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    Was hilft gegen Blähungen bei Babys?
    Die besten Hausmittel und Tipps bei 3-Monats-Koliken und Bauchschmerzen

    Dein Baby schreit, es ballt die Fäuste, zieht die Beine an und lässt sich einfach nicht beruhigen: Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass es unter Blähungen leidet. Was harmlos klingt, kann dem kleinen Menschen erhebliche Schmerzen verursachen. Welche Ursachen können Blähungen und Drei-Monats-Koliken bei Babys haben und welche Tipps und Hausmittel gibt es, die wirklich dagegen helfen? 

    Warum haben Babys Blähungen?

    Dein Baby wird im Mutterleib rund um die Uhr über die Nabelschnur versorgt. Nach der Geburt muss sich der gesamte Magen-Darm-Trakt erst einmal auf die neue Ernährungssituation umstellen – unabhängig davon, ob du stillst oder deinem Baby die Flasche gibst. Oftmals werden in den ersten Lebenswochen zu wenig Verdauungsenzyme gebildet und es existiert keine stabile Bakterienflora. Hinzu kommt, dass das Baby häufig beim Trinken zu viel Luft schluckt. Diese Luft verursacht im Verdauungstrakt Schmerzen. Derselbe Effekt entsteht übrigens auch dann, wenn das Fläschchen vor dem Trinken zu stark geschüttelt wird und sich kleine Luftblasen in der Milch bilden. Auslöser von Blähungen können auch Unverträglichkeiten gegen Kuhmilch sein oder blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Kohl oder Hülsenfrüchte, die dein Baby über die Muttermilch aufnimmt. 

    Welche blähungsfördernden Nahrungsmittel sollten stillende Mütter vermeiden?

    Es gibt eine ganze Reihe blähender Lebensmittel, die du selbst meiden kannst, wenn dein Baby unter Blähungen leidet: 

    • Vollmilch
    • Käse (Sorten über 45% Fett)
    • Zwiebeln & Knoblauch
    • Hülsenfrüchte
    • Hefe
    • Ofenfrisches Brot
    • Kohl
    • Müsli
    • Unreifes Obst
    • Beerenobst
    • Fette Fleisch- & Wurstwaren

    Um herauszufinden, ob diese Lebensmittel wirklich die Blähungen bei deinem Baby verursachen, kannst du eine Weile auf sie verzichten. Da aber nur ein kleiner Prozentsatz dieser Nahrungsmittel auch tatsächlich in die Muttermilch gelangt, sind meistens andere Gründe für die Blähungen bei Babys verantwortlich oder ein Zusammenspiel von unterschiedlichen Ursachen.

    Was sind 3-Monats-Koliken?

    Aus den oben genannten Gründen leiden 20 bis 30 Prozent der Neugeborenen in den ersten 12 Lebenswochen unter regelmäßig wiederkehrenden Blähungen. Während Blähungen nur hin und wieder mal auftauchen, kommen 3-Monats-Koliken regelmäßig, meistens am Nachmittag oder am Abend, vor. Sie treten über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen auf, in denen sich dein Baby während der Schrei-Anfälle nur schwer beruhigen lässt. Nach dieser Zeit ist das Verdauungssystem meist so ausgereift, dass es die Nahrung wesentlich besser verarbeiten kann. 

    Warum haben Jungen häufiger 3-Monats-Koliken? 

    Es gibt Statistiken, die zeigen, dass Jungs häufiger von 3-Monats-Koliken betroffen sind als Mädchen. Beweise dafür und warum das so ist, gibt es aber nicht. Einige Hebammen vermuten, dass die Ursache der Blähungen Anpassungsstörungen an die neue Umgebung sind und Jungs schlichtweg empfindlicher darauf reagieren.  

    Welche Hausmittel helfen gegen Blähungen bei Babys?

    Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie du deinem Baby Erleichterung verschaffen kannst. Was wirklich hilft, kannst du nur anhand der Reaktion deines Kindes herausfinden. Orientiere dich gerne an unserer Checkliste, was du bei akuten Blähungen tun kannst:

    • Wärmekissen: Dinkel- oder Kirschkernkissen erwärmen und auf den Bauch legen
    • Massage: Babybauch mit Kümmelöl einreiben und um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn massieren
    • Baden: Ein warmes Bad kann den angespannten Babybauch entlasten
    • Fliegergriff: Auf dem Arm liegend, mit leichtem Druck auf den Bauch lösen sich Verspannungen
    • Fahrradfahren: Lege dein Baby auf den Rücken und bewege die Beine vorsichtig wie beim Radfahren
    • Fencheltee: Warmer Tee kann den Magen-Darm-Trakt entspannen 
    • Sitzbad: Warme Sitzbäder bei etwa 37°C lockern den unteren Bauchbereich auf
    • Kümmeltropfen, Kümmelzäpfchen, Massage mit Kümmelöl
    • BiGaia Tropfen: von Hebammen empfohlen, enthalten Milchsäurebakterien zur Unterstützung der Darmflora

    Wie kann man Blähungen beim Baby vorbeugen?

    So anstrengend die langen Schreiphasen für dich und dein Baby auch sind: Die gute Nachricht ist, dass du einiges tun kannst, um Blähungen und Koliken vorzubeugen. Es hilft deinem Baby schon, wenn du einen Rhythmus in euren Tag bringst, so dass es sich an gleiche Abläufe gewöhnen kann. Damit die Nacht nicht allzu unruhig wird, kannst du die letzte Mahlzeit etwas vorverlegen und später nur noch Fencheltee anbieten. Dann kommt der Verdauungstrakt vor dem Schlafen etwas zur Ruhe und dein Baby kann leichter in den Schlaf finden. Es kann auch helfen, das Baby in einer aufrechten Position zu füttern bzw. zu stillen. 

    Tipps gegen Blähungen bei Stillkindern 

    • Babys in einer ruhigen Umgebung stillen
    • Richtigen Stillzeitpunkt vor dem großen Hunger finden, um hektische Saugbewegungen zu vermeiden
    • Brustwarze sollte vollständig vom Mund verschlossen werden
    • Blähende Nahrungsmittel vermeiden 

    Tipps gegen Blähungen bei Flaschenkindern

    • Milchpulver mit der Flüssigkeit verrühren, statt zu schütteln
    • Wasser gegen Fenchel- oder Kümmeltee ersetzen
    • Richtige Größe des Saugerlochs wählen (Ein Tropfen pro Sekunde)
    • Bei hastigem Trinken Mahlzeiten unterbrechen und Baby aufstoßen lassen
    • Anti-Kolik-Flaschen ausprobieren
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