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    Photo by Standsome Worklifestyle on Unsplash

    Realismus statt Perfektionismus!
    Für mehr Offenheit und Mut zum ehrlichen Scheitern im Mama-Alltag

    Eigentlich ist es doch das Natürlichste und Ursprünglichste auf der ganzen Welt – Mama zu sein. Aber im Laufe der Zeit hat sich diese Rolle stark verändert. Bzw. die Umstände und die Gesellschaft in der wir Mama-sein leben. Deshalb müssen wir langsam anfangen, unsere Einstellung zum Muttersein zu ändern. Und auch die Gesellschaft und unser Umfeld sollten einen anderen Blick dafür bekommen, was wir jeden Tag leisten. In dieser Welt, die wir brauchen, muss man als Mutter nicht perfekt sein. Man kann und muss nicht alles unter einen Hut bringen.

     

    Darüber sprechen wir mit Heidemarie Brosche. Sie ist frisch pensionierte Lehrerin, hat viele Jahre an einer Mittelschule gearbeitet, währenddessen viele Kinder-, Jugend- und Sachbücher geschrieben und ist – nicht zu vergessen – Mama von 3 mittlerweile erwachsenen Jungs.

     

    Sich mit Heidi zu unterhalten, macht per se schon ein gutes Gefühl. Denn Heidi besitzt einen großen Schatz. Etwas, in dem sie uns jungen Müttern voraus ist. Heidi hat die Höhen und Tiefen des Muttersein bereits erlebt und kann vor allem Resümee ziehen und das Ergebnis betrachten.

    Bin ich eine gute Mutter?

    Heidi kann für sich bereits beantworten: War ich eine gute Mutter? Ist aus meinen Kindern etwas geworden? Bin ich vielleicht sogar als Mutter gescheitert oder hatte meine Art der Erziehung, des Mutterseins, positive oder negative Konsequenzen für meine Kinder.

     

    Das ist für uns momentan noch ein täglicher Kampf, eine tägliche Unsicherheit, ob wir eine gute Mutter sind oder vielleicht sogar versagen. Ob es genug ist, was wir machen und wie wir alles noch besser machen können.

    Wir sollten sogar nicht immer alles richtig machen!

    Heidi schöpft aus einem Erfahrungsschatz, der sie ganz realistisch und reflektiert auf ihr Muttersein zurückblicken lässt. Aus dieser Perspektive kann sie uns wertvolle Dinge mit auf den Weg geben und nimmt uns Müttern vor allem den Druck, immer alles richtig machen zu müssen. Denn es ist ganz im Gegenteil mindestens genauso wichtig, dass unsere Kinder auch erkennen, dass auch wir mal schwach und fehlbar sind.

     

    Nach den letzten Jahr, das so besonders war, ist uns in vielen Gesprächen in unserem SOCIAL MOMS Team bereits aufgefallen, dass diese Zeit und die damit verbundenen Erfahrungen unser Mutterbild wieder sehr stark verändert haben. Sind wir noch im letzten Jahr mit dem Slogan online gegangen: Who needs a Superhero when you have a Mom? – wird uns nun plötzlich klar, dass wir gar keine Superheros sein müssen – sein können. Das, was wir täglich als Mütter leisten ist so am Limit, dass selbst die Hälfte davon reichen würde. Wir müssen nicht alles schaffen. Wir müssen nicht perfekt sein.

    MUTTERSEIN HEUTE

    Wie soll man das eigentlich schaffen? Und dann auch noch mit letzter Kraft korrekt und immer richtig erziehen?

     

    Heidi hat gerade ein Buch geschrieben, in dem es um Wertschätzung, um wertschätzende Erziehung geht. Darin beschreibt sie so schön die Herausforderungen, die Mehrfachbelastung, die Schwere der Aufgabe, unseren Alltag als Mama zu bewältigen. Sie führt uns vor Augen, was wir eigentlich leisten. Und dass es dadurch natürlich umso schwerer ist, in jeder Situation mit den eigenen Kindern so zu agieren, wie man sollte/wollte/müsste.

    Sei die Mutter, die du sein kannst

    Die Botschaft lautet: Ich bin nicht perfekt. Ok, ich werde laut. Nimm dich als Mutter an wie du bist. Menschen sind unterschiedlich. Nicht jede handhabt Situationen gleich. Ich bin ich. Man kann nicht immer seine eigenen Erwartungen erfüllen. Man kommt an Grenzen. Das darf man zugeben. Wenn die Kinder Wertschätzung und bedingungslose Liebe von ihren Eltern spüren, dann können sie auch mit Situationen umgehen, die vielleicht mal aus dem Ruder laufen.

    „Eltern müssen nicht perfekt sein.“

    Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Man kann immer wieder versuchen in der nächsten Konfliktsituation anders zu reagieren. Es kommt auf die Summer solcher Situationen an.

    Warum ist es gut, dass Kinder die Verwundbarkeit oder die Fehlbarkeit ihrer Eltern sehen?

    Scheitern gehört zum Leben. Auch unsere Kinder müssen lernen, damit umzugehen. Deshalb ist es wichtig, offen darüber miteinander zu reden. Diese Offenheit und Ehrlichkeit brauchen wir uns selbst gegenüber, aber auch gegenüber unseren Kindern. Wenn wir in Situationen nicht so reagieren können, wie wir es eigentlich gerne würden, dann ist eine Entschuldigung umso wichtiger. Unsere Kinder lernen den Wert zu schätzen, den eine ehrliche Entschuldigung und Erklärung darstellt. 

     

    Diese Einstellung und Erkenntnis nimmt allein so viel Druck von uns – aus diesem perfekten Alltag, den wir UM JEDEN PREIS kreieren wollen.

    Wir brauchen mehr offene und ehrliche Mütter. Es geht uns allen so!

    Mit SOCIAL MOMS haben wir einen Mütter-Community erschaffen, die sich gegenseitig stützt und austauscht. Auch Heidi hat in ihrem Buch eine wertvolle Gemeinschaft zusammengeführt. Ihr Buch ist gespickt von Alltagsmomenten, Erfahrungen und herausfordernden Situationen andere Eltern oder auch Männern und Frauen, die noch davor stehen. Eine überwältigende Offenheit, wie Müttern von Situationen erzählen, die schief gegangen sind, auf die sie nicht unbedingt stolz sind, die ihnen aber kostbare Erkenntnisse gebracht haben. Man fühlt sich verstanden, nicht allein und merkt, dass jeder mit den gleichen Dingen zu kämpfen hat und auch alle anderen Scheitern und ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Diese offenen Mütterworte tun so gut. Man fühlt sich nicht allein.

    Genauso wollen wir leben. Mach mit!

     

     

     

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    Unser Redaktionsteam schreibt über alle Themen, die dich als Mama, Schwangere, Partnerin, Ehefrau, Freundin, Alleinerziehende oder einfach nur als Frau interessieren. Wenn dir ein Inhalt fehlt oder du selbst über etwas schreiben willst, deine Geschichte erzählen möchtest oder uns einfach eine andere Perspektive geben will, schreib uns an redaktion@mother-now.de.de

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