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    Was du über eine Frühgeburt wissen solltest
    Anzeige – Ursachen, Empfehlungen und Hebammen-Tipps

    Für viele Eltern folgt nach der Frühgeburt ein Tunnel durch den sie gehen. Was zuvor noch wichtig erschien, tritt in den Hintergrund und diese Eltern leben ab sofort in einer Parallelwelt auf der Neonatologie oder der Neo-Intensivstation und vor allem ganz dicht am Herzen ihrer Babys. Zum WELT-FRÜHGEBORENEN-TAG am 17.11. wollen wir mit unserem Partner WaterWipes den Frühgeborenen und ihren Eltern Aufmerksamkeit schenken und mehr Wissen über die besonderen Bedürfnisse von Frühgeborenen teilen. Deshalb haben wir mit Hebamme und WaterWipes Expertin Claudia Purzer gesprochen und uns ein paar wichtige Fragen zum Thema Frühgeburt beantworten lassen.

    Frühgeborene sind kleine Kämpfer, die viel zu kurz im schützenden Mutterleib wachsen konnten und mit völlig anderen Bedingungen in ihr Leben starten als vorgesehen. 

     

    Medizinisch spricht man von einer Frühgeburt bei der Geburt eines Säuglings vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche. Laut einer aktuellen Studie der WHO wird eins von zehn Babys weltweit zu früh geboren. Die Zahl ist dabei in nahezu allen Ländern steigend. Dies gilt auch für Industrienationen. In Deutschland liegt die Frühgeborenenrate bei 9,2%. Pro Jahr werden in Deutschland rund 63.000 Kinder vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren. Bei 8.000 davon handelt es sich um Frühstgeborene, die vor der 30. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen. (Quelle: Wikipedia)

    Was sie in dieser Zeit erleben und auch um sich sehen, ist vielleicht nicht immer leicht und doch ist es die schönste Zeit in ihrem Leben, denn ihr Kind ist geboren. Dieser Zwiespalt zerreißt sie vielleicht manchmal fast. Aber sie sind stark. Unendlich stark. Und es wird besser, es wird leichter und es wird von Tag-zu-Tag klarer was das alles zu bedeuten hat und sie verstehen mehr und mehr. Lernen ihre Kinder immer besser kennen, und zu vertrauen. Und dann kommt endlich der Tag, an dem sie nach Hause dürfen, weil alles gut ist. Wie eine zweite Geburt. Und der Start in das Wochenbett und das Kennenlernen, wie sie es sich vielleicht einst gewünscht und ausgemalt haben.

    Frühgeburten verbringen häufig die erste Zeit nach der Geburt auf der Neonatologie oder sogar der Neonatologischen Intensivstation. In dieser Zeit haben Eltern und Kind besondere Bedingungen um sich kennenzulernen. Nicht nur das private häusliche Umfeld fehlt, sondern meist sind die Kinder an Überwachungsgeräte angeschlossen, haben Magensonden oder sogar Sauerstoff-Unterstützungen oder/und liegen im Inkubator, was für manchen Eltern erstmal ein einschüchternder Anblick sein kann. Nach der Entlassung kann diese wegfallende Überwachung, aber auch zu einer Umstellung für die Eltern werden. 

    Liebe Claudia, in der Schwangerschaft wird Eltern klar verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass die Kinder so lange wie möglich im Mutterleib wachsen sollten. Was ist zu tun, wenn sich eine mögliche Frühgeburt ankündigt und wie kann die Mutter trotz dessen Kraft und Zuversicht erhalten?

    Das stimmt, deshalb trifft die Frühgeburtlichkeit die jungen Eltern fast immer wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel. Da in so einem Moment so viele Eindrücke auf sie einwirken und sie häufig erst einmal in einer Art Schockzustand sind braucht es vor allem Menschen die nun für sie da sind. Ihnen in liebevoller Zuwendung zuhören und ihnen auch helfen den Rücken frei zu halten. 

    Die junge Mutter wird bei einer zu frühen Geburt von 0 auf 100 in die neue Rolle geboren und es bleibt bei der ganzen Sorge um das kleine Kind auch viel zu wenig Zeit für das eigene Wochenbett. Die Frauen fühlen sich hinterher oft der schönen Anfangszeit beraubt.

    „Die Frauen 'funktionieren', um es Ihrem Baby so gut wie möglich gehen zu lassen und haben gar keine Zeit auf den eigenen Körper mit den dazugehörigen Rückbildungsvorgängen und Gefühlen zu achten."

    Nach der Zeit der Intensivstation mit all den Regeln und Vorgängen kommen sie dann zuhause schnell im Alltag an und holen das Wochenbett auch leider viel zu selten nach. Hier sollte man für die jungen Eltern eine „verspätete Wochenbettzeit“ ermöglichen.

    Menschen im nahestehenden Umfeld Betroffener können unterstützen: Realistisches Mut machen, Hoffnung geben und sie in der Situation nicht alleine lassen. Man muss den Eltern von Frühchen den Raum geben über Ihre Gefühle sprechen zu können und auch zu helfen dieses Gefühlschaos zu sortieren. 

    Was sind die größten wesentlichen Unterschiede bei Frühgeburten im Vergleich zu reif geborenen Babys im Wochenbett für Mütter und Kinder?

    Speziell im Wochenbett würde ich sagen, dass dieses bei Frühchenmüttern faktisch nicht existiert. Die Mütter verbringen nach der Geburt die ersten Wochen so viel wie möglich bei ihren Babys auf der Neugeborenenintensivstation. Oft müssen sie regelmäßig die Milch abpumpen damit der Milchfluss in Gang kommt und bleibt. Sie bekommen ihre kleinen, zarten Kinder wenn diese nicht künstlich beatmet werden müssen mit Kabeln und Schläuchen von den Intensivpflegekräften auf die Haut gelegt zum  Käguruhing“ oder können in den Inkubator fassen und ihr Baby streicheln. 

    Hier fühlen sich die Mütter (bzw. Väter) aber oft unter ständiger Beobachtung und sind auch an die strikten Abläufe des Schichtbetriebes, der Visiten und Übergaben der Pflegenden gebunden. Der ständige Geräuschpegel und das helle Licht auf der Intensivstation macht die Situation nicht leichter. Zudem kommt die Angst und Sorge um das Kind, so „funktionieren“ diese Eltern in dieser Zeit als Rädchen eines Uhrwerks, dass das Baby die besten Voraussetzungen für seine Entwicklung bekommt und stellen ihre eigenen Bedürfnisse eher hinten an.

    „Das Wochenbett ist normalerweise die Zeit der Heilung, körperlich und auch seelisch."

    Dieser Start ist natürlich nicht zu vergleichen mit der ersten Kuschelzeit zuhause. Das Wochenbett ist normalerweise die Zeit der Heilung, körperlich auch seelisch, das Stillen kommt in Gang, man lernt sich als kleine Familie kennen, lernt sein Baby mehr und mehr zu lesen. Im Wochenbett ruht man normalerweise viel, man sollte entspannt liegen, gut essen und trinken, schlafen, wenn das Baby schläft und sich nicht stressen. Die Hebamme kommt zu Besuch und schaut auf die kleine Familie, steht mit Rat und Tat zur Seite. Das auf und ab der Gefühle kann die junge Mutter hier ganz intim im geschützten Raum zuhause durchleben.

    Worauf sollte in der ersten Zeit zuhause besonders geachtet werden?

    Wenn das Kind nach Hause kommt, kennen sich die Eltern durch den langen Aufenthalt auf der Neonatologie in der Regel schon gut mit der Pflege Ihres Kindes aus. Trotzdem kommt es bezüglich der Gestaltung des Tagesablaufs im häuslichen Bereich oft zu Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Baby.

    Von nun an müssen die Eltern die Bedürfnisse und Vorlieben des Kindes selbst deuten, verstehen und darauf reagieren. Nachts fehlen die Klinikgeräusche deshalb sind viele Kinder in den ungewohnt stillen ersten Nächten zuhause unruhig und weinen vermehrt. Darauf sollten die Eltern eingestellt sein.

    „Die Klinikroutine wie Monitorüberwachung, Temperaturkontrollen, Nahrungs- Gewichts- Ausscheidungsprotokolle fallen nun immer mehr weg. Sich auf sein Gefühl zu verlassen muss erst gelernt werden."

    Deshalb ist auch die Begleitung durch eine Hebamme in dieser Zeit sehr hilfreich und gibt so viel Sicherheit. 

    Die Eltern können eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse bekommen, wenn es Probleme gibt oder es ein krankes Kind ist, um sich ganz auf die neue Situation einzulassen. Das benützen eines Tragetuches, einer Babytrage, einer Hängewiege mit Motor helfen dem Baby in der Anpassungszeit zuhause. Wenn es noch Stillprobleme gibt, kann man eine Stillberaterin zu sich kommen lassen und auch viele Physiotherapeuten bieten bei Säuglingen Hausbesuche an.

    Bei der Pflege der Haut sollten die Eltern unbedingt auf chemische Zusätze in Feuchttüchern, Cremes und Badezusätzen verzichten. Die Haut eines Frühgeborenen ist so dünn und zart, dass man wirklich nur ganz sanft mit reinen Produkten die Pflege durchführen sollte. Ich empfehle hier gerne zur Säuberung des Windelbereiches die WaterWipes Feuchttücher, da hier ganz konsequent auf den Zusatz von reizenden, chemischen Stoffen verzichtet wird. Viel Luft an die Haut lassen, nur in Wasser baden, Babymassage mit hochwertigem Mandelöl, Verwendung von Heilwolle und Windeln mit hohem Baumwollanteil. Viel purer Körperkontakt mit dem Baby, so wird sich das individuelle Hautmikrobiom des Kindes auch optimal entwickeln. Zudem vermittelt das gemeinsame kuscheln Nähe und Geborgenheit.

    Wie groß sind die emotionalen Herausforderungen für Eltern von Frühgeborenen allgemein und wie gut werden sie aufgefangen?

    Sehr groß und Sie werden sehr unterschiedlich aufgefangen. Es gibt sehr gute Angebote, aber die Eltern von Frühchen müssen wissen, dass es sie gibt und wie sie ohne große Bürokratie an die Hilfen kommen können.

    „In der Klinik sollten die Eltern ihr kleines Kind so viel wie möglich auf die Haut nehmen „ Känguruhing“. 

    Die Mutter sollte die Stillhilfe in der Klinik annehmen, und wenn möglich mit im Krankenhaus in ein Rooming-In-Zimmer „einziehen“ um immer bei Ihrem Kind sein zu können.

    Ist das nicht möglich sollte die Mutter immer ein Bild von Ihrem Kind bei sich haben und auch ansehen, wenn Sie die Muttermilch abpumpt. Die Eltern sollten die Gesprächsangebote der Klinikpsychologen und die Gespräche mit den behandelnden Ärzten und Schwestern wahrnehmen. 

    Für die erste Zeit daheim empfehle ich den Eltern sich ein paar Wochen lang die „ Wochenbettzeit“ zurückzuholen. Der Partner sollte, wenn möglich auch die ersten 2 Wochen mit zuhause sein!

    Die Bonding-Phase kann durch gemeinsames kuscheln im Bett mit dem Baby zusammen, viel Hautkontakt, Bonding-Bädern, Massagen von Mutter und Kind zusammen, Wochenbettmassagen für die Mutter, Ayurveda- Mutter-Kindmassagen stattfinden. 

    Zudem kann eine psychologische Begleitung auch nach der Zeit in der Klinik zur Aufarbeitung der emotionalen Zeit und natürlich die Begleitung durch eine Hebamme stattfinden. Um ganz entspannt und gut in der neuen Lebensrealität anzukommen. 

    Die Hebammenbesuche können bei einer Frühgeburt auch nach Ablauf des regulären Wochenbetts problemlos von einem Arzt rezeptiert werden und werden von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. 

    Es kann auch sehr sinnvoll sein eine Familienpflegerin oder „ Dorfhelferin“ in der ersten Zeit zu sich zu holen, besonders wenn noch Geschwisterkinder im Haushalt leben.

    In vielen Bundesländern gibt es die Möglichkeit zusätzlich Hausbesuche durch geschulte Kinderkrankenschwestern oder durch Mitarbeiter von Frühförderstellen zu bekommen. Die Adressen bekommen die Eltern vom Kinderarzt, in der Klinik, vom sozialen Dienst, in Broschüren der BzgA, den Jugendämtern oder im Internet. Die Bestimmungen sind regional unterschiedlich geregelt. Auch Selbsthilfegruppen können Halt, Sicherheit und Zugehörigkeit vermitteln.

    Ansprüche und Unterstützungsmöglichkeiten bei Frühgeburten:

    Frühgeborene Kinder können bis 8 Jahre brauchen, um die Zeit in der Entwicklung nachzuholen. Trotz guter medizinischer Versorgung werden Frühgeborene häufiger auf therapeutische Hilfe in Form von Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie angewiesen sein als am Termin geborene Kinder. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass das Risiko von Spätschäden umso kleiner ist, je später ein Kind geboren wurde. 

    Den Eltern stehen folgende Hilfen zur Verfügung:

    • Familienentlastender Dienst
    • Häusliche Kinderkrankenpflege
    • Häusliche Pflegehilfe
    • Hebammenhilfe
    • Heil- und Hilfsmittel
    • Therapiekosten
    • Pflegegeld

    Frühgeborene Kinder sollten unbedingt an einem Hörtest teilnehmen. Wenn Hörstörungen früh genug erkannt und behandelt werden, kann man möglichen Problemen in der Entwicklung der Sprache und Sozialkompetenz entgegenwirken. Hier kann dann auch eine logopädische Begleitung sinnvoll sein. Ebenso wie bei motorischen Problemen Physiotherapie und Osteopathie. 

    Das Anhören gesundheitlich geeigneter Musik z.B. Mozart kann eine ausgleichende, heilende Wirkung haben. Hier gibt es spezielle Angebote der Musiktherapie. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, Frühgeborene unabhängig Ihres Geburtsgewichtes gegen Influenza und Pneumokokken impfen zu lassen. Das sollten die Eltern mit dem Kinderarzt besprechen, ebenso wie eine passive RS-Virus Impfung. Auch der Besuch eines Kinderaugenarztes ist zu empfehlen.

    Emotionale und finanzielle Hilfe

    Die emotionale Ausnahmesituation kann für die ganze Familie eine große Belastung darstellen. Daher gibt es verschiedene Regelungen zur Entlastung und finanziellen Unterstützung für Eltern von frühgeborenen Babys.

    Telefonische Hilfe und Beratung findet man unter anderem bei der 

    Eltern-Hotline des Bundesverbands Das frühgeborene Kind: 0800 – 875 877 0

    Elterntelefon der Nummer gegen Kummer: 0800 – 111 0 550

    Wenn das Kind vor dem errechneten Termin auf die Welt kommt, dann dauert die Mutterschutzfrist insgesamt trotzdem 14 Wochen. Sie endet also nicht schon 8 Wochen nach der Geburt, sondern so viele Tage später, wie das Baby vor dem errechneten Termin auf die Welt gekommen ist.

    Wenn das Kind eine medizinische Frühgeburt ist, endet die Mutterschutzfrist erst 12 Wochen nach der Geburt. Hierfür muss die Mutter der Krankenkasse ein ärztlichen Attest vorlegen, aus dem hervorgeht, dass das Baby bei der Geburt weniger als 2.500 Gramm gewogen hat oder seine Reifezeichen noch nicht voll ausgebildet waren. Dazu kommen die Tage, die das Kind vor dem errechneten Termin auf die Welt gekommen ist. 

    In diesem Fall dauert die Mutterschutzfrist längstens 18 Wochen. Bei einer Frühgeburt verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt und der damit verbundene Bezug von Mutterschaftsleistungen. Das Elterngeld erhalten die Eltern ab dem tatsächlichen Geburtstermin. Die Mutterschaftsleistungen werden auf das Elterngeld angerechnet.

    Die Eltern können bei der Krankenkasse die Kostenübernahme für folgende Unterstützungen beantragen:

    • Fahrtkosten zum Besuch Ihres Kindes im Krankenhaus
    • Haushaltshilfe oder Tagesmutter, wenn Geschwisterkinder während der Zeit Ihres Krankenhausaufenthaltes betreut werden müssen
    • Familienentlastender Dienst
    • Häusliche Kinderkrankenpflege
    • Häusliche Pflegehilfe
    • Haushaltshilfe
    • Heil- und Hilfsmittel
    • Therapiekosten
    • Pflegegeld

    Beim Bundesverband findet ihr Musteranträge für die Kostenübernahme bei der Krankenkasse für das frühgeborene Kind.

    Kuren und weitere Maßnahmen

    Kuren über das Müttergenesungswerk helfen in Belastungssituationen, den Alltag besser zu meistern. Einige Einrichtungen bieten auch spezielle Angebote für Mütter und Väter von frühgeborenen Kindern an. Es gibt Mutter-Kind-Kuren oder Mutter-Vater-Kind-Kuren.

    Die Kuren sind eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn bei den Eltern eine Kurbedürftigkeit vorliegt, kann der Arzt eine Kur verschreiben, die dann bei der Krankenkasse beantragt werden muss.

    Angebote von "Frühe Hilfen" gibt es vor Ort für Familien ab der Schwangerschaft bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Sie helfen in schwierigen Lebenslagen, zum Beispiel auch bei Frühgeburten. Beispielsweise können Familienhebammen oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen oder -pfleger eine große Hilfe und Entlastung für die Eltern sein. Die Angebote sind freiwillig und kostenlos.

    Nach einer Frühgeburt können die Eltern pädagogische und therapeutische Maßnahmen in Anspruch nehmen, die die Entwicklung des Kindes unterstützen. Diese sogenannte Frühförderung wird angeboten von interdisziplinären Frühförderstellen und sozialpädiatrischen Zentren. Informationen hierzu bekommt man über das Jugendamt.

    Weiteres Wissenswerte zu Frühgeburten

    Ursachen von Frühgeburten

    Es gibt zahlreiche Ursachen, die eine Frühgeburt auslösen können. Zu den häufigsten zählen Infektionen in der Schwangerschaft, Mehrlinge, sehr rasch aufeinanderfolgende Schwangerschaften, Mangelentwicklung, Chromosomenstörungen, Rauchen, Alkoholkonsum der Schwangeren, Bluthochdruck ausgelöst auch durch Erkrankungen wie einer Präeklampsie. Diabetes, einer vorzeitigen Wehentätigkeit, oder durch eine Plazentainsuffizienz. Starkes Übergewicht oder Untergewicht der Mutter oder psychische Belastungen. 

    Probleme von Frühgeborenen

    Je früher die Kinder geboren werden umso größer ist die Möglichkeit, dass sie Anpassungsstörungen durch die Unreife haben können, besonders bei Geburten vor der 28. SSW.

    Durch die unreife der Organe sind die zu früh geborenen Kinder leider anfälliger für Begleiterkrankungen, Anpassungsprobleme und Folgeschäden. Diese können von körperlicher, seelischer und motorischer Art sein.

    Die größten und häufigsten Komplikationsfelder für ein frühgeborenes Kind sind (durch die späte Ausreifung) das Gehirn und die Lunge. 

    Manchmal müssen die Kinder künstlich beatmet werden, das ist dann für die Eltern ganz besonders schwer zu ertragen. Oft ist der Magen- Darmtrakt unreif und die Ernährung der Kleinen sehr schwierig es gibt häufig „Fütterprobleme“. So dass sie vielleicht eine Magensonde bekommen müssen, man die Windeln wiegen muss, um die Ausscheidung genau zu dokumentieren. 

    Die Haut ist noch sehr dünn und die Kinder sind durch das schwache Immunsystem gefährdet schwere Infektionen zu bekommen. Sie können den Wärmehaushalt noch nicht so gut regulieren und schnell auskühlen. Da sie sich noch nicht so viel bewegen, muss auf die Motorik und den zügigen Beginn von Physiotherapie geachtet werden. 

    Anzeichen und Folgen von drohenden Frühgeburten

    Je nach Ursache die durch die körperlichen Anzeichen vor einer Frühgeburtlichkeit warnen entscheiden die Mediziner ob man einleiten muss oder die bevorstehende Geburt noch etwas hinauszögern kann. 

    Das Risiko für eine Frühgeburt lässt sich senken, wenn Frauen auf Alkohol und Nikotin verzichten, Über- und Untergewicht sowie belastende Situationen vermeiden. Stellt der berufliche Alltag für die Schwangere eine zu hohe Belastung dar, kann vorsorglich ein Beschäftigungsverbot verordnet werden. Wenn bereits Geschwisterkinder in der Familie sind, kann eine Familienpflegerin oder Haushaltshilfe die werdende Mutter in der Alltagsarbeit entlasten und diese mehr liegen und ruhen.

    Nach der Geburt können Familienangehörige und Freunde die Eltern von Frühchen unterstützen indem sie für sie kochen, den Haushalt übernehmen, sich um Geschwisterkinder kümmern, alle zusätzlichen Arbeiten abnehmen. Später auch Babysitten und Gespräche anbieten.

    Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit WaterWipes

    Bildmaterial: WaterWipes

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