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    So kannst du dein Kind im Haushalt einbinden
    Diese Aufgaben können deine Kinder zu Hause übernehmen und mit diesen Tipps gelingt die Teamarbeit

    Die aktuelle Lage ist anstrengend, denn irgendwie fällt alles zusammen: Homeoffice, Kinderbetreuung, Haushalt, Versorgung und Homeschooling. Dazu kommt sicherlich bei vielen eine mentale Grundspannung durch die Unsicherheit der Situation. Viele Pädagogen sagen: Die Kinder könnten derzeit von ihren Eltern auch anderes lernen, als das, was der Wochenplan der Schule vorgibt. Ob das ein Hobby vom Papa ist oder eben einfach Büroarbeit, wie ausdrucken, einen Drucker einrichten und der Umgang mit Technik auf Arbeits- und nicht Spielebene. Oder du bindest einfach die Kinder mehr in die anfallende Hausarbeit ein. Letzteres hat den großen Vorteil, dass es das Gesamtpensum, das auf den Eltern liegt, entlasten kann. Aber welchen Aufgaben passen da genau und wie schafft man es, ein gutes Team zu werden?

    Den Tisch nach dem Essen abräumen, Geschirrspülmaschine einräumen, das Kinderzimmer aufräumen, Wäsche waschen, aufhängen, einräumen, putzen, Staubsaugen – Aufgaben wie diese fallen fast täglich an und sie sind oft sehr zeitaufwendig. Wenn Kinder im Haushalt mit anpacken, kann das eine kleine oder auch große Erleichterung im Alltag bedeuten. 

    Das Einbeziehen der Kinder in Haushaltsaufgaben ist sogar pädagogisch wertvoll.

    Grundsätzlich sollten Kinder möglichst früh mit einbezogen werden, auch wenn sie erst einmal noch keine wirkliche Hilfe sind. Aber so sehen sie Hausarbeit als etwas ganz Normales an. Z.B. können Kinder mit 1,5 bis 2 Jahren schon die Wäscheklammern reichen und dabei gleich die Farben lernen.

    Die Einbeziehung stärkt zum einen neben dem Verantwortungsbewusstsein auch das Selbstbewusstsein der Kinder. Auf der anderen Seite werden die Kinder selbständiger und die Teamarbeit wird gestärkt. Daher kannst du dein Kind ruhig schon frühzeitig an Haushaltsaufgaben heranführen. Am besten natürlich auf eine spielerische Weise.

    Achte darauf, dass du die Aufgaben gewissenhaft und dem Alter entsprechend an dein Kind verteilst. Am besten ist es, einen Plan oder ein anderes System aufzustellen, anhand dessen jeder sofort erkennt, wann wer was zu tun hat. Wer für welche Aufgaben zuständig ist, kann in einer gemeinsamen Familienkonferenz für jede Woche neu besprochen werden. Die Kinder sollten allerdings selbst entscheiden können, was sie erledigen möchten. Orientiert euch natürlich auch an der Machbarkeit (Alter, Zeit).

    Es sollte nicht dazu kommen, dass dein Kind mit der jeweiligen Aufgabe überfordert oder auch unterfordert ist. Dann macht es nämlich keinen Spaß und das sollte es – wenigstens bis zu einem gewissen Grad.

    Wenn Kinder im Haushalt helfen sollen: Tipps zur Motivation

    Loben, loben, loben

    Es gibt verschiedene Ansätze, die Hausarbeit innerhalb einer Familie zu organisieren. Versuche Geld dabei außen vor zu lassen. Der Lohn heißt hier statt Bezahlung: angemessenes Lob, Eigenständigkeit, Stolz und das Gefühl, ein wichtiger Teil eines Teams zu sein.

    Aufgaben im Haushalt gerecht verteilen

    Führt die Familienkonferenz ein! Hier kann über Notwendiges und Wünsche und einen groben Haushalts-Fahrplan gesprochen werden. Vereinbarte Aufgaben notiert die Familie auf Pappkärtchen. Heftet dann jeden Morgen ein bis zwei dieser Aufgaben-Kärtchen auf eine Pinnwand mit den Feldern „Name1“ und „Name2“. So steht etwa bei einem „Müll zur Tonne bringen“ und bei dem anderen „Tisch decken“.

    Guter Trick: Auswählen lassen

    Damit alles fair bleibt und die Kinder zusätzlich motiviert werden, gibt es einen kleinen Trick: Eltern lassen Kindern die Wahl zwischen zwei Aufgaben. Möchtest du lieber abwaschen oder Staub saugen? Das Kategorisieren lernen Kinder erst allmählich – mit unserer Unterstützung: Stifte gehören zu den Malsachen und Socken in den Kleiderschrank. Die Lösung liegt in ganz klaren Anweisungen: „Lege bitte alle Spielsachen in die Kiste zurück.“

    Diese Checkliste gibt dir eine Übersicht darüber, ab welchem Alter Sie Ihre Kinder in welche Haushaltsaufgaben einbeziehen können:

    Einjährige:

    • Schmutzwäsche in den Wäschekorb werfen
    • Die Wäscheklammern reichen beim Wäsche aufhängen (nach Farben)
    • Mit Mama gemeinsam Staub saugen
    • Gemeinsam Spielzeug aufräumen

     

    Zwei- bis Dreijährige:

    • Kleine Teppiche einrollen
    • Handtücher und Geschirrtücher zusammenlegen
    • Wäsche aus der Waschmaschine räumen
    • Spielzeug aufräumen
    • Beim Bettenmachen helfen
    • Beim Tisch decken helfen
    • Schuhe putzen
    • Aufkehren

     

    Vier- bis Fünfjährige

    • Geschirr spülen und abtrocknen
    • Blumen schneiden und arrangieren
    • Tisch abwischen
    • Waschbecken auswischen
    • Strümpfe sortieren und vielleicht sogar zusammenlegen
    • Gewaschene Wäsche aufräumen
    • Beim Obst und Gemüse schneiden helfen (Gurken, Bananen, Äpfel)
    • Tisch decken
    • Spiegel putzen
    • Topfpflanzen pflegen
    • Ausgewählte Gartenbeete betreuen
    • Spülmaschine ein- und ausräumen

     

    Sechs- bis Achtjährige

    • Kochen (unter Anleitung)
    • im Garten mithelfen, z.B. Unkraut jäten
    • Betten machen und beziehen
    • Staubsaugen, Kehren
    • Müll rausbringen
    • Haustiere versorgen

    Neun- bis Zehnjährige

    • Wäsche sortieren und zusammenlegen
    • Größere Putzaufgaben wie Badezimmer putzen
    • Böden wischen
    • Kleinigkeiten einkaufen
    • Pausenbrote selbst machen


    Elfjährige und Ältere

    • – Wäsche waschen
    • Fenster putzen
    • Kochen
    • Am Wochenende Frühstück machen
    • Kuchen backen

    Beachte bitte

    All das sind nur kleine Hinweise bzw. Orientierungen. Du kennst dein Kind am besten, daher achte individuell darauf, welche Aufgaben dein Kind übernehmen könnte. Es ist völlig in Ordnung, wenn du deinem Kind schon früher oder auch erst später mit manchen Aufgaben betreust, wenn du denkst es ist noch nicht oder auch schon so weit. Sprecht gemeinsam über die Aufgaben und findet Kompromisse, die für eure Familie am besten sind. Denn nur darum geht es. Ihr als Familie sollt euch gegenseitig unterstützen und helfen. 

    Photo by Felix Prado on Unsplash 

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    Die Diplom-Kauffrau mit jahrelanger Agentur- und Redaktions-Erfahrung ist Mama von 3 Söhnen und ein absoluter Sonnenschein. Ohne ihr blaues Fahrrad ist Saskia nie unterwegs und wahrscheinlich hat sie deshalb so gute Laune, weil sie die einzige von uns ist, die sich bei Wind und Wetter an der frischen Luft bewegt. Egal wie stressig und voll die Tage sind, Saskia schafft es nicht nur immer top auszusehen, sondern nebenbei auch noch uns allen Komplimente zu machen. Sie bereichert mit ihrem Spirit das Unternehmen und ist für unsere Redaktion zuständig und wer Aufmunterung braucht, der ist bei ihr genau an der richtigen Adresse.

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