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    Richtig füttern mit der Flasche
    Alles was du zu Säuglingsnahrung, Pre-Milch und dem Flasche geben wissen solltest und zum Füttern brauchst

    Es kann ganz unterschiedliche Gründe geben, weshalb du dich dafür entscheidest, deinem Baby die Flasche zu geben. Vielleicht hattest du große Probleme beim Stillen oder hast sogar ganz bewusst die Entscheidung getroffen. Sei dir sicher, egal welchen Weg du gehst, wenn es dir damit gut geht, geht es auch deinem Kind gut damit.

     

    Säuglingsnahrung ist mittlerweile so intensiv weiterentwickelt worden, dass sie dein Baby mit allem versorgt, was es braucht. Wenn du dir noch unsicher bei der Auswahl der Milch, der Zubereitung und dem Flasche geben selbst bist, haben wir für dich einige hilfreiche Tipps zum Füttern mit der Flasche zusammengestellt und was bei der Auswahl der Säuglingsnahrung wichtig ist. 

    Welche Säuglingsnahrung ist die richtige für mein Baby?

    Die Ersatznahrung versucht durch eine gezielte Zusammenstellung der Rohstoffe möglichst dicht an die Zusammensetzung der Muttermilch heranzukommen. Die Herstellung unterliegt strengen Auflagen, so dass du unbesorgt sein kannst. Trotzdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Herstellern von Milchnahrung. Eine erste Orientierung bieten dir unabhängige Tests beispielsweise der Stiftung Warentest oder Ökotest, die regelmäßig Flaschennahrung unter die Lupe nehmen. Du findest auf der Verpackung den Hinweis, ob es sich um Pre-Nahrung, Baby-Milchnahrung 1 oder 2, auch Folgemilch genannt, handelt. 

    Wir erklären kurz den Unterschied: 

    • Pre-Nahrung oder Anfangsmilch
      Sie wird für Neugeborene empfohlen, ist besonders dünnflüssig und ähnelt stark der Muttermilch. Sie wird empfohlen bis zum Ende des ersten Lebensjahres.
      Unser Tipp: Wenn die Pre-Nahrung „LCP“ enthält, tust du deinem Kind etwas besonders Gutes. Dabei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die Entwicklung deines Kindes wichtig sind.
    • Milchnahrung 1 – Folgemilch 1
       Die Konsistenz dieser Milch ist etwas fester und sättigt dein Baby mehr. Sie ist die Folgemilch der Pre-Nahrung in der Zeit, bevor dein Baby den ersten Brei bekommt und macht dein Baby etwas mehr satt.
    • Milchnahrung 2 – Folgemilch 2
       Diese Babynahrung wird ab dem sechsten Lebensmonat zugefüttert und enthält noch mehr Kalorien. Sie sollte in Kombination mit den ersten Brei-Mahlzeiten verwendet werden.

    Mittlerweile sind viele Experten der Meinung, dass Premilch vollkommen ausreicht, dein Baby bis zur vollständigen Fütterung mit Brei zu begleiten. Sie enthält alles Wichtige und macht dein Baby im ersten Lebensjahr satt. Es ist also nicht zwingend notwendig, dass du auf Folgemilch umsteigst. 

    Was ist HA-Nahrung und wann sollte ich sie meinem Baby geben?

    HA steht für „hypoallergene Anfangsnahrung“. Diese kannst du deinem Baby geben, wenn es unter Allergien oder Unverträglichkeiten leidet. HA-Nahrung wird auch empfohlen, wenn du oder der Papa deines Babys unter starken Allergien leiden. Das Pulver enthält aufgespaltene Eiweiße, die Allergien vorbeugen sollen.  

    Wie oft sollte mein Baby die Flasche bekommen?

    Während stillende Mütter in der Regel nicht auf Mengen achten müssen und ihr Baby einfach dann anlegen, wenn es Hunger hat, gibt es bei der Fütterung mit Milchpulver Richtlinien, die man im Auge behalten kann. Auf den meisten Milchpackungen sind die Mengen abgebildet. Dazu gibt es auch eine Faustregel für die benötigte Trinkmenge: tägliche Trinkmenge = 1/6 des Körpergewichtes. 

    Du kannst dich auch an die Tabelle für 0 bis 12 Monate alte Babys der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. richten: 

      • 1. Tag: bis maximal 30 Milliliter pro Mahlzeit
      • 2. Tag: bis maximal 40 Milliliter pro Mahlzeit
      • 3. Tag: bis maximal 50 Milliliter pro Mahlzeit
      • 5. Tag: bis maximal 70 Milliliter pro Mahlzeit
      • 6. Tag: bis maximal 80 Milliliter pro Mahlzeit
      • 2. – 8. Woche: bis maximal 100 Milliliter pro Mahlzeit
      • 3. Monat: bis maximal 130 Milliliter pro Mahlzeit
      • 4. Monat: bis maximal 170 Milliliter pro Mahlzeit
      • ab 5. Monat: bis maximal 200 Milliliter pro Mahlzeit
      • 5.– 12. Monat: bis maximal 400 Milliliter pro Mahlzeit

    Wie bereite ich die Milchflasche für mein Baby zu?

    Du brauchst für die Zubereitung des Fläschchens eine abgekochte, bzw. sterilisierte Babyflasche, einen passenden Sauger, einen Portionierlöffel (in der Packung enthalten) und Wasser. 

    Die Babyflasche: Glas oder Kunststoff?

    Am besten sind Babyflaschen aus Glas, da diese sich leichter auskochen lassen. Kunststoff kann Schadstoffe enthalten und an der Oberfläche haften Bakterien leichter. Ideal ist ein Vorrat von sechs Milchflaschen – damit kommst du über den Tag, ohne zwischendurch abwaschen zu müssen. 

    Der Sauger: Silikon oder Latex?

    Achte auf schadstofffreie Sauger aus Silikon oder Latex. Silikonsauger sind aufgrund ihrer Formbeständigkeit am besten für Neugeborene geeignet, auf Latexsauger kannst du umsteigen, wenn dein Baby erste Zähnchen hat. Die Sauger bekommst du in der passenden Größe zum Lebensalter deines Babys. Für Babys, die häufig an Blähungen leiden, gibt es Anti-Koliken-Sauger. 

    Das Wasser: Leitungswasser, abgekochtes Wasser oder gekauftes Wasser?

    Leitungswasser ist in Deutschland sehr sauber und wird streng geprüft. Allerdings kann es durch verschmutzte Leitungen doch passieren, dass sich Keime darin befinden. Daher ist es besser, das Wasser vorab entweder abzukochen oder stilles Wasser aus dem Supermarkt zu verwenden. Du kannst auch in der Schwangerschaft oder als frischgebackene Eltern die Wasserqualität deines Hausanschlusses bei den städtischen Wasserwerken kostenlos testen lassen.

    Der Portionierer: Pro Packung ein eigener Löffel

    Jeder Hersteller verwendet eigene Portionierer. Daher ist es wichtig, dass du immer den Portionier-Löffel aus der Packung verwendest, die du gerade im Gebrauch hast. Andernfalls kann die Milch zu dick oder zu dünn werden. Eine Anleitung zur Zubereitung befindet sich auf jeder Packung. Dazu musst du Wasser erhitzen, die angegebene Menge Pulver gut verrühren und die Flasche auf Trinktemperatur abkühlen lassen. 

    Wie oft muss ich die Flasche reinigen?

    Die Babyflasche muss nach bzw. vor jedem Gebrauch sterilisiert werden. Es reicht nicht aus, sie unter fließendem Wasser mit einer Flaschenbürste auszuspülen, da Bakterien haften bleiben können, die von dem empfindlichen Immunsystem deines Babys nicht ausreichend bekämpft werden können. Du kannst für die anschließende Reinigung einen Sterilisator verwenden, allerdings verbraucht dieser viel Strom. Ein Topf und kochendes Wasser haben den gleichen Effekt. Dasselbe gilt für den Sauger – auch dieser muss vor den Gebrauch mit Wasserdampf oder im kochenden Wasser sterilisiert werden. 

    So fütterst du dein Baby mit der Flasche

    Das Baby sollte aufrecht gehalten und nicht im Liegen gefüttert werden. Halte dein Baby nah am Körper und nimm dir Zeit für jede Mahlzeit. Animiere es, die Portion auszutrinken – es sollte aber nicht gezwungen werden, wenn es keinen Hunger mehr hat. Manchmal braucht es ein bisschen Geduld, bis der passende Sauger gefunden wird. Es ist wichtig, dass dein Baby nach jeder Mahlzeit ein Bäuerchen macht, damit keine schmerzhaften Blähungen entstehen.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe, dass es mit dem Stillen nicht geklappt hat. Genieß lieber die Vorteile, die das Flasche geben mit sich bringt!

    Einige Mamas sind sehr enttäuscht und traurig, wenn sie ihr Baby aus medizinischen Gründen nicht stillen können. Das führt oft zu Selbstzweifeln und endet manchmal sogar in dem Vorwurf gegen sich selbst, dass man keine gute Mutter ist. Versuche dich davon zu befreien und sieh vielleicht auch die Vorteile, die das Flasche geben für dich hat. Der vermeintliche Nachteil bringt nämlich auch ein paar Annehmlichkeiten mit sich, die du ruhig genießen darfst. Es macht dich ein bisschen unabhängiger, denn auch Papa darf mal einspringen und das Füttern übernehmen, während du dir eine Pause gönnst. Das stärkt die Baby-Papa-Beziehung und verschafft auch dir mal eine ruhige Nacht. 

     

    Photo by Jens Johnsson on Unsplash

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