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    Haustier Kinder

    Die Haustier-Frage: Hund, Katze oder Kaninchen?
    Ab wann ist mein Kind bereit für ein Haustier? Welches Haustier eignet sich am besten für Kinder und ab welchem Alter kann ein Kind überhaupt Verantwortung für ein Haustier übernehmen?

    Ewig liegen sie einem in den Ohren und am Ende werden die meisten Eltern dann doch immer weich. Aber so groß die Anfangsfreude mit dem neuen Haustier ist, so schnell verfluchen die Eltern oft auch schon wieder ihre Entscheidung. Plötzlich müssen sie dann doch ganz alleine morgens mit dem Hund Gassi gehen oder den Meerschweinchenkäfig sauber machen. So groß die Euphorie bei den Kindern ist, so hoch sind auch die Erwartungen bei den Eltern. Aber ab wann ist ein Kind wirklich reif, die Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen? Welches Tier eignet sich für die Familie? Und welchen Vorteil hat es für die Kinder, wenn sie mit Haustieren aufwachsen? 

    Ab welchem Alter sollte man ein Tier anschaffen?

    Die meisten Kinder lieben Tiere und wollen sie knuddeln, mit ihnen spielen und ihre Freizeit mit ihnen verbringen. Dennoch kann man auch Kinder beobachten, die im Umgang mit einem Tier oft recht ungestüm sind. Auch wenn die Katze eigentlich nicht will und sich wehrt, sie wird trotzdem herumgetragen und bedrängt. Das hängt natürlich vor allem mit dem Alter und dem Verständnis des Kindes zusammen. Grundsätzlich gilt, dass ein Haustier für Kinder unter 3 Jahren relativ ungeeignet ist. Natürlich können Eltern ihren Kindern bis zu diesem Alter den Umgang mit Tieren schon nahe bringen: Zoobesuche oder Ferien auf dem Bauernhof eignen sich dazu besonders gut.

     

    Erst ab einem Alter von etwa 3 bis 4 Jahren entwickelt sich bei einem Kind die Fähigkeit, sich in andere Lebewesen, auch in Tiere, gefühlsmäßig hineinversetzen zu können. Die Anschaffung eines Haustiers kann das Kind dabei unterstützen, seine Empathiefähigkeit auszubauen: Es lernt Rücksicht auf ein Lebewesen zu nehmen und erkennt die Bedürfnisse, die ein Tier hat. Diese sind oft andere als die eigenen: Wenn die Katze ihre Ruhe will und sich zurückzieht, muss es der Nachwuchs akzeptieren, ansonsten wird man mit Kratzen vertrieben. Kurzum: Das Kind lernt andere Lebewesen zu respektieren, deren Bedürfnisse zu achten und die eigenen auch einmal zurückzustellen.

    Welche Gründe sprechen für die Anschaffung eines Haustieres?

    Eines sollte zu Anfang klar sein: Ein Haustier braucht Zeit, Pflege und verantwortungsbewussten Umgang. Ihr solltet euch gemeinsam einigen, welches Tier am besten in die Familie und eure Lebensgewohnheiten passt. Hunde, Katzen und Vögel können unter Umständen recht alt werden. Was passiert, wenn der Nachwuchs das Interesse verliert, älter wird und irgendwann auszieht? Oft sind es dann die Eltern, die sich weiter um das Tier kümmern. Grundsätzlich jedoch haben Kinder in Familien mit Haustieren folgende Vorteile:

     

    • Der Umgang mit und die Verantwortung für ein Tier stärken die Selbstwahrnehmung und das Selbstvertrauen des Kindes. Wenn sich das Tier wohl fühlt, so weiß das Kind: Ich kümmere mich gut um mein Haustier, es fühlt sich bei mir wohl.
    • Durch den körperlichen Kontakt mit Tieren werden die Sinne gestärkt.
    • Im Umgang mit Tieren lernen Kinder Sozialverhalten, wie Rücksicht zu nehmen und mit anderen Lebewesen respektvoll umzugehen.
    • Die Bedürfnisse des Tieres „erziehen“ das Kind: Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein werden gefördert.

    Hund, Katz oder Maus – Welches Tier eignet sich für ein Kind?

    Diese Frage kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden, da es immer auf die Lebensumstände deiner Familie ankommt. Ungeeignet für Kleinkinder sind in jedem Fall Hamster, Schildkröten oder andere Reptilien. Hamster sind zwar niedlich anzusehen, dein Kind hat aber auch gleichzeitig sehr wenig von einem Hamster, da dieser ein nachtaktives Tier ist und am Tag meist schläft. Hamster wollen zudem meist nicht gestreichelt werden und beißen unter Umständen, wenn man ihnen zu nahe kommt.
    Schildkröten und andere Reptilien haben sehr hohe Ansprüche, was die Haltung angeht. Außerdem scheiden sie häufig Salmonellen aus, die besonders bei Babys und Kleinkindern zu schweren Durchfällen führen können.

    Welche Tiere sind dann geeignet für Kleinkinder?

    Ein Hund für dein Kind?

    Hunde sind Rudeltiere, zutraulich und somit die passenden Spielgefährten für Kleinkinder. Mit einem Hund können sie herumtoben, kuscheln und spielen. Eltern sollten jedoch bedenken, dass Hunde natürlich auch von den Erwachsenen viel Aufmerksamkeit brauchen und erzogen werden müssen. Bei der Anschaffung eines Hundes sollte der Platzbedarf des Tieres bedacht werden. Kleinere Hunde können in der Wohnung gehalten werden, bei größeren Tieren wäre ein Garten und viel Freilauf von Vorteil. Kleinkinder können sich noch nicht selbstständig und angemessen um einen Hund kümmern, können jedoch von den Eltern an die Verantwortung herangeführt werden. Dein Kind wird merken, dass man mit Bello nicht nur spielen und toben kann, sondern auch mehrmals täglich Gassi gehen muss.

    Eine Katze für dein Kind?

    Katzen sind meist anhänglich und verschmust. Sie haben aber auch ihren eigenen Willen und können sehr deutlich zeigen, wenn ihnen etwas zu viel wird. Eine Katze ist für Kleinkinder als Haustier zwar gut geeignet, sie nötigt ihnen aber auch Respekt und Rücksichtnahme ab. Fährt sie die Krallen aus und faucht, so muss das Kind lernen, dem Stubentiger seine Ruhe zu lassen. Eltern sollten ihr Kind mit dem Haustier aus diesem Grunde auch nie alleine lassen.

    Meerschweinchen und andere Nager für Kleinkinder?

    Für Kleinkinder sind Nager nur bedingt geeignet. Nicht immer sind sie zutraulich und lassen sich gerne streicheln oder durch die Wohnung tragen. Kinder wollen sich mit ihrem Haustier gerne beschäftigen, es knuddeln und streicheln. Oft können sie dabei ihre Kräfte nicht einschätzen und fassen Meerschweinchen und Kaninchen recht grob an. Denkst du über ein Nagetier nach, so ist auf jeden Fall eine enge Begleitung durch die Eltern nötig. Dein Kind lernt jedoch im Umgang mit diesen Tieren, wie sie zu versorgen sind. So können sie Löwenzahn sammeln, den Tieren Äpfel und Karotten reichen. Eltern denken oft, dass solche Kleintiere nicht so arbeitsintensiv sind. Das ist jedoch ein Irrtum: Jeden Tag muss der Käfig gesäubert und neu eingestreut werden sowie Rohkost besorgt und gefüttert werden. Im Optimalfall ist ein Garten mit Freigehege vorhanden, in dem die Tiere genügend Auslauf haben.

    Wellensittiche für Kinder?

    Wellensittiche können viel Spaß und Freude bereiten. Gibt man ihnen viel Zuwendung, so werden sie schnell handzahm und halten sich gerne bei ihrer menschlichen Bezugsperson auf. Man muss jedoch wissen, dass Wellensittiche Herdentiere sind und niemals alleine gehalten werden sollten, weshalb mindestens zwei Tiere angeschafft werden sollten. Kleinkinder finden Wellensittiche und andere Vögel oft nicht so spannend und interessant, da sie sie nicht streicheln und mit ihnen kuscheln können. Deshalb eignet sich die Haltung von Vögeln eher für ältere Kinder, die auch Interesse daran bekunden.

     

    Und was nun?

    Zunächst bietet es sich an, offen darüber zu sprechen, welches Tier sich dein Kind wünscht. Vielleicht hat jemand in der Familie oder im Freundeskreis so ein Tier und ihr könnt euch den Hund zum Beispiel mal zum Gassigehen begleiten und so sehen, ob ihr euch das wirklich vorstellen könnt. Gerade für den Urlaub suchen Hundebesitzer immer wieder nach einer Gastfamilie für ihren Vierbeiner, denn gerade Katzen bleiben oft lieber zu Hause. Du könntest dein Kind oder euch gemeinsam für die Pflege und Versorgung anbieten, so könnt ihr euch auch mit den notwendigen Pflichten vertraut machen wie zum Bespiel die Reinigung der Katzentoilette oder des Vogelkäfigs.

     

    Außerdem gibt es die Möglichkeit sich ehrenamtlich zu engagieren. In vielen Tierheimen werden helfende Hände gesucht, die neben den Gassirunden bei den Hunden auch Schmuseeinheiten schenken und bei der Verpflegung der Tiere helfen. Der Vorteil: Dein Kind kann sich schon einmal an die Aufgabe mit dem Tier herantasten und du kannst sehen, wie groß die Motivation dahinter tatsächlich ist. Das geht natürlich nur mit einem älteren Kind oder ihr macht es gemeinsam.

     

     

     

    Photo by Dawn on Unsplash

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