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    Fremde, Sicherheit, Gefahr, Kind, gehen

    Sicherheit von Kindern: Geh nicht mit Fremden mit!
    So sensibilisierst du dein Kind und schaffst Bewusstsein für eine abstrakte Gefahrensituation.

    Es ist der absolute Horror aller Eltern, ob auf dem Land oder in der Stadt: Das eigene Kind wird auf dem Nachhauseweg angesprochen und weggelockt oder sogar im schlimmsten Fall entführt. Man hat das Gefühl, als könnte man nicht früh genug damit anfangen, seinem Kind einzubläuen, dass es niemals mit Fremden mitgehen soll. Die Sicherheit des Kindes ist ein heikles Thema, das in vielen Familien mit Angst besetzt ist. Wie bringe ich meinem Kind das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz zu Fremden bei?  Wie schaffe ich eine Aufklärung, ohne mein Kind völlig zu verschrecken? Was erzähle ich und was nicht?

    Ab wann solltest du bei deinem Kind das Verhalten gegenüber Fremden thematisieren?

    Kindern wird beigebracht im Umgang mit anderen Menschen freundlich, offen und höflich zu sein. Es gibt aber auch Menschen, die Kindern nicht unbedingt wohl gesonnen sind und andere Gedanken hegen, wenn sie auf Kinder zugehen. Dieses Thema muss in der Familie unbedingt besprochen werden. Natürlich ist es nicht immer leicht, da Sicherheit nicht jeden Tag Thema am Familientisch sein kann und die Kinder sich nicht ständig ängstigen sollen. Nicht jeden Tag steht hinter jeder Hausecke der besagte böse Mann. Wann ist der richtige Zeitpunkt mit Kindern darüber zu sprechen?

    Experten raten, dies spätestens ab dem Grundschulalter zu tun. Also dann, wenn Kinder auch einmal alleine zu Freunden gehen oder auf dem Schulweg unterwegs sind. Natürlich ist es besser, schon sehr viel früher darüber zu reden. Auch auf dem Spielplatz kann man sein Kind aus den Augen verlieren oder das Tor zur Straße kann offen sein.

    Bereits mit vier Jahren können Kinder bestimmte Gefahren erfassen. Wenn man es kindgerecht erklärt, können Kinder dann bereits verstehen, dass sie bei fremden Menschen lieber auf Abstand gehen sollen. Wenn sich das Gespräch in der Familie nicht ergibt, kannst du das Thema Sicherheit auch selbst aufgreifen. Bücher können als Gesprächsanlass dienen, auch Familienberatungsstellen oder ein Gespräch mit der Kitaerzieherin, die darin geschult ist, können sinnvoll sein und helfen.

    Unsere Tipps um Kinder im Umgang mit Fremden zu sensibilisieren:

    • Bringe deinem Kind frühzeitig bei, dass es Nein sagen darf und muss, wenn es etwas nicht möchte. Dies steht im Zusammenhang mit dem Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins. Stärke die Selbstsicherheit deines Kindes so, dass es sich auch traut „Stopp!“ zu sagen. Am besten übst du solche Sätze mit deinem Kind ein für den Fall, dass es alleine unterwegs ist und von Fremden angesprochen wird. Dein Kind soll lernen, laut und deutlich zu rufen: „NEIN, ich möchte nicht mit Ihnen reden!“ oder „NEIN, ich gehe nicht mit Ihnen mit!“ So ist ihm auch die Aufmerksamkeit von Passanten sicher.
    • Gib deinem Kindern für solche Situationen Handlungsanweisungen mit: Wird das Kind angesprochen, so soll es am besten in das nächste Geschäft laufen und um Hilfe bitten. Für diesen Fall ist es wichtig, dass dein Kind die Telefonnummer von euch Eltern bei sich trägt.
    • Du kannst mit deinem Kind ein Familienpasswort vereinbaren: Einzig die Eltern, das Kind und weitere vertraute Personen wissen dieses Passwort. Dies ist wichtig, wenn Eltern das Kind nicht selber irgendwo abholen. Dem Kind wird untersagt mit einem Fremden mitzugehen, der das gemeinsame Passwort nicht nennen kann.
    • Wichtig ist, dass in der Familie eine gute Vertrauensbasis herrscht. Du solltest immer wissen, wo dein Kind gerade hingeht oder bei wem es sich aufhält. Bereits in diesen Situationen muss das Kind lernen, sich an Regeln zu halten. Wenn sich Pläne ändern und dein Kind zu einem anderen Freund geht, als vereinbart, muss es unbedingt die Eltern davon in Kenntnis setzen, dass es in Sicherheit ist. Auch kleine Kinder müssen wissen, dass sie nicht ohne Bescheid zu sagen den Spielplatz verlassen dürfen und auch nicht ohne Abmeldung mit einem Spielkameraden oder Nachbarn mitgehen sollen.
    • Besprich mit deinem Kind, wer ein Fremder ist und wer nicht. Deinem Kind sollte natürlich keine Angst vor anderen Menschen eingejagt werden, aber auch nicht jedem Bekannten würdest du dein Kind anvertrauen.
    • Du solltest deinem Kind signalisieren, dass es mit dir über alles sprechen kann und seine Erzählungen und Geheimnisse bei dir sicher sind. Dazu ist eine gute Kommunikation in der Familie Voraussetzung, z.B. wenn jeder beim Abendessen über seine Erlebnisse am Tag erzählt.
    • Du musst deinem Kind nicht bis ins Detail erklären, warum genau ein Fremder böse sein kann und was genau passiert, wenn es mit einem Fremden mitgeht. Es reicht, wenn dein Kind eine bestimmte Grenze kennt und als solche eingespeichert hat. Das Wieso und Warum dieser Regel ist bei einem Kleinkind in diesem Fall nicht so relevant. Es kann aber sehr wohl verstehen, was Sicherheit bedeutet.
    • Oft fällt es Kindern schwer zu unterscheiden was erlaubt und was verboten ist. Hier sollten ganz klare Regeln festgelegt werden: „Wenn eine fremde Person deinen Körper anfassen möchte, so ist dies auf jeden Fall verboten!“
    • In vielen Städten und Kreisen werden auch Sicherheitstrainings angeboten. Diese finden in Kooperation mit der Polizei statt und dort wird das Verhalten in diversen Notsituationen trainiert. Hier ein Link zu einem solchen Angebot in Berlin.

    Und hier noch einige konkrete Regeln für den Fall der Fälle:

    • Sag deinem Kind immer, wo du als Mama oder Papa zu erreichen bist.
    • Geht dein Kind verloren, ist es auch schon bei Kleinkindern wichtig, dass sie ihren Nachnamen und ihre Adresse wissen.
    • Findet dein Kind nicht mehr nach Hause, sollte es zuerst Frauen mit Kindern ansprechen, dann Frauen ohne Kinder und im Zweifelsfall Männer mit Kindern. Dort ist es in Sicherheit.
    • Bring deinem Kind bei Fremde zu siezen, das schafft Distanz.
    • Zeige deinem Kind Grenzen im Verhalten auf: Zu Hause darfst du dich ausziehen, das ist ok. Bei fremden Menschen nicht.
    • Signalisiere deinem Kind, dass es auch Geheimnisse verraten darf, wenn sich etwas schlecht anfühlt.
    • Erkläre deinem Kind, sich immer fern von fremden Autotüren zu halten.
    • In einer Notsituation „Feuer“ statt „Hilfe“ rufen. Das sichert die Aufmerksamkeit von Passanten oft mehr.
    • Nicht planlos wegrennen, sondern mit einem Ziel. Immer gut besuchte Orte als Zuflucht wählen wie Restaurants oder Geschäfte.
    • Mache deinem Kind klar, dass es sich in einer gefährlichen Situation auch körperlich wehren darf: Beißen, Kratzen oder Zuschlagen sind in diesem Moment erlaubt.

    Wie gehst du damit um, wenn eine solche Gefahrensituation dennoch eingetreten ist?

    War dein Kind in der Situation, dass es von einem Fremden angesprochen wurde und ist dieser entflohen, so sollten Eltern zuerst einmal Ruhe bewahren und dem Kind verdeutlichen, dass es in Sicherheit ist. Die Geschichte des Kindes sollte angehört und danach die Polizei gerufen werden. Signalisiere deinem Kind weiterhin unbedingt, dass es sich vollkommen richtig verhalten hat, weggelaufen ist und sofort davon erzählt hat. Im Nachhinein sollten Eltern diese Situation in Ruhe noch einmal thematisieren und dem Kind klar machen, was hätte passieren können.

    Wichtig: Lobe dein Kind, besprich die Situation und warnen es , dass es auch anders hätte ausgehen können. Nimm vor allem natürlich jede Kleinigkeit und Andeutung ernst, auch wenn sich später herausstellt, dass nur ein Nachbar etwas gefragt hat. 

     

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