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    Deshalb ist (vor-)lesen so wichtig
    Anzeige – Welchen Einfluss Bücher auf unsere Kinder haben und wie wir sie damit stärken können, erklärt Kinderbuchautorin und Illustratorin Stefanie Dahle

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und kann sich an alles anpassen. Das wissen auch Hoggs und seine Freunde und wollen deshalb mit ihrem noch gar nicht so mutigen Bärenfreund das Mutig sein üben… Erzählungen wirken sich besonders positiv auf die kognitive Entwicklung aus, durch das "in andere Rollen schlüpfen" lernen wir unterschiedliche Blickwinkel kennen und uns in andere Menschen hineinzuversetzen. Wir sehen, wie die Protagonisten Erfahrungen und Handlungen reflektieren und lernen dies gleich zu tun. Ein wichtiger Schritt beim Erwachsenwerden (und sein). 

    Kinderbuchautorin und Illustratorin Stefanie Dahle hat die Bärenfigur Hoggs und das Stinktier Poki erfunden und zeigt durch sie nicht nur, dass jeder lernen kann, mutig zu sein, sondern auch, wie schön es sein kann, sich Hilfe zu holen und etwas gemeinsam zu schaffen. Es geht um die innere Einstellung – eine wichtige Erkenntnis in Sachen Selbstbewusstsein.

    Mit uns hat die Autorin des Arena-Verlags darüber gesprochen, was Lesen alles sein kann, was wir damit lernen und fördern, wie wichtig ist, “wie” man liest.

    Liebe Stefanie, wir haben dein wundervolles neues Buch bekommen und es gleich zu Hause an unseren kleinen Buchtesterinnen ausprobiert. Die leuchtenden Augen waren ein ganz klar überzeugtes Feedback. Man hat direkt die Kraft der Worte und Bilder gespürt. Was liegt für dich die Faszination, Kinderbücher zu schreiben und zu illustrieren?

    Das freut mich zu hören. Wahrscheinlich liegt es daran, dass in Kinderbüchern alles möglich ist. Es gibt keine Grenzen. Als Autor hast du die Möglichkeit, ganz nach deiner eigenen Fantasie Welten zu kreieren, Geschöpfe und Personen zu erschaffen. Das Illustrieren lässt dich Designer, Architekt, Schneider oder Landschaftsgärtner sein. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Man muss keine Rücksicht auf physikalische Gegebenheiten nehmen. Vor allem aber darf man völlig verrückte Dinge tun und sich ausleben. Das ist das tolle in diesem Beruf.

    Wie kam es dazu, dass du Illustratorin und Kinderbuchautorin wurdest? Muss man dafür die Welt durch die Augen der Kinder sehen?

    Auf jeden Fall. Ich liebte es schon als Kind, in Büchern zu versinken. Ich erinnere mich bis heute detailliert an Bilder aus Büchern, die es längst nicht mehr gibt. Ich habe wohl nie vergessen, wie es ist durch 5-jährige Augen zu blicken. Kinder haben eine so freie ungezwungene Art Sachen zu sehen und zu entdecken, ganz zu schweigen von ihrer Vorstellungskraft. Bei mir muss davon viel hängen geblieben sein. Durch meine ganze Jugend hinweg haben mich Bilder von Märchen und Volksgeschichten begleitet. Ich wollte schon immer Bücher illustrieren und machte das Abitur nur, um Kunst zu studieren. Das war das Ziel.

    Wie schaust du jetzt als Erwachsene auf die Welt? Ist das eine besonders schöne Begleiterscheinung bzw. Voraussetzung deines Berufes?

    Ich nehme mich selbst nicht besonders ernst. Zwar bin ich eine erwachsene Person, trotzdem habe ich mir meine teils kindliche Sicht auf die Welt bewahrt. Vieles versetzt mich in kindliche Begeisterung. Mir ist wenig peinlich. Ich würde auf jeder Kreuzung ein Verkehrschaos verursachen, nur um eine Kröte über die Straße zu tragen. Man darf das Leben nicht allzu ernst nehmen, sonst vergisst man ja zu träumen.

    Oh ja, das sagst du schön. Davon sollten wir uns alle eine Scheibe abschneiden. Warum und wofür ist das Lesen für Kinder aber auch so besonders wichtig?

    Für meine beiden Kinder wäre ein Leben ohne Bücher undenkbar. Es gibt viele Gründe warum. Allem voran, wird man am Nabel fort in eine Geschichte gerissen und darf selbst und ganz ohne digitale Medien ein Abenteuer erleben, allein durch Vorstellung, angeregt durch Illustrationen. Die Kinder werden in so vielen Themenbereichen angeregt, bestärkt und gefördert. Selbständiges Handeln, Freunde finden, Mutig sein, sind Beispiele für Themen in denen Kinder durch gute Bücher angeregt werden. Gerade in jungem Alter ist das unerlässlich. Vor allem, um sozial stabil und sicher zu sein.

    Kannst du das noch ein bisschen genauer beschreiben, inwiefern Kinderbücher und Geschichten Einfluss auf unsere Kinder haben? Wie stark kann dieser Einfluss sein?

    In Kinderbüchern rücken viele Themen in den Fokus, Wissensbücher mal außen vorgelassen. Die Themen liegen meist in sozialen Problemen begründet. Freundschaft, Streit, Ängste, Mutig sein oder Verluste werden aufgegriffen. Der Leser kann hautnah miterleben wie der Protagonist handelt, um soziale Defizite bei sich selbst oder anderen zu heilen. Der Einfluss ist stark. Das eigene Handeln wird reflektiert, die Kinder lernen aus Beispielen. Dazu kommt der sprachliche Aspekt. Der Wortschatz erweitert sich und das Gefühl für Sprache und Satzgefüge und die Konzentrationsfähigkeit werden gefördert. Nicht zu vergessen ist auch das Miteinander beim gemeinsamen Lesen;)

    Was glaubst du, bei welchen Themen Kinder besonders Bestärkung und Unterstützung brauchen?

    Besonders wichtig finde ich Individualität. Kinder sollten lernen sich weder für Herkunft noch Äußerlichkeiten zu schämen. Leider ist das immer noch viel zu oft Thema. Der Umgang mit Fremden, Streit mit Freunden oder Konflikte allgemein sollten an Kinder herangeführt werden, um zu fördern und zu bestärken.

    Dein neuestes von dir geschriebenes und illustriertes Buch “Die zauberhaften Drei – Hoggs und der Bärenmut” handelt von einem ängstlichen Bären und seinem besten Freund, dem mutigen Stinktier. Die Freunde wollen in gemeinsam-sind-wir-stark-Manier die Angst überwinden und das Mutig sein “üben”. Wie kam dir die Idee zu dem Buch und was lag dir bei der Geschichte besonders am Herzen?

    Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Es gab anfangs viele Ideen. Allerdings fand ich von Anfang an einen Bären der möglicherweise mit Zauberei in Berührung kommt, total spannend. Vor allem, weil ein Bär allein seines Gemüts und der Behäbigkeit wegen gar nicht so recht zu einem Zauberstab passen will. Mir hat dieser Gedanke gefallen. Wäre ich ein Bär, würde mir Zauberei eine Heidenangst einjagen. Damit war der ängstliche Bär Hoggs geboren, der den Mut in sich finden soll.

    Was ist die Botschaft, die du den Kindern nahebringen willst?

    Mutig sein ist keine Frage der Größe, sondern der Einstellung und Erfahrung, aber auch des Selbstbewusstseins. Man kann auch gemeinsam stark sein und herausfinden, ob es überhaupt Grund zu einer Furcht geben muss. Hilfsbereite Freunde und Zuspruch können diesbezüglich eine Menge bewirken.

    Es wird bald weitere Abenteuer “Der zauberhaften Drei” geben. Was erwartet uns?

    Das ist natürlich ein Geheimnis;) Aber ich kann verraten, dass dieses Mal das Stinktier Poki im Mittelpunkt stehen wird und mit Problemen zu kämpfen hat. Das Ganze wird natürlich erschwert durch diverse zauberische unvorhersehbare Kleinigkeiten;)

    Wenn man nun so ein aufregendes Buch vor sich hat, in das man durch die Bilder förmlich reingezogen wird, ist es doch bestimmt auch besonders wichtig, wie man liest, oder?

    Sehr wichtig. Lesen muss *Abschalten* bedeuten. Ruhe und Gemütlichkeit sollen den Leser in eine andere Welt entführen. Ohne Zeitdruck. Ohne Zwang. 

    Mir ist es auch schon passiert, dass ich meinem Kind unter Druck vorgelesen habe. Das endet in einer schrecklichen aneinander Pressung von Sätzen ohne Betonung, Hochs oder Tiefs. Alles hört sich belanglos an. Das ist nicht schön. Man soll sich Zeit nehmen und genießen, damit es auch für andere ein Genuss sein kann.

    Hast du denn dann auch einen persönlichen Tipp, wie man es schafft, diese Orte und Atmosphäre zu kreieren, um Kinder in Geschichten und Bücher abtauchen zu lassen?

    Ich würde sagen, nichts eignet sich besser als ein kuscheliger Rückzugsort. Abends im Bett, wenn alles erledigt ist. Behaglichkeit mit Tee, Keksen oder einer Kerze, all das sind Dinge, die das Lesen zu einem zeremoniellen Erlebnis machen.

    Liebe Stefanie, vielen lieben Dank für das Interview.

                                                                                                                                                                 

             Titel:                    Die zauberhaften Drei (1). Hoggs und der Bärenmut          
             Autor:                    Stefanie Dahle          
             Artikelnummer:                    978-3-401-71459-2          
             Preis:                    14,00 € 
             Alter ab:                    3 Jahre          
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    Bilder Arena Verlag und Social Moms.

    Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit dem Arena Verlag.

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