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    Blessingway statt Babyshower
    So feierst du die bevorstehende Geburt und deine Weiblichkeit mit deinen Lieben – ein Erlebnisbericht

    Unsere Gastautorin und Mama Manuela ist mit ihrem dritten Kind schwanger und hat ihren ersten Blessingway gefeiert. Bei diesem besonderen und uralten Ritual für werdende Mamas geht es nicht um Konsum und Materialistisches wie bei vielen Babypartys. Ein Blessingway setzt voll und ganz auf’s Zwischenmenschliche und stärkt so die werdende Mutter und das Kind. Dass alle Beteiligten viel Kraft tanken und mitnehmen können und Beziehungen noch weiter vertieft werden ist ein willkommener und schöner Nebeneffekt.

    Worauf kommt es denn nun wirklich an im Leben? – Auf die Menschen, die uns umgeben!? Und auch, wenn wir das alle in unserem Herzen wissen, wird genau das vielleicht viel zu selten gesagt, geäußert und gefeiert – sich gegenseitig anerkannt und gewertschätzt. "Das machst du alles schon", sagst du jetzt? Eigentlich kann man es diesen Menschen aber nicht oft genug mitteilen, oder?


    Manuela hatte schnell konkrete Vorstellungen für diese Feier der Weiblichkeit und der bevorstehenden Geburt. Sie hatte hilfreiche Hände und vor allem die besten Freundinnen an ihrer Seite, die diesen Tag erst haben so magisch werden lassen. Vielleicht ist ein Blessingway auch das richtige für dich? Manu erzählt uns wie das "Unvergessliche" funktionieren kann, wer dabei sein muss, weißt nur du..!

    The Day  – My Blessingway

    Als ich meiner Freundin Anita erzählte, dass ich mit unserem dritten Kind schwanger bin, freute sie sich sehr und bald darauf war auch die Frage gestellt, ob ich vorhätte eine Babyshower oder vielleicht sogar eine Blessingway-Zeremonie zu feiern. Eine Baybshower hatten Freundinnen vor der Geburt unserer ersten Tochter für mich ausgerichtet. Damals war das okay. Ich hatte keine Ahnung.. Heute kommt so etwas überhaupt nicht mehr in Frage.

    Mit dem Thema Blessingway hatte ich mich bis dato nur bedingt beschäftigt. Umso mehr ich mich über Google, Social Media und Buchlektüre informierte, umso sicherer wurde ich: „Ja, genau das möchte ich!“ Ich fand sehr gute Inhalte, um mich mit wirklich allen Details dieser wunderbaren Zeremonie vertraut zu machen. 

    Wichtige Fragen an dich selbst: 

    • Welche Personen möchte ich dabei haben und wie viele?
    • Was ist mir wichtig in Bezug auf meine eingeladenen Personen?
    • Welche Umgebung ist mir wichtig für diese doch spirituelle Zeremonie?
    • Wie finde ich die geeignete Location ?
    • Und welche Abstriche bin ich bereit zu machen?
    • Welche Rituale – und da gibt es unzählige und unfassbar schöne – sollen dabei sein?

    Die Vorbereitungen 

    Meine Freundin und ich tauschten uns über all diese schönen Dinge aus, und sie eröffnete mir, dass sie mir diesen Tag, diese Zeremonie in all ihrer Schönheit schenken möchte. D.h. die Durchführung der gemeinsamen Stunden so strukturiert, thematisiert und wertvoll wie es nur geht zu gestalten, es zu einem wunderbaren Erlebnis inmitten meiner engsten und bedeutsamsten Freundinnen werden zu lassen und mich bei der Organisation zu unterstützen. 

    Ich war total berührt und zutiefst dankbar, zugleich auch absolut sicher: Wenn dieser Tag stattfindet, ist SIE genau die Richtige für die Anleitung dieser Zeremonie!

    Nach ausgiebiger Locationsuche, meiner Auswahl der Frauen, die ich gern dabei haben wollte (die sich auch stetig veränderte!) und Festsetzen der Rahmenbedingungen wie Catering vor Ort, durchzuführende Rituale, Ausstattung und Ambiente vor Ort konnte der lang ersehnte Tag zur Feier der Weiblichkeit, der bevorstehenden Geburt und der energetischen Aufladung und Stärkung für das Ende der Schwangerschaft kommen. Das Wetter spielte mit und wir hatten Sonnenschein mit frischer Brise an diesem Tag. 

    Der Tag

    Begonnen haben wir diesen Tag um 11 Uhr mit einer gemeinsamen, von Anita angeleiteten Meditation und einer „Ankommensrunde im Hier und Jetzt“ mit Moodkarten, einer Auswahl an Bildkarten mit entsprechenden Begriffen, wie z.B. bedingungslos, Freiheit, hoffnungsvoll, etc. 

    Wir haben uns über die Weiblichkeit, die Bedeutung der Weiblichkeit früher und heute, den weiblichen Zyklus und den damit einhergehenden Energiefluss und die Kraft die damit verbunden ist unterhalten und auseinandergesetzt. 

    Anita ist ausgebildeter Spiritual Coach und befasst sich schon lange und intensiv mit all diesen wunderbaren Themen, so dass wir gemeinsam und aufmerksam in einem Kreis, mitten auf einer Wiese, umgeben von Trauerweiden und wild angelegten Blumenflächen, in der Sonne, lauschten. 

    „Diese Kraft, die zu spüren war, ist bis heute für mich unbeschreiblich. "

    Im Anschluss haben meine Freundinnen eine Geburtskette für mich und unser Baby gebastelt. Hierfür werden Heilsteine/Glasperlen und anderen Steine (man kann auch Holzperlen und andere Perlen dafür nutzen) auf ein Band gefädelt und jeder Stein/jede Perle mit einem Wunsch von der jeweiligen Frau an die werdende Mama und das ungeborene Kind belegt. Um einen noch intensiveren Kontakt zueinander herzustellen, haben sich immer eine Freundin und ich uns gegenüber gesetzt und für ca. zwei Minuten schweigend in die Augen geschaut. Danach wurde mir der Stein, die Perle/die Steine, die Perlen aufgefädelt und mitgeteilt, wofür der/die steht. 

    Dieses Ritual ist eines der schönsten, emotionalsten und tief ins Herz gehende, das mir bekannt ist. 

    „Dieser Moment, mit dieser Freundin so tief verbunden zu sein, zu erinnern, was zusammen erlebt wurde, wie man sich kennt, bis ins tiefe Innere zu blicken und all das, ohne Worte.. WOW!"

    Das waren mit Sicherheit einige der schönsten und magischsten Momente in meinem Leben. Sie waren so pur und bedingungslos. 

    Nachdem alle mehr als ein Taschentuch benutzt haben und mir die fertige Kette überreicht wurde, haben wir uns eine Pause zum Durchatmen gegönnt und vom grandiosen Buffet gegessen. Hier war mir wichtig, dass es vegetarische, leicht bekömmliche und energiereiche Kost für alle gibt. So kamen wir uns näher und waren absolut verbunden mit diesem magischen Ort. 

    Rituale und Geburtskerze

    Neben weiteren Meditationen, dem Austauschen von Geburtsberichten, der Einführung durch Anita in Themenfelder wie Archetypen der Weiblichkeit, alte Mythen und Göttinnen und die Stärkung jeder Einzelnen durch Übungen, bei denen wir uns bewegten, wiegten und verwurzelten haben wir noch das Ritual der Geburtskerze mit aufgenommen. Dazu habe ich lange im Voraus Blüten und Federn gesammelt, Blüten getrocknet und gepresst, für jede eine Kerze besorgt, und diese wurde dann eben mit diesen Blüten, Federn, Bändern verziert. Sodass am Ende jede eine für sich gestaltete Kerze in der Hand hielt. 

    Der Sinn dahinter ist: Sobald die Geburt des Kindes einsetzt, zünde ich meine Kerze an, und versende – wie in unserem Fall in einer WhatsApp Gruppe – ein Bild der leuchtenden Kerze. Alle wissen, dann dass es los geht, und zünden (im besten Fall) ebenfalls ihre Kerze an und schicken ebenfalls ein Bild davon in den Gruppenchat und so wird die an diesem Tag eingefangene Energie entfacht und stärkt so die werdenden Mama unter der Geburt. Auch dieses Ritual zählt für mich zu einem der schönsten und emotionalsten, die ich herausgefunden habe. Gekrönt wurde dieser Zusammenhalt, diese Energie, diese gemeinsamen Erfahrungen, der Austausch an diesem Tag durch ein Armband, dass uns alle vereint und an diese wunderschöne Zeremonie erinnert.

    Offline, aber mit Fotografin

    Zu Beginn hatte ich festgelegt, dass ich darum bitte, die Handys und Smartwatches abzulegen, damit niemand auch nur einen Hauch abgelenkt wird. Meine Freundinnen wären nicht meine Freundinnen, wenn sie meinem Wunsch nicht nachgekommen wären. Deswegen hatte ich aber eine Freundin dabei, die professionelle Fotografin ist und ganz subtil und im Hintergrund beinahe jede einzelne Szene festgehalten hat. Das ist eine so große Bereicherung, denn von jeder Frau, von mir und dem Babybauch und auch der Umgebung sind so wundervolle Fotos entstanden, dass wir uns alle einig sind, bis heute diese vielen schönen Momente nachfühlen zu können. 

    Etwas zurückgeben

    Noch während der Vorbereitungen zu diesem Erlebnis, war es ein tiefer Wunsch von mir, all meinen Freundinnen, die dabei sein werden an diesem Tag, etwas zurückzugeben, was sie mir in all den Jahren gegeben haben. So habe ich auch die Chance genutzt, jeder einzelnen meine Liebe zu offenbaren und zu eröffnen, was SIE für mich zu so einer besonderen Person macht, wofür ich ihr dankbar bin und was mich auf ewig mit ihr verbindet. Damit sind wir nach 6 Stunden gemeinsamen Lachens, gemeinsamen Weinens, Basteln und purer Ehrlichkeit aus dem zeremoniellen Teil ausgestiegen, haben noch ein paar Fotos gemacht, gegessen und geschwatzt. Die Auflösung an diesem Tag war auch sehr bewegend und tat allen sehr sehr gut. 

    Für mich war es die perfekte Gruppe an Frauen, die mir an diesem Tag eins der größten Geschenke machen konnte! Alles war perfekt und ich zehre bis heute von diesem außergewöhnlichen Tag. Nicht nur für die bevorstehende Geburt, sondern auch diese tiefe Verbundenheit zu spüren, zu wissen, wie wertvoll ich für andere bin, aber auch für mich in Worte gefasst zu haben, von welchem unschätzbaren Wert jede einzelne dieser Ladys in meinem Leben ist!

    „Das machen wir in unserer Gesellschaft viel zu selten, uns besinnen auf das was da ist und die Personen die da sind und tiefe, fast demütige Dankbarkeit spüren und aushalten!"

    Fotos: Conny Kirste

    Spiritual Coach/Speakerin:  Anita Neumann („elternbusiness“)

    Organizer/Locationscout: Manuela Hupfer

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