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    Babyschwimmen ja oder nein?
    Das sind die Vorteile und Risiken für die Förderung deines Babys im Wasser

    Babyschwimmkurse sind mittlerweile sehr beliebt bei Eltern. Die einen schreiben sich schon während ihrer Schwangerschaft auf lange Wartelisten, die anderen plagt das schlechte Gewissen, wenn sie sich bewusst dagegen entscheiden, weil sie selbst keine Lust auf Wasser haben. Aber wie wichtig ist Babyschwimmen für die Kleinsten, gibt es auch Nachteile und was ist bei einem Babyschwimmkurs generell zu beachten?

    Keine Frage, Wasser ist das perfekte Element für Babys. Irgendwo hat sich abgespeichert, dass sie bereits eine sehr wohlige Zeit im Fruchtwasser verbracht haben und so lieben sie es ganz intuitiv, im Wasser zu plantschen. Vielleicht bist du auch eher diejenige, die lieber einen Bogen um ein Schwimmbecken machen würde und sich eher zu einem Babyschwimmkurs zwingen müsste. Eines sei schon mal vorweg gesagt: Auch wenn du überhaupt keine Lust hast, mit deinem Baby einen Schwimmkurs zu belegen, heißt das nicht automatisch, dass dein Kind irgendwann Angst vor Wasser hat, weil du es nicht „professionell“ an das Element herangeführt hast. Auch in der Badewanne kannst du schon von klein auf mit deinem Baby üben, damit es sich nicht unwohl fühlt, wenn beispielsweise Wasser über seinen Kopf geschüttet wird. 

    Generell kann man aber sagen, dass viele Fähigkeiten durch Babyschwimmen gefördert werden können. Trotzdem gibt es auch einiges zu beachten, wenn du mit deinem Baby ins Schwimmbad gehst. Ab welchem Alter eignet sich Babyschwimmen? Gibt es auch Nachteile? 

    Was genau erwartet mich in einem Babyschwimmkurs eigentlich? 

    Beim Babyschwimmen geht es natürlich nicht darum, dass Babys das Schwimmen mit den dazugehörigen Bewegungen im eigentlichen Sinne erlernen. Vielmehr stehen die Gewöhnung an das Wasser, Spaß und Spiel im Vordergrund. Unter fachkundiger Anleitung treffen sich Eltern in regelmäßigen Abständen mit anderen Eltern und ihren Babys im Schwimmbad, im kleinen gewärmten Becken, um gemeinsam das Element Wasser zu genießen. Du lernst beispielsweise bestimmte Techniken, wie dein Baby die Angst davor verliert, Wasser über den Kopf zu bekommen. Viele Eltern nutzen auch die weiterführenden Kurse, die dein Kind später sogar kontinuierlich auf das Seepferdchen-Abzeichen vorbereiten.

    Babyschwimmkurse werden in vielen Städten und Gemeinden angeboten und können gegen eine Gebühr gebucht werden. Natürlich ist es auch möglich, dass du alleine oder mit der ganzen Familie privat ins Schwimmbad gehst, um dein Baby ans Wasser zu gewöhnen.

    Ab welchem Alter kann ein Baby ins Schwimmbad gehen? 

    Empfohlen wird der erste Schwimmbadbesuch für Babys ab einem Alter von drei Monaten. Ab da kann das Kleine seinen Kopf bereits selbstständig halten und es fällt dir somit leichter, dein Baby durchs Wasser zu tragen. Dies ist jedoch nur eine grobe Empfehlung. Du selber kennst dein Kind genau und weißt, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, mit ihm ins Schwimmbad zu gehen. Viele Babys reagieren anfangs ängstlich oder sind schreckhaft, besonders wenn die Geräuschkulisse im Schwimmbad recht hoch ist. In diesem Fall sollte für den Anfang ein Schwimmbad mit einem extra Babybecken ausgesucht werden, in dem es etwas ruhiger ist. Diese sind auch meistens beheizt, was für dich und dein Baby natürlich sehr viel angenehmer ist.

    Welche Vorteile haben qualifizierte Kurse? 

    Wie bereits erwähnt kannst du mit deinem Baby natürlich auch alleine ins Schwimmbad gehen. Spezielle Kursangebote bieten jedoch folgende Vorteile:

    • Eltern erlernen wichtige Griffe im Wasser und Haltetechniken, die dir selbst ein sicheres Gefühl mit deinem Baby geben. 
    • Eltern werden angeleitet, mit ihrem Kind spezielle Übungen und Spiele im Wasser zu machen. 
    • In der Gemeinschaft mit mehreren Babys macht das Plantschen doppelt so viel Spaß, Eltern können sich zudem austauschen.  

    Welche positiven Effekte hat das Babyschwimmen? 

    Ein eindeutig positiver Effekt des Babyschwimmens auf die Motorik des Kindes konnte in Studien bisher nicht belegt werden. Unbestritten wirkt sich die Bewegung im Wasser jedoch positiv auf das kindliche Skelett und die Körpermuskulatur aus. Vielen Kindern fällt das Schwimmenlernen später leichter, da sie früh ans Wasser gewöhnt wurden und damit positive Emotionen verbinden. Die Bindung von dir und deinem Kind wird durch das Babyschwimmen gestärkt, da ein inniger und intensiver Körperkontakt im Wasser besteht. 

    Gibt es auch Nachteile beim Babyschwimmen? 

    Natürlich steht für Eltern und Kind beim Babyschwimmen der Spaß und die Freude am Wasser im Vordergrund. Es gibt jedoch auch gesundheitliche Gefahren, die Eltern unbedingt bedenken sollten. Allergiegefährdete Babys sollten unter zwei Jahren kein öffentliches Schwimmbad besuchen, da der Chlorgehalt des Wassers die Haut reizen könnte. Weiterhin kann das Babyschwimmen das Asthmarisiko von Kindern bis zu zwei Jahren erhöhen, ebenfalls wenn eine allergische Veranlagung vorhanden ist. Verschiedene Studien haben belegt, dass durch das Babyschwimmen das Risiko für Magen-Darm-Infektionen und Mittelohrentzündungen leicht erhöht ist. Am besten sprichst du im Vorfeld mit deinem Kinderarzt, wenn gesundheitliche Bedenken gegen den Schwimmbadbesuch bestehen. Aus diesem Grunde empfiehlt die Ständige Impfkommission, das Baby frühzeitig gegen Rotaviren impfen zu lassen. Die Impfung sollte 14 Tage vor dem Beginn des Schwimmkurses abgeschlossen sein. 

    Noch mehr Infos und Tipps für deinen ersten Babyschwimmkurs

    • Kurse unter fachkundiger Leitung und in Kleingruppen wählen. Der Leiter des Kurses sollte durch die DLRG oder dem DSV ausgebildet worden sein. 
    • Die Wassertemperatur sollte zwischen 31 und 33 Grad Celsius liegen. Das Baby darf im Wasser nicht frieren. Nach dem Baden gut abtrocknen und einpacken, wenn die warme Schwimmhalle verlassen wird. Eine Kopfbedeckung nicht vergessen! 
    • Für Säuglinge genügt es, sich 15 bis 20 Minuten im Wasser aufzuhalten, ältere Babys können 30 Minuten schwimmen gehen. 
    • Nach dem Baden eine Stillpause einplanen, Milch oder Tee einpacken. 
    • Ist das Kind krank oder müde, sollte aufs Babyschwimmen besser verzichtet werden. 
    • Das Kind im Wasser besser nicht untertauchen. Der Atemanhaltereflex beim Säugling ist zwar angeboren, verschwindet aber oft innerhalb der ersten Lebenswochen. 
    • Das Baby nach dem Baden gründlich abduschen, um die Haut von Chlor zu befreien. 
    • Die Wickeltasche packen mit: Schwimmwindeln, Spielsachen, Handtuch, Lotion. 

    Wie schon angedeutet, hängt die Entscheidung für oder gegen das Babyschwimmen natürlich immer auch von der Einstellung der Eltern zum Wasser ab: Bist du selber eine Wasserratte und liebst dieses Element, so wirst du auch dein Baby frühzeitig heranführen und versuchen, ihm Freude daran zu vermitteln. Hast du vielleicht selbst Angst vor Wasser oder fühlst dich einfach nicht wohl damit, ist das natürlich auch gar kein Problem. Dann unternimmst du mit deinem Kind sicherlich andere Dinge, die euch beiden Spaß machen. Wichtig ist, das Babyschwimmen nicht als überehrgeizige Früherziehung und unabdingbare Förderung anzusehen: Im Vordergrund stehen Spiel, Spaß, Beziehung und kein Freizeitstress! 

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