Melde dich für unseren Newsletter an.

Erhalte alle infos, Aktionen und Inhalte als Erste in dein Postfach!

    TOP

    Methoden der künstlichen Befruchtung
    Alles Wichtige zu Voruntersuchungen, Kosten und unterschiedlichen Behandlungen

    Es ist nicht einfach, den Gedanken loszulassen, auf natürlichem Wege ein Baby zu bekommen. Wenn du dich mit dem Thema künstliche Befruchtung und den unterschiedlichen Methoden befasst, hast du bestimmt schon eine lange und nervenaufreibende Reise hinter dir. Vielleicht stehen die Ursachen, weshalb du nicht schwanger wirst, schon fest, vielleicht ist bei dir und deinem Partner aber auch bis jetzt noch keine Unfruchtbarkeit nachgewiesen worden. Trotzdem habt ihr euch dazu entschieden, euch näher mit den unterschiedlichen Methoden und Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung zu beschäftigen. Für diejenigen, die sicher einen Nachweis ihrer Infertilität haben, sind die modernen Verfahren die einzige Möglichkeit auf eine Schwangerschaft.


    Welche Verfahren der künstlichen Befruchtung gibt es und wie stehen die Chancen, damit schwanger zu werden? Musst du als Paar bestimmte Voraussetzungen erfüllen? Welche Risiken bestehen und  wer trägt eigentlich die Kosten?

    Mögliche Voruntersuchungen

    Im Vorfeld einer reproduktionsmedizinischen Behandlung müsst ihr euch  als Paar verschiedenen körperlichen Untersuchungen unterziehen. Die gesetzlichen Krankenkassen verlangen zum Beispiel von beiden Partnern einen HIV-Test, außerdem sollte sich die Frau auf Antikörper gegen Röteln untersuchen und gegebenenfalls impfen lassen.

    Weitere Voraussetzungen für eine Behandlung sind: 

    Wer trägt die Kosten der künstlichen Befruchtung? 

    Damit die gesetzliche Krankenkasse sich an den Kosten für die künstliche Befruchtung beteiligt, müssen alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt werden: 

    • Der Arzt muss attestieren, dass die Reproduktionsmedizin die einzige Möglichkeit darstellt, um eine Schwangerschaft herbeizuführen. Ebenso muss er die Aussicht auf Erfolg bescheinigen. Für jede Maßnahme besteht eine Anzahl an maximalen Versuchen. Bleiben diese erfolglos, so wird die Finanzierung weiterer Versuche abgelehnt.
    • Es muss sich um eine homologe Befruchtung handeln. Das heißt, es werden ausschließlich Ei- und Samenzelle der beiden Partner verwendet.
    • In der Regel müsst ihr als Paar verheiratet sein. Es gibt in einzelnen Bundesländern jedoch die Möglichkeit, dass auch bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften eine Förderung übernommen wird.
    • Paare müssen sich medizinisch und psychosozial von einem Arzt beraten lassen, der die Behandlung nicht selbst durchführt.
    • Altersgrenze: Frauen zwischen 25 und 40. Männer ebenso, die Grenze nach oben ist jedoch das 50. Lebensjahr.

    WICHTIG: Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann übernimmt die Kasse 50 Prozent der Kosten und diese nur für bestimmte Methoden! 

    Kassenzuschuss bei diesen Methoden der künstlichen Befruchtung 

    Es gibt verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung, die auch von den Krankenkassen bezuschusst werden:

    • Insemination im Spontanzyklus. Diese Methode wird auch als einfache Insemination bezeichnet. Hierbei werden Spermien bis zu acht Mal in den Gebärmutterhals eingebracht.
    • Insemination nach hormoneller Stimulation. Dies kann bis zu drei Mal bezuschusst werden, birgt aber das Risiko oder die Chance Mehrlinge zu bekommen.
    • In-Vitro-Fertilisation (IVF). Bei dieser Methode wird die Eizelle außerhalb des weiblichen Körpers mit dem Sperma des Mannes befruchtet und danach in die Gebärmutter eingesetzt. Bezuschusst wird dies bis zu drei Mal.
    • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Das Spermium wird mittels einer dünnen Nadel in die Eizelle der Frau eingebracht. Bis zu drei Mal findet eine Kostenübernahme statt.

    Die genauen Kosten der Behandlung hängen von der jeweiligen Methode ab und können mehrere Tausend Euro betragen. Die Kassen zahlen 50 Prozent der Kosten bei diesen Verfahren. Arzneimittel, die während der Behandlung nötig werden, müssen ebenfalls zu 50 Prozent vom Behandelten selbst getragen werden. Zieht ihr als Paar eine künstliche Befruchtung in Betracht, so erkundigt euch auch nach Fördermitteln eures jeweiligen Bundeslandes.

    Welche Risiken haben die Methoden der künstlichen Befruchtung? 

    Natürlich bietet die moderne Reproduktionsmedizin ungewollt kinderlosen Paaren die Chance auf ein Baby. Doch es gibt auch Risiken:

    • Gefahr der Überstimulation der Eierstöcke: Die Eierstöcke produzieren zu viele Eibläschen und somit zu viele Hormone. Mehrlingsschwangerschaften sind nicht auszuschließen. Die Frau kann starke Schmerzen bekommen, weil sich zu viel Wasser im Bauchraum ansammelt.
    • Reproduktionsmedizinische Eingriffe wie die Entnahme von Eizellen bergen Risiken wie eine Infektion der Eierstöcke. Durch Punktionen kann die Blase oder der Darm verletzt werden. Hinzu kommen die bekannten Risiken einer Narkose.
    • Bei Eingriffen zur Entnahme von Samenzellen aus den Hoden und Nebenhoden besteht Verletzungsgefahr.
    • Psychische Belastung während der Therapie. Vor allem wenn es zu häufigen Fehlversuchen kommt.

    Zieht ihr eine künstliche Befruchtung als Lösung für euren Kinderwunsch in Betracht, so sprecht als Paar auch über die Risiken und Belastungen. Wichtig ist im Vorfeld eine gute Beratung und Aufklärung über das, was alles auf euch zukommen kann. Im Vorfeld und während der Behandlung kann psychologische Hilfe eine Idee sein. Schwangerschaftsberatungsstellen bieten ebenfalls Unterstützung für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Auch ein persönlicher Austausch mit Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe, einem Forum oder unserer Community kann dich und deinen Partner unterstützen. 

    Click here to bookmark this

    Unser Redaktionsteam schreibt über alle Themen, die dich als Mama, Schwangere, Partnerin, Ehefrau, Freundin, Alleinerziehende oder einfach nur als Frau interessieren. Wenn dir ein Inhalt fehlt oder du selbst über etwas schreiben willst, deine Geschichte erzählen möchtest oder uns einfach eine andere Perspektive geben will, schreib uns an redaktion@mother-now.de.de

    Are you sure want to unlock this post?
    Unlock left : 0
    Are you sure want to cancel subscription?