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    Toxoplasmose in der Schwangerschaft
    Symptome, Behandlung, Vorbeugung und mögliche Risiken für dein Baby

    Es gibt zahlreiche Erkrankungen und Infektionen, die bei gesunden erwachsenen Personen völlig komplikationslos verlaufen. Toxoplasmose kann jedoch in den 40 Wochen der Schwangerschaft ein ernsthaftes Risiko für dich und dein ungeborenes Baby darstellen.

    Die Infektionen kann die gesunde Entwicklung deines Kindes beeinträchtigen und zu vorzeitigen Wehen, Fehlbildungen oder im schlimmsten Fall sogar zu Früh- oder Fehlgeburten führen. Aus diesem Grund sind hohe Hygienestandards sowie die regelmäßige Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen von zentraler Bedeutung. Aber lass dich dadurch nicht völlig verunsichern oder nur noch ängstlich durch deine Schwangerschaft gehen. Selbst wenn es vor der Geburt zu einer Infektion kommt, so bedeutet das nicht automatisch, dass der Embryo erkrankt. Eine Ansteckung deines Kindes hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ist das rechtzeitige Gespräch mit dem Arzt oder der Hebamme grundlegend wichtig, damit rechtzeitig geeignete Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden können. 

     

    Die Toxoplasmose ist eine Infektionserkrankung, die durch den Erreger „Toxoplasma gondii“ hervorgerufen und von Katzen übertragen wird. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Tiererkrankung. Eine Toxoplasmose verläuft bei Erwachsenen in der Regel harmlos und meistens beschwerdefrei und somit unbemerkt. Bei Menschen mit geschwächten Immunabwehrkräften können sich leichte grippale Symptome bemerkbar machen. Kommt es während dem Schwangerschaftsverlauf zu einer Toxoplasmose-Infektion, kann dies für dein Kind gefährliche Folgen haben. Eine adäquate medizinische Behandlung ist somit sehr wichtig. 

    Wie kann ich mich mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft anstecken?

    Rund 40 Prozent aller werdenden Mütter haben sich in ihrem bisherigen Leben bereits einmal unbemerkt mit dem Toxoplasma-Parasiten infiziert und haben somit Antikörper gegen diesen Krankheitserreger entwickelt. Ist das bei dir der Fall, bist du vor einer erneuten Infektion geschützt und auch für dein ungeborenes Kind besteht ebenfalls keine Gefahr. Dies stellt dein Frauenarzt in einem Toxoplasmose-Antikörper-Test zu Beginn der Schwangerschaft fest.

    Für das Baby kann also nur die Erstinfektion mit dem Erreger gefährlich werden. Je weiter die Schwangerschaft vorangeschritten ist, desto höher ist auch das Übertragungsrisiko. Dafür reduziert sich aber das kindliche Erkrankungsrisiko: Je früher es also zur Infektion kommt, desto höher sind die Risiken und die möglichen Schäden. 

    Symptome & Folgen – Wie erkenne ich eine Ansteckung mit Toxoplasmose und was passiert mit meinem Kind?

    Toxoplasmose verläuft in den meisten Fällen symptomlos. In vereinzelten Fällen kann es zu grippeähnlichen Erscheinungen oder einer Schwellung der Lymphknoten am Hals kommen. Für den Embryo kann eine Infektion im frühen Schwangerschaftsverlauf gravierende Folgen haben. So kann es zu einem Befall der Augennetzhaut oder des zentralen Nervensystems kommen. Ob es im weiteren Verlauf zu Entwicklungsbeeinträchtigungen, geistigen oder motorischen Entwicklungsstörungen kommt, hängt davon ab, welche Hirnareale vom Erreger befallen wurden. In einigen Fällen können sogar Jahre später noch Spätfolgen auftreten, so beispielsweise Augenkrankheiten. 

    Welche Behandlung gegen Toxoplasmose gibt es?

    Vor der 16. Schwangerschaftswoche kann Toxoplasmose mit einem Antibiotikum therapiert werden. Nach der 16. Woche erfolgt eine Kombinationsbehandlung aus Antibiotika sowie einem speziellen Präparat gegen Parasiten. Eine Toxoplasmose-Impfung gibt es bislang leider nicht. Ein Bluttest kann feststellen, ob du bereits Antikörper gegen den Erreger besitzt. 

    Wie kann ich eine Infektion durch Toxoplasmose vorbeugen und worauf muss ich besonders achten?

    • Beim Umgang mit deiner Katze oder dem Besuch von Katzenliebhabern in deinem Familien- und Freundeskreis ist besondere Vorsicht geboten: Bitte küsse in der Schwangerschaft keine Katze oder kuschle zu intensiv mit ihr. Nach dem Streicheln sollten sich werdende Mamas sofort die Hände gründlich waschen.
    • Verzichte in der Schwangerschaft auf die Reinigung des Katzenklos. Diese Aufgabe sollte im Idealfall jemand anderes übernehmen.
    • Die Katze sollte nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden.
    • Gemüse, frische Früchte und Salat vor dem Verzehr sorgfältig waschen und nach Möglichkeit schälen.
    • Kein rohes Fleisch essen, auch keine Mettwurst oder Salami.
    • Nach dem Berühren von frischem Gemüse oder Fleisch die Hände gründlich mit Seife waschen.
    • Küchenhilfsmittel wie zum Beispiel Messer oder Schneidebrett nach der Verarbeitung von Gemüse oder Fleisch sorgfältig reinigen.
    • Erdhaltige Nahrungsmittel wie Karotten oder Kartoffeln sollten von anderen Lebensmitteln getrennt aufbewahrt werden.
    • Bei der Gartenarbeit immer Handschuhe tragen.
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