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    Stadt oder Land – Wo wollen wir leben?
    Realitätscheck: Lebt es sich mit Kindern in der Stadt wirklich so viel schwieriger als auf dem Land? 

    Auf der anderen Seite der Wiese ist das Gras viel grüner… ja, so ist das wohl, wenn sich Städter das Landleben in idyllischsten Farben ausmalen. Die Frage: “Wo wollen wir als Familie leben?” stellen sich vor allem Paare, die Nachwuchs planen oder schon mit ihren Kindern in der Stadt wohnen. Ist es eine Option, mit der Familie aufs Land zu ziehen? Die eine richtige Antwort darauf, wo du mit deiner Familie besser lebst, gibt es wohl nicht. Da es dazu die unterschiedlichsten Ansichten, Argumente, Bedürfnisse und viele Pros & Contras gibt, zeigen wir in einer kleinen Serie “STADT vs LAND” ganz verschiedene Meinungen aus der SOCIAL MOMS Community. 

     

    Katharina Nachtsheim ist ein Teil des Blogduos „Stadt Land Mama“, das sie mit Lisa Harmann betreibt. Katharina ist mit ihrer Familie in der Großstadt Berlin geblieben, als Kollegin Lisa auf’s Land zog. Doch auch Katharinas Familie war im Großstadtkiez nicht glücklich und hat mit ihrer Familie den für sie perfekten Kompromiss gefunden, den sie uns hier verrät.

    Als wir uns in das Abenteuer Hauptstadt stürzten, waren mein Mann und ich frisch verheiratet und DINK – also Double Income no kids. Unsere Bude war im zweiten Stock, alle Zimmer waren durch Flügeltüren verbunden, wir hatten keinen Balkon, dafür feierwütige Nachbarn und viel Graffiti an der Hauswand. Störte uns gar nicht, nein, vielmehr gehörte das für uns zum Stadtfeeling. 

    Mit der Geburt des ersten Kindes veränderten sich die Prioritäten

    Dann wurde unsere Tochter geboren und auf einmal nervte mich die Stadt das erste Mal. Denn immer genau dann, wenn mein Baby im Kinderwagen eingeschlafen war, brauste die Feuerwehr mit Martinshorn an uns vorbei. Nachts raubte uns die Party-WG die ohnehin schon wenigen Stunden Schlaf und Einkäufen und Baby in den zweiten Stock zu wuchten, ist auch kein Spaß. Aber es gab auch viele positive Seiten: Wenn wir mal wieder vergessen hatten, den Windelvorrat aufzufüllen, konnte mein Mann das noch abends machen, denn die Supermärkte haben bis um 24 Uhr offen. In unserem Umkreis gab es zig Kinderärzte, die alle zu Fuß erreichbar waren, genau wie alle Drogerien, Babyläden und Kindercafes. Dazu ein Überangebot an Mama-Kursen, die mich wirklich vor der Einsamkeit retteten. Denn dort fand ich andere Mütter, die meine Müdigkeit verstanden, mit denen ich mich austauschen konnte. Wir trafen uns zum gemeinsamen Spazierengehen, verbrachten die Sommernachmittage auf den Spielplätzen und überlegten, wann und wie wir wieder in den Job einsteigen sollten. 

    „Diese neue Community war unglaublich wichtig für mich – gerade als Erstlingsmutter."

    Zweieinhalb Jahre später kam mein zweites Kind auf die Welt. Mein Netzwerk aus anderen Müttern in der Nähe war so groß, dass ich kurz nach der Geburt viel Hilfe hatte. Die anderen brachten meine Große zur Kita und holten sie wieder ab, übernahmen Mittagessen-Bringdienste und Einkäufe. Das war eine wunderbare Erfahrung. 

    Doch gleichzeitig bemerkte ich, dass unsere Wohnung, die wir einst zu zweit bezogen hatten und nun zu viert bewohnten, zu eng wurde. Ich fand es beschwerlich, mit zwei Kindern auf den Spielplatz zu müssen, die Party-WG über uns nervte mich nur noch. 

    Unser Kompromiss: Der Stadtrand

    Es stellte sich die Frage: Ziehen wir innerhalb der Stadt um oder wagen wir etwas Neues? Wir haben für uns den perfekten Kompromiss gefunden: Ein grünes Viertel am Stadtrand, gut angebunden mit S-und U-Bahn, aber doch weit genug draußen, um sich einen eigenen Garten leisten zu können. Mir ist es wichtig, dass wir mit den Kindern regelmäßig in die Stadt fahren, damit sie erfahren, wie bunt unsere Gesellschaft ist. In der U-Bahn sehen sie Menschen aus allen Nationen, welche mit bunten Haaren und Nasenringen. Sie sehen Menschen, denen es offensichtlich nicht so gut geht wie uns. Durch all das bekommen sie von Klein auf mit, dass eine Gesellschaft vielfältig ist. 

    Und trotzdem sind wir nah genug am Waldrand, damit unsere Kinder Eichhörnchen und Regenwürmer beobachten können. Wir könnten es uns nicht besser wünschen! 

    Photo by Annie Spratt on Unsplash

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    Die Diplom-Kauffrau mit jahrelanger Agentur- und Redaktions-Erfahrung ist Mama von 3 Söhnen und ein absoluter Sonnenschein. Ohne ihr blaues Fahrrad ist Saskia nie unterwegs und wahrscheinlich hat sie deshalb so gute Laune, weil sie die einzige von uns ist, die sich bei Wind und Wetter an der frischen Luft bewegt. Egal wie stressig und voll die Tage sind, Saskia schafft es nicht nur immer top auszusehen, sondern nebenbei auch noch uns allen Komplimente zu machen. Sie bereichert mit ihrem Spirit das Unternehmen und ist für unsere Redaktion zuständig und wer Aufmunterung braucht, der ist bei ihr genau an der richtigen Adresse.

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