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    Unfruchtbarkeit Männer Symbolfoto

    Unfruchtbarkeit bei Männern – was kann man(n) tun?
    Ob körperlich, genetisch oder psychisch - Diese Ursachen kann es bei deinem Mann haben, wenn du nicht schwanger wirst

    Ein unerfüllter Kinderwunsch kann sehr belastend sein – für euch als Paar und für euch als Einzelpersonen. Denn nicht nur Frauen fragen sich, ob sie das Problem sind, ob sie womöglich unfruchtbar sind. Auch Männer plagen sich mit solchen Gedanken über Unfruchtbarkeit.

    Bei der Frau liegt es oftmals an einem hormonellen Ungleichgewicht oder auch an organischen Problemen. Dies kann dein Gynäkologe in Gesprächen und verschiedenen Untersuchungen abklären. In vielen Fällen liegt es jedoch auch am Mann. Was können die Gründe für Unfruchtbarkeit beim Mann sein? Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es für Unfruchtbarkeit? Wo können sich Männer hinwenden, um sich untersuchen zu lassen und Gewissheit zu bekommen? Wir haben einige Infos für dich und euch zusammengestellt.

    Die Sache mit den Spermien

    Wenn Männer zeugungsunfähig oder nur eingeschränkt zeugungsfähig sind, so liegt dies in der Regel daran, dass die Qualität ihres Spermas nur ungenügend ist, was die Befruchtung der Eizelle nahezu unmöglich macht. Die häufigsten Faktoren hierbei sind:

    • Menge der Samenflüssigkeit
    • Die Anzahl der Spermien. Sie wird gemessen in Anzahl der Spermien pro Milliliter
    • Form und Gestalt der Samenzellen
    • Beweglichkeit der Spermien
    • Überlebensdauer der Spermien in der Vagina

    Welche Ursachen kann Unfruchtbarkeit haben? 

    Untersuchungen und Tests zeigen, dass immer mehr Männern eine unzureichende Spermienqualität haben, insgesamt sind es um die 9 Prozent aller Männer. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Hier die Häufigsten:

    • ungesunde Ernährung
    • zu viel Stress
    • Genussgifte wie Alkohol, Drogen und Nikotin
    • Umwelteinflüsse und Umweltgifte
    • Einnahme bestimmter Medikamente
    • zu eng sitzende Hosen
    • zu häufige Saunabesuche
    • extremer Leistungssport

    Welche körperlichen Faktoren und Krankheiten gibt es?

    Neben äußeren Einflüssen und einem ungesunden Lebensstil wirken sich auch körperliche Faktoren und Krankheiten auf die Spermienqualität aus und können zu einer Unfruchtbarkeit führen.

    • Die Infektionskrankheit Mumps: Mumps, oder auch Ziegenpeter genannt, ist eine ansteckende Viruserkrankung, die eine oder beide Ohrspeicheldrüsen betreffen kann. Sie zählt zu den sogenannten Kinderkrankheiten und kann auch andere Körperdrüsen befallen. Sind die Hoden oder Nebenhoden des Jungen bzw. des Mannes betroffen, so kann dies zu Komplikationen führen. Die Folge der Hodenentzündung ist Unfruchtbarkeit.
    • Männliche Sexualstörungen: Liegen beim Mann sexuelle Funktionsstörungen wie Impotenz vor, so kann es ebenfalls zu keiner Befruchtung kommen. Die Diagnose stellt der Facharzt. Er kann auch entsprechende Therapien einleiten. Wichtig ist in diesem Fall, dass sich dein Partner einem Arzt anvertraut und nicht aus falscher Scham darüber schweigt.

    Wie kann man(n) seine Spermienqualität verbessern?

    Jeder Mann kann selber sehr viel dazu beitragen, um die Spermienqualität zu verbessern. Wichtig ist, sich regelmäßig zu bewegen und sich ausgewogen zu ernähren. Alkohol sollte nur in Maßen konsumiert werden. Da sich ein zu großer Bauchumfang ebenfalls negativ auf die Spermienqualität auswirkt, sollte dein Partner auch auf seine Linie achten. Auch ein ruhiger und entspannter Lebensstil steigert die Qualität des Spermas. Meditationen und Entspannungsübungen zum Stressabbau können helfen.

    Wie wird die Unfruchtbarkeit getestet?

    Die Qualität der männlichen Spermien kann in einem sogenannten Spermiogramm festgestellt werden. Dies erstellt der Urologe oder Arzt in einer Kinderwunschpraxis. Die Samenflüssigkeit des Mannes wird in einem Becher gesammelt und im Labor untersucht. In mikroskopischen Tests wird die Quantität und Qualität der Spermien untersucht. Wenn die Spermienanzahl in einem Ejakulat bei über 20 Millionen pro Milliliter liegt, gilt der Mann als fruchtbar.

    Die Kosten für ein Spermiogramm beim Arzt liegen zwischen 60 und 80 Euro. Besteht der Kinderwunsch bei einem Paar nachweislich schon über längere Zeit, so übernehmen die Krankenkassen die Kosten teilweise oder sogar ganz. Am besten ihr fragt bei eurer jeweiligen Kasse nach.

     

    Das Wichtigste ist die offene Kommunikation miteinander. Ja, es kann sehr hart sein, wenn du am Ende feststellst, dass du das „Problem“ bist. Aber genauso geht es deinem Partner. Sich zu lange in dem „Was-wäre-wenn“-Modus zu befinden hilft euch nicht weiter und schürt im Zweifel eher unnötige böse Gedanken. Denn falls es so ist, ist es so und noch lange nicht das Ende aller Tage. Ein Arzt kann der Ursache auf den Grund gehen und euch über verschiedene Möglichkeiten aufklären, damit sich euer Kinderwunsch bald erfüllt. 

     

    Übrigens: Wir haben eine Reihe an Artikeln zu den Themen rund um unerfüllten Kinderwunsch auf unserer Seite. In diesem Übersichtsartikel findest du zum Beispiel zahlreiche Informationen über die verschiedenen Methoden der künstlichen Befruchtung.

    Photo by Matheus Ferrero on Unsplash

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