direkte Zugang zu sauberem Wasser die hygienischen Verhältnisse und schützt die Gesundheit aller Bewohner.
    • Dies hilft aber auch der ganzen Region: Alle Bewohner einer World Vision-Projektregion profitieren davon, wenn sich die Infrastruktur verbessert, etwa durch den Bau neuer Brunnen und der Ausstattung von Schulen oder Gesundheitsstationen (World Vision stellt z.B. Stühle, Lernmaterialien wie Bücher und Uniformen für die Kinder zur Verfügung).

    ERNÄHRUNG – Satt werden und eine ausgewogene Ernährung genießen können

    • Durch Schulungen zu landwirtschaftlichen Anbaumethoden oder auch durch Unterstützung bei der Viehzucht haben das Patenkind als auch seine Familie (zum ersten Mal) ausreichend zu Essen.
    • Außerdem erhalten die Kinder eine ausgewogene Ernährung, derer es bedarf, damit sie sich gesund und fit fühlen.
    • Die selbst angebauten Erzeugnisse können verkauft werden: So kann die Familie neue Sachen anbauen, ihre Gesundheitsversorgung zahlen und so z.B. einen Arztbesuch wahrnehmen sowie ihren Kinder den Schulbesuch ermöglichen.
    • Durch all das werden die Menschen nach und nach unabhängig von Förderungen und erreichen eine Selbstständigkeit.

    BILDUNG – Schule besuchen

    • Das Patenkind kann in die Schule gehen und seine Leistung und Anwesenheit wird genau beobachtet. Zugleich wird es auch weiteren Kindern ermöglicht, zur Schule zu gehen. 
    • Sie lernen schreiben und lesen. Dies ermöglicht auch eine positive Entwicklung von emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten.
    • Dies hilft allen Kindern der Region vielseitig: z.B. indem sie Lebenskompetenzen und ein gutes Urteilsvermögen erlernen, welches sie schützen kann. Aber auch zu lernen mit Gefühlen umzugehen und Ideen zu kommunizieren. Es bereitet Jugendliche auf einen Beruf vor und sie erreichen somit wirtschaftliche Selbständigkeit. 

    Nachhaltig stärken, unterstützen und eine Perspektive schaffen

    Langfristig wird das komplette Umfeld des Kindes nachhaltig gestärkt. Denn nur wenn das Umfeld und die Gegebenheiten sich auch verändern, kann eine nachhaltige Verbesserung im Leben der Kinder vonstattengehen sowie allen Bewohnern eine Perspektive gegeben werden. Eine Perspektive, die sie alle vorher nicht hatten.

    Deshalb werden in den Projekten Schulungen angeboten, die den Menschen helfen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Vom Ackerbau über den Bau von Gewächshäusern, Leseclubs sowie Kinderclubs für die Verdeutlichung ihrer Rechte (Frühverheiratung, das Recht auf Bildung etc.) oder auch Hilfe für die Eltern, bei Fragen zur gewaltfreien Erziehung und auch zur Aufklärung der Rechte ihrer Kindern und vor allem die der Mädchen in einigen Ländern. 

    Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit World Vision Deutschland.

    Bilder: World Vision

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