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    Wie viel Taschengeld braucht mein Kind?
    Empfehlung für die Höhe des Taschengeldes je nach Alter und wie dein Kind den Umgang mit Geld lernt

    Taschengeld für Kinder? Vor dieser Frage stehen viele Eltern und sind meist unsicher über die Höhe und das richtige Alter, um damit zu starten. Es sollte nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig sein. Pädagogisch sinnvoll sollte es ebenfalls eingesetzt werden. An welchen Werten kannst du dich als Eltern orientieren? Welche Höhe in welchem Alter ist angemessen? Soll das Taschengeld wöchentlich oder monatlich ausgezahlt werden? 

    Welche Empfehlungen gibt es für die Höhe des Taschengeldes? 

    Zunächst einmal gilt: Der Anspruch auf Taschengeld ist nicht gesetzlich verankert und somit besteht auch kein Rechtsanspruch auf die Zahlung von Taschengeld. Höhe und Rhythmus der Taschengeldzahlungen liegt also einzig in deinem eigenen Ermessen, auch ab welchem Alter du deinem Kind Geld geben möchtest. Als Orientierungshilfe für unsichere Eltern gibt es die sogenannte Taschengeldtabelle, die von den Jugendämtern herausgegeben wird. Die aktuellste Empfehlung sieht folgendermaßen aus: 

    An dieser Tabelle kannst du ablesen, wie mit zunehmendem Alter des Kindes die Taschengeldbeträge steigen, aber auch die Abstände bis zur nächsten Auszahlung länger werden. Bis 9 Jahren empfiehlt das Jugendamt eine wöchentliche Auszahlung des Taschengeldes. Dies ist auch sinnvoll, denn erst mit höherem Alter lernt ein Kind, sich sein Geld einzuteilen und über den Monat gesehen damit auszukommen.

    Taschengeld nach Alter

    4-5 Jahre: 50 Cent pro Woche

    6-7 Jahre: 1,50 – 2,00 Euro pro Woche

    8-9 Jahre: 2,00 – 3,00 Euro pro Woche

    10-11 Jahre: 13,00 – 16,00 Euro pro Monat

    12-13 Jahre: 18,00 – 22,00 Euro pro Monat

    14-15 Jahre: 25,00 – 30,00 Euro pro Monat

    16-17 Jahre: 35,00 – 45,00 Euro pro Monat

    18 Jahre: 70,00 Euro pro Monat

    Warum empfiehlt es sich, auch jüngeren Kindern bereits Taschengeld zu geben?

    Es geht darum, die Kinder anzuleiten, den Wert des Geldes schätzen zu lernen und zu erkennen, dass ein Monat lang sein kann. Hat dein Kind bereits in den ersten Tagen des neuen Monats sein Geld ausgegeben, so hat es für den Rest des Monats nichts mehr übrig. Wahrscheinlich wird es im nächsten Monat besser haushalten.
    Wichtig ist es aber auch, dass dem Kind das Taschengeld pünktlich und regelmäßig gezahlt wird und dass es nicht zuletzt auch im Einklang mit der wirtschaftlichen Situation der Familie steht. In Sachen Auszahlungsart ist die Variante „bar auf die Kralle“ übrigens sehr beliebt bei Kindern. Sie halten ihr Geld so direkt in der Hand, können es selbst weglegen und davon etwas nehmen, wenn sie Bedarf haben. Sind die Kinder älter, so kann man über ein Jugendgirokonto nachdenken, auf das das Taschengeld monatlich überwiesen wird. Jugendliche werden so angeleitet, ihre Bankgeschäfte bereits selbstständig zu tätigen.

    Was sollten Kinder vom Taschengeld bezahlen müssen? 

    Du kannst vorher mit deinem Kind genau abklären und besprechen, was vom Taschengeld selbst bezahlt werden muss und was du als Eltern weiterhin übernimmst. In erster Linie dient das Taschengeld dazu, dass kleinere individuelle Wünsche verwirklicht werden können, besonders bei jüngeren Kindern. Dazu zählen der Kauf von Süßigkeiten, Zeitschriften oder Spielsachen. Notwendige Ausgaben des Alltags wie Kleidung oder Schulbedarf sollten weiterhin von den Eltern übernommen werden. Vielleicht hast du aber auch schon selbst bei deinem älteren Kind bemerkt, dass Jugendliche oft irgendwann einen besonders ausgeprägten Geschmack für teure Markenkleidung entwickeln. Hier könntest du einen Kompromiss suchen, wenn es mal wieder die immens teuren Markenschuhe sein müssen: Der Nachwuchs spart die Hälfte selbst an, der Rest wird dann von Mama und Papa drauf gelegt. Nur so lernen Kinder den Wert des Geldes zu schätzen. Sie erkennen, dass Wünsche nicht immer sofort erfüllt werden können, sondern dass es eine Weile dauert und erst einmal sparen angesagt ist, bevor man sich etwas leisten kann.

    Taschengeld bitte niemals als Bestrafung einsetzen!

    Taschengeld oder vielmehr der Entzug von Taschengeld sollte niemals als Erziehungsinstrument missbraucht werden. Taschengeld sollte Kindern den gezielten und planvollen Umgang mit Geld näher bringen. Aus diesem Grunde wäre es kontraproduktiv dieses zu nutzen, um Kinder zu bestimmten Verhaltensweisen zu animieren. Schlechte Schulnoten oder unerwünschtes Verhalten rechtfertigen nicht den Entzug von Taschengeld. Ebenso kritisch ist es zu sehen, wenn extra Geld für gute Leistungen fließt.

    Was lernen die Kinder konkret, wenn sie Taschengeld bekommen? 

    Erst wenn Kinder ihr erstes eigenes Geld in den Händen halten, beginnen sie, sich für Preise und den Wert des Geldes zu interessieren. Sie fragen nach, was sie für den einen Euro in ihrer Hand denn jetzt überhaupt kaufen können. Sie lernen Dingen selbst einen Wert zuzuordnen und nicht nur zu akzeptieren, was ihnen von anderen gesagt wird. Das erste eigene Geld bedeutet für dein Kind auch ein Stück Entscheidungsfreiheit, aber hat auch einen Lerneffekt für das eigene Handeln: Gebe ich mein Geld heute schon für eine große Portion Eis aus oder spare ich es mir auf bis ich mir etwas zum Spielen leisten kann? Dein Kind wird in diesen Fällen sicherlich öfters in einen Zwiespalt geraten. Genau dies gehört dazu, den Umgang mit Geld zu erlernen. Als Eltern solltest du in diesen Fällen nur beratend zur Seite stehen und die Entscheidung deinem Kind überlassen, was es mit seinem Geld macht, auch wenn es zu Fehlkäufen kommt. Der Lerneffekt ist dann deutlich höher, wenn das ersparte Geld an einer anderen Stelle fehlt! 

    Unterstütze dein Kind beim Haushalten!

    Natürlich sollte dein Kind beim Haushalten unterstützt werden. Zeige ihm im Vergleich, was wie viel kostet und wie weit das Taschengeld bei bestimmten Ausgaben reicht oder eben nicht. Vermeide im besten Fall unregelmäßige Erhöhungen des Taschengeldes, weil dein Kind ansonsten eben nicht lernt, dass Geld nicht per Knopfdruck einfach fließt. Und wenn alle Extrawünsche nebenbei und neben dem Taschengeld stets erfüllt werden, verliert letzteres ebenso an Wert.


    Photo by Felix Koutchinski on Unsplash

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