Melde dich für unseren Newsletter an.

Erhalte alle infos, Aktionen und Inhalte als Erste in dein Postfach!

    TOP

    Mein Baby will nicht schlafen
    5 Tipps, die deinem Baby beim Einschlafen helfen und Gründe, woran es liegen kann

    Gibt es eigentlich DEN perfekten Trick oder Tipp, damit ein Baby oder Kleinkind besser schläft? Der (Baby-)Schlaf ist ein großes Thema, an dem manche Eltern schier verzweifeln können. Die einen schlafen von Anfang an ruhig, andere wachen noch über Jahre hinweg mehrmals nachts auf. Manche Babys werden einfach abgelegt und schlafen wie von allein ein, andere brauchen Stunden mit Begleitung, bis sie zur Ruhe kommen.

    Fast alle jungen Mütter erleben Phasen, in denen ihr Baby mal schlechter schläft und sie öfter nachts raus müssen. Das ist in der ersten Zeit nach der Geburt normal, denn Babys brauchen regelmäßig – auch nachts – Nahrung und wollen möglichst oft die Nähe ihrer Eltern spüren. Wenn dein Baby aber über längere Zeit schlecht einschläft, unruhig ist und oft nachts wieder aufwacht, kann das deine Kraftreserven schnell aufbrauchen. Wenn man dann noch von außen unentwegt die Frage gestellt bekommt, ob der Nachwuchs denn auch schon durchschläft, könnte man einfach nur noch verzweifeln. Die Ursachen von Schlafproblemen bei Babys und Kleinkindern sind vielfältig, aber wir haben einige Tipps für dich, wie du das Einschlafen und auch das Durchschlafen deines Kindes unterstützen kannst.

    Warum schläft mein Baby so schlecht ein?

    Babys haben in ihren ersten Lebensmonaten einen sehr leichten Schlaf. Sie verbringen die Schlafphasen überwiegend in der sogenannten REM-Phase, damit sie Bedürfnisse wie Hunger oder Kälte schneller wahrnehmen. Daher spürt dein Baby beispielsweise, wenn du neben ihm unruhig bist und selbst nach einem langen Tag schwer zur Ruhe kommst.

    Wenn Babys tagsüber viel erlebt haben und längere Zeit intensiven Reizen wie Lichtern, Lärm oder großen Menschenmengen ausgesetzt sind, müssen sie das während der Schlafenszeit verarbeiten. Die Folge ist dieselbe wie bei Erwachsenen: Einschlafprobleme bzw. ein sehr unruhiger und unterbrochener Schlaf.

    Weitere Ursachen können sein: 

    • Die falsche Umgebungstemperatur
    • Das Baby bekommt Zähne
    • 3-Monats-Koliken
    • Zu viel Ablenkung in der Schlafumgebung (Licht, Mobile, Spieluhr)
    • Entwicklungssprünge
    • Regulationsstörung
    • Krankheiten wie Gelenkblockaden oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten

    Stillkinder wachen in der Regel häufiger auf als Flaschenkinder, da die Muttermilch nicht so lange satt macht wie Milchnahrung. Daher haben sie schneller wieder Hunger. Der Vorteil davon ist, dass stillende Mütter ihr Baby einfach neben sich anlegen und manchmal dabei sogar weiterschlafen können (aber bitte Vorsicht).

    Der Babyschlaf und wie er sich vom Schlafbedürfnis der Erwachsenen unterscheidet

    In den ersten sechs Wochen hat ein Baby noch keinen Tag- und Nachtrhythmus. Etwa alle drei bis vier Stunden wacht dein Baby auf, hat Hunger und braucht eine neue Windel. Nach diesen ersten Lebenswochen pendelt sich allmählich ein Tag- und Nacht-Rhythmus ein.

    Sowohl Babys als auch Erwachsene haben einen Schlafzyklus, in dem sich leichtere mit tieferen Schlafphasen abwechseln. Während dein Schlafzyklus etwa eineinhalb bis zwei Stunden dauert, dauert dieser bei deinem Baby nur etwa 20 bis 30 Minuten. Im REM-Schlaf ist das Gehirn deines Babys noch wach, um Erlebtes und Erlerntes verarbeiten zu können. Während dieser Zeit wacht dein Baby sehr schnell wieder auf – ein Geräusch oder die Veränderung der Lichtverhältnisse reichen hier schon aus.

    5 Tipps, die Babys beim (Ein-)Schlafen helfen können

    So unterschiedlich die Gründe sein können, warum dein Baby schlecht einschlafen kann, so vielfältig sind die Möglichkeiten, ihm zu helfen. Eine Garantie, dass es dadurch wirklich besser schläft, gibt es natürlich leider trotzdem nicht. Probiere unsere Tipps aber gerne einfach mal aus und versuch das Thema weiterhin mit Geduld anzugehen, auch wenn es schwerfällt.

    • Nicht zu früh aus dem Arm legen
      Etwa die ersten 20 bis 30 Minuten verbringt dein Baby in der Leichtschlafphase. Wenn es in deinem Arm einschläft und innerhalb dieser ersten Zeit umgebettet wird, wacht es häufig wieder auf und du musst von vorne beginnen mit dem Einschaukeln. Versuche daher, dein Baby erst nach 30 Minuten in sein Bettchen zu legen.
    • Störungsfreie Schlafumgebung
      So niedlich glänzende Sternenhimmel, Mobiles oder Kuscheltiere auch sind: Sie können dein Baby abends ablenken. Eine möglichst ablenkungsfreie Umgebung hilft beim Einschlafen. Das beginnt schon bei der Wahl der Wandfarbe – auch ein grelles Pink oder ein intensives Hellblau können dein Baby vom Schlafen abhalten.
    • Einschlafrituale & Tagesrhythmus schaffen
      Wenn der Ablauf des Abends immer nach dem gleichen Schema verläuft, bekommt dein Baby eine verlässliche Konstante. Babys und Kleinkinder lieben regelmäßige Abläufe und Rituale in vielen Alltagsdingen. Dein Baby spürt irgendwann intuitiv, wann es Zeit ist zum Schlafen. Nach dem Stillen kann gemeinsames Kuscheln ein Ritual sein. Vielleicht kannst du deinem Baby sogar etwas vorlesen – deine Stimme wirkt beruhigend auf dein Baby. Schlafen fängt nicht erst am Abend an. Damit dein Baby zur richtigen Zeit zur Ruhe kommen kann, solltest du möglichst einen gleichmäßigen Tagesrhythmus haben. Dein Baby wird diesen Rhythmus sehr schnell übernehmen und du kannst dich an den Zeiten orientieren, an denen dein Baby Hunger hat, neue Windeln braucht oder müde ist.
    • Frische Luft vor dem Schlafen
      Frische Luft macht dein Baby müde. Es lohnt sich also, vor dem Schlafenlegen noch einmal mit deinem Baby spazieren zu gehen. Das Babyzimmer sollte zur Schlafenszeit gut durchgelüftet und angenehm temperiert sein.
    • Hausmittel zum Einschlafen
      Es gibt viele Hausmittelchen, die Babys beim Einschlafen helfen sollen. Noch aus Omas Zeiten stammt der Tipp, das Bettchen vorher mit der Wärmflasche aufzuwärmen, damit es sich gleich geborgen fühlt. Ein warmer Tee aus Kamillen- oder Orangenblüten kann ebenfalls zur Beruhigung beitragen oder aber auch ein T-Shirt mit deinem Geruch. Stillende Mütter sollten ein paar Stunden vor dem Schlafengehen auf stimulierende Getränke wie Kaffee oder Cola verzichten.

    Mein Baby kann nicht ohne mich einschlafen. Verwöhne ich es zu sehr?

    Lass dich bitte nicht verunsichern, wenn dir jemand klar machen will, dass du dein Kind zu sehr verwöhnst, wenn ihr ein gemeinsames Ritual habt oder dass du es so nie mehr aus dem Elternbett bekommst. Auch wenn dein Kind gerade nur schiebend im Kinderwagen einschläft oder sogar nur in der Babyschale, wenn du abends noch mal mit dem Auto um den Block fährst, handelt es sich immer nur um eine Phase. Nur weil du dein Baby gerade jeden Abend in den Schlaf trägst, heißt das noch lange nicht, dass du das mit deinem Dreijährigen immer noch so machen musst. Babys haben zu unterschiedlichen Entwicklungsphasen unterschiedliche Bedürfnisse. Höre immer auch in dich hinein und gehe deiner inneren Stimme nach. Eine Mutter weiß meistens am besten, was genau ihr Kind gerade braucht. Lass dein Kind bitte nicht einfach im Bett schreien, nur weil du das Gefühl hast, dass du es beim ständigen Tragen auf dem Arm zu sehr verwöhnst. Wenn du am Ende deiner Kräfte bist und einfach nicht mehr kannst, übergib deinem Partner noch mehr und versuche dich wirklich auszuruhen. Frag nach Hilfe und Unterstützung in deiner Familie und in deinem Freundeskreis. So könnt ihr euch abends abwechseln und die körperliche und emotionale Belastung ist aufgeteilt.

    Wie können müde Mamas selbst mit dem Schlafmangel umgehen?

    Fast jede Mutter ist irgendwann schon an den Punkt gekommen, an dem sie fast im Stehen eingeschlafen ist. Auch dann solltest du gezielt um Hilfe bitten, beispielsweise deine Eltern und deinen Partner noch mehr einspannen. Lege, wenn es möglich ist, zusammen mit deinem Baby ein Powernapping ein – das wirkt oft Wunder. Außerdem kann es helfen, die eigenen Ansprüche herunterzuschrauben. Auch wenn du sonst großen Wert auf ein perfekten und sauberen Haushalt gelegt hast – dein Baby wirbelt dein Leben eben durcheinander und es darf ruhig auch mal der Abwasch stehen bleiben. Viel wichtiger ist es, dass du da, wo es möglich ist, Kraft für dein Baby sammelst und dauerhaften Schlafmangel vermeidest.

    Click here to bookmark this

    Unser Redaktionsteam schreibt über alle Themen, die dich als Mama, Schwangere, Partnerin, Ehefrau, Freundin, Alleinerziehende oder einfach nur als Frau interessieren. Wenn dir ein Inhalt fehlt oder du selbst über etwas schreiben willst, deine Geschichte erzählen möchtest oder uns einfach eine andere Perspektive geben will, schreib uns an redaktion@mother-now.de.de

    Are you sure want to unlock this post?
    Unlock left : 0
    Are you sure want to cancel subscription?