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    Wie wir Teenager in dieser schwierigen Zeit unterstützen können
    Pubertät in Zeiten von Corona – Jugendlichenpsychotherapeutin Annalena Thomas klärt auf

    Die Jahre zwischen zehn und zwanzig sind für Teenager und junge Erwachsene an sich schon eine große Herausforderung. Es geht um Selbstfindung, um Orientierung, um Ideale und – ganz wichtig – um Abgrenzung. In diesen turbulenten Zeiten und einer neuen Realität, in der neue Regeln gelten – und übermorgen schon wieder alles auf den Kopf gestellt sein kann, ist diese Lebensphase besonders sensibel. Also ist es an uns Eltern unsere Kinder durch diese Zeit zu begleiten. Doch wie machen wir das am besten? Wie können wir das Selbstwertgefühl unserer Kinder stärken, ihnen Raum und Vertrauen schenken, wenn wir selbst stark verunsichert sind?

    Teenager sein in diesen herausfordernden Zeiten

    Schon lange beschäftigen wir uns natürlich mit dem Thema ‚Stärkung unserer Kinder‘ und ganz ehrlich: Ich bin ganz froh, mit meinen Kids – besonders in diesem sehr transformierendem Jahr (oder schon über einem Jahr) – noch nicht in der Pubertät zu stecken. Denn im Grunde ist doch eben diese Zeit eine echte Achterbahnfahrt für die ganze Familie. Es geht in diesen Teenager-Jahren vor allem darum eine Selbstständigkeit zu erlangen – sich von den Eltern zu distanzieren, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln, unabhängig von dem familiären Gefüge. In dieser Zeit scheint also nichts wichtiger als die Freunde, an denen man sich messen, spiegeln und reiben kann. Die letzten 14 Monate haben dies ordentlich ins Wanken gebracht.

    Gleichzeitig sind junge Menschen heute grundsätzlich einem Druck ausgesetzt, der so viel größer ist, als wir ihn in unserer Jugend erlebten. Hier hat Corona uns allerdings zum ersten Mal so richtig bewusst gemacht, was das für unsere Kinder eigentlich bedeutet. Das ist im Grunde ein Geschenk. Denn so kommen wir nicht mehr umhin, uns nun intensiv damit auseinanderzusetzen und auch zu hinterfragen.

     Lasst uns mal mit einem Profi sprechen!

    Wir haben alle unsere eigenen Meinungen zu allen Themen – sei es Erziehung, Begleitung oder Druck, Schule und und und. Doch was ich in den vergangenen Jahren vor allem gelernt habe, ist die Tatsache, dass es oft hilfreich ist, sich den Rat eines Profis zu holen. Denn damit kann man oftmals einige unnötige Schleifen und Frustration umgehen. Und eben mit einer solchen Expertin durfte ich jetzt sprechen. Annalena Thomas ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Gründerin von Blossoomm in Hamburg. Ich durfte mit ihr passender Weise am ersten Berliner Schultag nach dem Lochdown über dieses Thema sprechen, ihr all die Fragen stellen, die mir auf der Seele brannten. Und hoffentlich uns allen etwas mehr Licht ins Dunkel bringen und Orientierung geben – insbesondere für die weiterhin herausfordernden Monate, die vor uns liegen!

    Liebe Annalena, wie schön, dass du heute Zeit für uns hast. Magst du uns kurz ein bisschen was zu dir und deiner Arbeit erzählen?

    Schön, bei euch zu sein. Ich bin Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und arbeite in eigener Praxis. Dort sehe und begleite ich Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 21 Jahren. 2019 habe ich Blossoomm gegründet, da mein Herz schon immer für Mädchen und junge Frauen brennt. Zudem habe ich die letzten Jahre beobachtet, dass es viele globale Themen gibt, die junge Menschen und vor allem junge Frauen beschäftigen. In den letzten Jahren berichten Jugendliche von enormem Stress, natürlich auch und vor allem in Bezug auf Social Media. Ein sehr prägnanter Satz einer 15-jährigen beschreibt dies sehr gut beispielhaft: „Ich habe das Gefühl, ich müsste es jetzt schon geschafft haben!“. Dabei geht es um Themen wie „Andere haben mehr Freunde“ oder „Andere gehen auf mehr Partys und werden mehr eingeladen“, „Andere sind dünner“ und so weiter.

    Zusätzlich ist in den letzten Jahren der Leistungsdruck größer geworden. Selbstwertzweifel haben sich deutlich verstärkt und ein gesundes Selbstbewusstsein oft reduziert. Durch diese Entwicklung war es mir wichtig präventiv tätig zu werden und den Mädchen die richtigen Tools an die Hand zu geben und nicht erst zu helfen, wenn junge Frauen in die Praxis kommen und dann merken, sie leiden schon jahrelang an – man würde bei Erwachsenen sagen, „Burnout-Symptomen“, sondern ganz klar vorher anzusetzen.

    Was für Themen kamen in deiner Praxis in der vergangenen Zeit (Corona) am häufigsten auf?

    Mit dem Lockdown kam sehr viel Unsicherheit auf – bei den Kindern und den Eltern. Und es hat etwas gedauert bis das ganze Ausmaß der „neuen Realität“ in unserem Bewusstsein ankam. Bei den Kindern war vor allem das Hauptthema „Homeschooling“ und die erhöhte Anforderung sich selbst zu organisieren sowie das Fehlen von Freunden und der Alltagsstruktur – bei den Eltern ebenso die deutliche Mehrfach-Belastung durch die Beschulung und Betreuung der Kinder sowie dem synchronen Arbeiten. Durch den Lockdown war vor allem auch das „Eingeengt“ sein eine Belastung, sowohl räumlich daheim als auch insgesamt in den eigenen Bedürfnissen. Es fehlten Ruhephasen. Daher ging es viel darum, wo findet man Raum für sich, wo kann man sich zurückziehen und auch konzentrieren und wie kann man neue Routinen finden.

    Spätestens mit Corona haben wir gemerkt, welche Belastung unsere Kinder schulisch tragen müssen. Wir wussten das natürlich auch schon vorher, aber durch Schulschließungen und Homeschooling haben wir Eltern es wirklich selbst erlebt – und auch den großen Unterschied zu unserem Druck, den wir damals in der Schule hatten, oder vielmehr nicht hatten. Wir schwer fällt es jungen Menschen diesem Druck standzuhalten?

    Es ist ja grundsätzlich normal, dass das ganze Ausmaß des Drucks nicht bewusst war. Ihr lebt miteinander und bekommt den Alltag mit, aber nicht in der Intensität wie während des Lockdowns. Viele Kinder haben vorher berichtet „Ich habe Stress“ und Eltern haben oft hinterfragt, wo kommt dieser enorme Stress denn her, denn Kinder haben schon auch noch Freizeit.

    Viele Teenager berichten aber trotz dieser Freizeit von einem enormen Leistungsdruck – insbesondere, weil sie Schwierigkeiten haben sich davon abzugrenzen. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, daher geht es gar nicht mal so sehr um den reellen Druck, die Gesamtsituation und Ziele haben sich aber stark verändert. So viele Jugendliche machen mittlerweile beispielsweise Abitur – es ist für viele wichtig „Abi zu machen“, so dass der Druck bereits in der frühen Mittelstufe anfängt und sich über eine lange Zeitspanne mitträgt. Das Ziel eines besonders guten Notendurchschnitts ist oft sehr viel wichtiger mittlerweile. Und dann kommt gerade bei den Größeren noch der Gedanke hinzu „Aus mir muss was werden!“, also auch „ich muss studieren“. Sie haben ein inneres Bild davon, wie ihr Weg laufen muss. Das macht enorm viel Anspannung, die nicht zu bewältigen ist auf Dauer.

    Ich merke bei der jetzigen Generation aber auch deutlich, dass sich hier etwas verändert. Sie spüren diesen Druck und benennen ihn auch. Dabei haben sie oft das Erleben, dass dieser von außen kommt. Innerlich entstehen Zweifel und das tiefe Gefühl, dass das nicht „normal“ sein kann und dass sie das nicht wollen.

    Trotzdem berichtet ein Großteil, also etwa Dreiviertel der Jugendlichen in meiner Praxis, weiterhin von dem dauerhaften gestresst sein, von Müdigkeit, fehlender Konzentrationsfähigkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Dies so klar zu beobachten und zu benennen ist wirklich ganz wichtig, denn der Körper gibt uns Signale und Feedback, auf die wir alle unbedingt hören müssen.

    Das Wichtigste ist zu hinterfragen und dabei können Eltern ihre Kinder unterstützen – nicht wie bist du, sondern wer bist du – also bspw. was sind deine Werte und Qualitäten? Und zu differenzieren was intrinsische und extrinsische Beweggründe sind, um bspw. Abi machen zu wollen. Das stärkt das Selbstbewusstsein.

    Zusätzlich zu der schulischen Belastung kam hinzu, dass es auch sehr viel “Stressbelastung” Zuhause gab. Eltern mussten plötzlich einer Dreifachbelastung standhalten und fühlten sich komplett überlastet und das hat sich natürlich zusätzlich auf die Kinder übertragen. Wir Eltern wissen, was die Zeit mit uns gemacht hat, aber was hat das mit Jugendlichen gemacht, dieser Spannung standzuhalten? Meinst du, sie konnten überhaupt selbst verstehen was sie belastet?

    Also an erster Stelle: Es kommen ja immer so schnell die Schuldgefühle auf den Tisch, besonders bei Eltern. Aber die Situation war für alle extrem und mit einem hohen Stresspegel verbunden. Die Situation kam von außen und ich muss es an dieser Stelle einfach sagen: Ihr habt das alle wirklich super gemacht!

    Hast Du eine Idee, wie wir das machen und Räume schaffen können?

    „Räume schaffen“ trifft es sehr gut. Hier hilft das Mentalisieren – was so viel bedeutet wie sich und andere von Innen und Außen zu sehen und innere Motive, also Wünsche, Bedürfnisse, Überzeugungen, Erfahrungen, in einen Zusammenhang mit dem Verhalten zu setzen. Das können wir nicht mehr wenn wir gestresst sind, deshalb müssen wir uns Räume im Alltag schaffen, in denen wir zur Ruhe kommen können. Das muss in euren jeweiligen Alltag passen und sich da zu fragen, wann kann so eine Zeit sein. Und sich dann bspw. auch bei mehreren Kindern ein einzelnes Kind „zu schnappen“, zum Beispiel vor dem Schlafengehen, oder ins Bett gehen – je nach dem wie es in den jeweiligen Alltag passt, um dann ins Gespräch zu kommen und zuzuhören.

    Familien sind ja ganz unterschiedlich mit der Situation umgegangen: Die einen haben sich und die Kinder komplett abgeschottet, andere sind moderater gewesen und haben ein paar Kontakte zugelassen. In meiner Vorstellung ist es insbesondere für Jugendliche die größte Schwierigkeit sich von Freunden fernzuhalten und sich stattdessen wieder in eine enge Familienstruktur einzufinden, denn gerade in der Pubertät ist doch Autonomie und Abgrenzung so wichtig, oder? Wie sind da deine Erfahrungen?

    Grundsätzlich war es für Jugendliche fast unerträglich keine Gleichaltrigen zu sehen. Es geht in diesem Entwicklungsalter sehr stark um den Identitätsaufbau und darum Erfahrungen zu sammeln. Natürlich bauen Kinder schon früher ihre Identität auf, aber als Teenager finde ich heraus „Wer bin ich?“ und „Wer bin ich nicht?“ und dafür braucht es die Spiegelung von außen und vor allem Gleichaltrige und gemeinsame Erfahrungen. Deshalb ist es wichtig, dass junge Erwachsene ihre Kontakte haben.

    Ich habe das in meiner Familie gesehen – meine Cousins sind 15 und 17 – es war für sie nicht immer leicht, den richtigen Weg zu finden. Insbesondere in einer Zeit, in der Jugendliche ja eher Abstand von den Eltern suchen. Wie können wir Kinder unterstützen? Kommunikation ist sicherlich oft der Schlüssel, aber wie leiten wir diese richtig? Wie können wir als Eltern hier vielleicht besser mit der Situation umgehen, damit es zuhause nicht ständig kracht?

    Hier ist für Eltern das Mentalisierungskonzept wieder ganz wichtig. Also ich weiß um das Innere und sehe nicht nur das Äußere. Als Beispiel die klassische Handysituation: Es ist Lockdown und ich sehe die ganze Zeit meinen Teenager am Handy, mache mir Sorgen und bin auch genervt. Zu mentalisieren und die inneren Beweggründe in den Dialog mit einzubeziehen und offen Fragen zu stellen wie bspw. „Du, ich sehe dich die ganze Zeit am Handy und ich kann mir vorstellen, dass du gelangweilt bist und es total schwer für dich ist gerade nicht draußen zu sein, aber eine Handyzeit hat sich echt gesteigert. Hängt das damit zusammen?“ Aber dann nicht zu erwarten, dass sie sofort darüber sprechen – das machen wir als Erwachsene, aber Jugendliche nicht unbedingt. Und dann ist das herausfordernde darauf zu vertrauen, dass sie von sich aus kommen und im besten Fall hilfreiche und entlastende Absprachen zu finden.

    Wir befinden uns ja in einer Zeit des “immer erreichbar seins” und das sorgt bei uns allen für einen enormen Druck. Bei Teenagern ist das ja nichts anders, oder? Hat das Verlangen des „immer erreichbar seins“ sich ggf. in den letzten Monaten noch verstärkt, da die Kinder viel zuhause waren und Freunde nicht sehen konnten und somit die Angst etwas zu verpassen noch größer wurde?

    Zu beiden Themen ein klares: Ja! Und hier bereits ab zehn Jahren. Druck entsteht durch Angst – „Ich habe keinen Kontakt“, „Ich bin nicht draußen“ „Ich könnte Freunde verlieren“, „Ich verpasse etwas“ und das erzeugt Unsicherheit. Und natürlich hat das zu einer enormen Steigerung der Bildschirmzeit geführt, um in den Kontakt zu treten.

    Was können wir da tun? Was kann helfen, um diesem Druck etwas entgegenzusetzen? “Kein Handy” ist natürlich an dieser Stelle keine Option – aber es muss ja etwas geben, dass nicht automatisch für zusätzlichen Stress in der Familie sorgt, oder?

    Das ist tatsächlich die meist gefragte Frage, seit ich meine Praxis habe.

    Das Schwierige ist hier ganz klar das Innere nicht aus den Augen zu verlieren und zu benennen, weil man als Elternteil gestresst ist und sich Sorgen macht. Dabei ist es viel leichter, wenn wir das zuerst benennen. Jugendliche können sich noch nicht so regulieren und reflektieren wie wir es können. Das Gehirn von Jugendlichen ist eine Großbaustelle, da in der Pubertät alle Synapsen neu miteinander vernetzt werden. Das Gehirn verändert sich in dieser Zeit sehr stark. Hinzu kommen starke hormonelle Veränderungen. Das macht enorm viel mit der Stimmung und der Regulationsfähigkeit.

    Das müssen sich Eltern wirklich bewusst machen. Gleichzeitig ist der Handykonsum ein Thema, das immer mit Konflikten zu tun hat. Eltern sollten hier also auch nicht scheuen in Konflikte zu gehen. Es kann Eltern unterstützen und vor allem entlasten, den gesundheitlichen Aspekt bei Jugendlichen anzusprechen und hierüber den Dialog zu führen. Der gilt wiederum für die ganze Familie, denn mit uns allen macht es etwas, wenn wir 8 Stunden am Bildschirm waren. Also auch hier gilt wieder in sich und auf die körperlichen Signale zu hören. Der Körper gibt uns Feedback.

    Ganz praktisch: Was können wir Eltern tun? Was müssen wir tun? Wie können wir hier unsere Kinder stärken und selbstbewusster machen?

    Journaling schreiben!
    Nicht das klassische Tagebuch, denn das wäre wieder ein täglicher Druck. Aber einfach mal aufschreiben, wie es mir geht und mich selbst zu spiegeln und mir „Dinge aus dem Kopf und von der Seele zu schreiben“. Hier kann ich auch schon lernen zu erkennen, wann ich mich selbst be- und abwerte. Oder man kann Journaling auch als Bestärkung nutzen und beispielsweise Sätze vollenden wie “Ich schätze an mir“, „Ich wünsche mir…“. Wir kommen alle auf die Welt und finden uns toll – und genau das muss man wieder erfahrbar machen – „Ich bin gut so wie ich bin“.

    Hände auf den Körper legen und den eigenen Atem spüren!
    Wir machen das mit Babys automatisch und haben ständig Körperkontakt und geben ihnen eine Begrenzung und dadurch Sicherheit. Jugendliche können sich eine Hand auf die Brust oder auf den SolarPlaxus legen, wenn sie aufgeregt sind und tief in den Bauch atmen – das schenkt Ruhe und gibt Sicherheit und stärkt das Selbstvertrauen – das gilt auch für uns.

    Erden!
    Sich einfach mal auf den Bogen ablegen und entspannt in den Bauch atmen oder alle Arten von Vorbeugen (wer Yoga kennt) machen. Oder auch die Kind-Position. All das erdet und resetet.

    Pfannkuchen-Rezept
    Es gibt einen Unterschied zwischen „sich sorgen“ und „sich kümmern“. Aber der Sorgen-Modus sorgt für Ängste, und wenn man darin steckt, kommt man oft so schnell nicht raus und kreist gedanklich um die Ängste. Hier hilft es sich einen Fokus zu setzen „weg von der Angst“ als eine Art Anker, zum Beispiel sich ein Pfannkuchen-Rezept vorzusagen. Ich brauche zwei Eier, 200 Gramm Mehl… Das sorgt direkt für einen Shift und sich dann zu fragen „Was brauche ich?“.

    Vielen Dank Annalena, für dieses tolle Gespräch.

    Vorschaubild by Paul Proshin on Unsplash
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