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    CAMILLA’S KOLUMNE
    „Von Sodbrennen und anderen Nebenwirkungen…“
    Camilla berichtet vom (gar nicht so glücklich wie geplanten) 6. Monat ihrer Schwangerschaft mit ihrem Sohn

    Wie fühlt es sich eigentlich an schwanger zu sein? Nach dem bei vielen Schwangeren gefühlsintensiven Wechsel von nicht-schwanger auf schwanger, gilt das zweite Trimester allgemein als das angenehmste.

    Doch Schwangerschaften verlaufen bei jeder Frau anders und werden auch so wahrgenommen. Und deswegen hat sicherlich auch jede werdende Mama etwas ganz Bestimmtes davon zu erzählen, einiges ähnelt sich sicherlich auch. Das gilt für verschiedene Frauen, wie für verschiedene Kinder, denn nie ist alles genau gleich. Und – das Gute (oder Schlechte?!) – auch während ein und derselben Schwangerschaft kann es Hoch- und Tiefphasen geben.

     

    Camilla hat bei ihrer zweiten Schwangerschaft Tagebuch – oder eher Kolumne – geführt. Die Beiträge sind bereits bei Mummy Mag erschienen und sie bestätigen vor allem wie unterschiedlich es auch der gleichen Frau beim zweiten Kind gehen kann… Nach dem ersten Trimester und ihrem Bericht vom 4. und 5. Monat folgt nun der 6. Monat. Für viele eine durchaus angenehme und Energie geladene Zeit. Wie war es bei Camilla und wie war oder ist es bei dir? Schreib uns gern: redaktion@mother-now.de – wir freuen uns!

    Und plötzlich ist der Bauch da!

    Ich könnte der heutigen Kolumne auch einen anderen Titel geben, beispielsweise „Die Bauch-Explosion“, denn der Bauch ist in dieser zweiten Schwangerschaft so schnell gewachsen, dass mein Bewusstsein gar nicht wirklich hinterher kommt. Immer wieder vergesse ich diese, in meinen Augen bereits jetzt schon, riesige Kugel und stoße ständig irgendwo an. Und natürlich kommen mit frühzeitig großem Bauch auch frühzeitig die Begleiterscheinung, wie Kurzatmigkeit, Schnaufen, Sodbrennen…

    „Du startest doch schon komplett anders: Du BIST schon Mutter!“

    Leider habe ich in Helenes Schwangerschaft nicht Buch darüber geführt, wann was passiert ist, heute finde ich das natürlich sehr schade, denn ich liebe es Vergleiche zu ziehen. Ich muss mich also auf mein Erinnerungsvermögen und meine persönliche Einschätzung verlassen – und beides ist bewiesener Maßen ein wenig verzerrt. Vor ein paar Tagen telefonierte ich mit meiner wundervollen Hebamme Sissi und musste ihr mal mein Leid klagen: „Sissiiiii, ich fühle mich im sechsten Monat so, wie bei Helene im achten oder neunten Monat. Wie kann das nur sein?“ Und was war ihre Antwort? Ganz nüchtern „Camilla, das ist auch deine zweite Schwangerschaft! Du bist schon Mutter und startest hier bereits unter komplett anderen Voraussetzungen, mit weniger Schlaf, mehr Belastung und ohne Pausen. Das ist normal.“ Uff! Diese Erkenntnis war für mich nicht leicht, aber sehr einleuchtend. Ja klar, es IST alles anders. Und insbesondere die körperliche Belastung ist wirklich sehr viel größer, als noch vor vier Jahren.

    „Nein Schatz, Du bist eine ganz tolle Schwangere! WIRKLICH!“

    Als ich meinen Freund letztens fragte, ob ich in der ersten Schwangerschaft auch so wehleidig war, sagte er, dass ich schon viel gemeckert habe. Zu seinem Glück schob er schnell hinterher, dass ich aber keine anstrengende Schwangere sei und auch damals nicht war und ich das alles ganz toll machen würde und dass er außerdem stolz auf mich sei. Sein Glück! Wusste er wahrscheinlich auch! Trotzdem, ich bin der festen Überzeugung, dass bei Helene das zweite Trimester wundervoll war, ich sehr viel energiegeladener war – und vor allem noch sehr viel beweglicher. Diesmal sitzt der Bauch so weit oben und ist so spitz und kugelig, dass ich bereits seit SSW 20 sehr viel weniger essen kann, schlechter Luft bekomme und – und DAS ist wirklich das Schlimmste – Sodbrennen habe.

    Sodbrennen, mein täglicher Begleiter!

    Ganz ehrlich, bis zu dieser Schwangerschaft wusste ich nicht mal, was starkes Sodbrennen überhaupt bedeutet. Ich kannte es eigentlich nur aus Erzählungen. Aber wie es deinen Alltag wirklich einschränkt und insbesondere die Abende zur Qual machen kann, das wusste ich nicht. Ich trinke Fencheltee und versuche basisch zu essen. Klappt nicht immer, weil mir da leider mein Heißhunger oftmals im Weg steht – und den kann ich einfach nicht aufhalten… Mir wurde von vielen Seiten Riopam als Wundermittel empfohlen, doch das hatte die Wirkung, dass ich Spucken musste. Ich ertrage den Geschmack einfach nicht. Also lebe ich lieber mit abendlichen Aufstoßen von übersäuertem Mageninhalt, als dieses schreckliche Magengel zur Hilfe zu holen. Und was auch ganz gut hilft: In wirklich kleinen Portionen essen, dann hat der Magen nicht so viel zu tun. Ist vielleicht auch das Gegenmittel für starke Gewichtszunahmen. Wie gesagt, bei Helene waren es 23 kg, ich wäre dankbar, wenn ich diesmal drunter bleiben würde. Schließlich ist dieses hohe Mehrgewicht und der tägliche Aufstieg in den vierten Stock Altbau mit Kind noch wesentlich belastender für Knie und Rücken, als beim letzten Mal. Man wird ja auch nicht jünger, ne?

    Füße hochlegen und einfach mal entspannen!

    So lautet also mein verfrühtes Motto für die nächsten vier Monate! Na gut, bei meiner stetigen inneren Unruhe und meinem Tatendrang, gar nicht so einfach. Ich gehe auch davon aus, dass ich wieder einmal an mir selbst scheitern werde, aber ich nehme es mir ganz fest vor! Arbeiten kann ich ja, wie gesagt, auch vom Bett oder der Couch aus. Sollten wir aber bald eine neue Wohnung finden, dann ist es auf jeden Fall vorbei mit Entspannung. Dann wird geplant, organisiert, gemalert, verschönert und dekoriert was das Zeug hält. Hach, das wär jetzt genau das richtige, für meinen extrem verfrühten Nestbautrieb. Auch der hat bei Helene viel später eingesetzt, während ich aktuell am liebsten unser ganzes Zuhause neu gestalten würde. Nun ja, zumindest in Helenes Zimmer habe ich ja schon damit angefangen. Den Rest verbietet mir zum Glück meine Vernunft. Ein wenig scheint davon ja noch übrig zu sein. Sollte ich aber demnächst spontan Farbe kaufen, um Wohn-, Schlafzimmer oder Küche neu zu streichen, informiere ich euch natürlich umgehend…

     

    Foto by Fräulein Stern Fotografie

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